Sonntag, 21. November 2021

20.11.2021 Vegane Schinkennudeln, Döner und eine erneute Backkatastrophe

Liebe FreundInnen, liebe Veganschatzis, gute Welt, 

mögt Ihr den November? Mir ist er von allen Monaten am meisten verhasst. Kalt, dunkel und keine Aussicht auf baldige Besserung. Ich arbeite mit dem einen oder anderen Teelicht und Kuschikleidung (der gemeine, gepflegte warme Fernsehanzug = Jogginghose und Sweatshirt) um dagegen zu halten. 

Und Kochen. Kochen tröstet mich. Also Nahrung. Wobei, Kochen an sich auch. Ich mag das ja gern, am Herd stehen, hacken, rühren, riechen, würzen. Dazu immer Musik (zu 95% Rammstein, aber manchmal auch Klassik oder wonach mir gerade ist - ich bin da ganz breit aufgestellt), dann bin ich im Flow. 

Reis mit Zucchini, Zwiebeln und Knoblauch:

Reste von der Ratatouille:


Weil ich viel zu viel Reis zu der Ratatouille gekocht hatte, musste ich den Reis die nächsten zwei Tage in die Gerichte einbauen. Hier Reis mit gebratenen Champignons, Lauch, Zwiebeln, Knoblauch und Mungbohnenkeimen:





Die Woche hatte ich einen frühen Termin in Bonns City. Der Weihnachtsmarkt stand kurz vor seiner Eröffnung. Ich wollte dem Mann nämlich etwas mitbringen. 
Im Allgemeinen mag ich keine Weihnachtsmärkte. Das liegt nicht an den Märkten selbst, sondern an den Menschenmassen. Das war auch vor 2020 schon so. Ich hielt das noch nie für gesund. 
Viele Menschen auf einem Fleck = ich bin dann mal weg. 


Als der Weihnachtsmarkt auf dem Bonner Münsterplatz endlich offen und noch angenehm leer war, konnte ich dem Mann gebrannte Mandeln kaufen. Die machen ihn happy. 

Auf dem Bonner Marktplatz am Alten Rathaus steht das supertolle BiBu vegan Mobil. Dort habe ich uns zwei dicke Döner mit allem einpacken lassen. Einer davon schön scharf, für den Mann. 
Der Apfelkuchen ist auch von dort, der geht auch an den Mann. Sein Lieblingskuchen. Sehr praktisch, an dem Tag brauchte ich schon mal nicht kochen. 



Leckeres Fastfood. Leckere Sünde! 


Der Mann sagte, der Kuchen wäre sehr lecker gewesen. Na siehste, wieder alles im Lack. 
Sie sagte, dass sie dieses Gericht an ihre Kindheit erinnert, sie liebte das. Nun, mittlerweile gibt es veganen Speck zu kaufen (hier Vivera) und die Vergangenheit wird wieder lebendig.

Ich frage mich allerdings, warum ich nie eingeladen war, wenn es das gab... Wir beide hatten quasi eine Art Standleitung. Sie hätte mich anrufen können und sagen, dass ich runter kommen soll. Dann wäre ich von der dritten Etage in die erste Etage hinab gestiegen und im Nudelparadies gelandet.
 
Vermutlich war meiner Freundin völlig klar, dass ich - leider damals schon - unendlich verfressen bin. Sie hatte sicher Angst, dass für sie wenig übrig bleiben würde. Sehr berechtigt. Also kann ich ihr nicht böse sein. Ich als absoluter und gemeiner Futterneider habe vollstes Verständnis für derlei Überlegungen.




Bei uns gab es dazu einen Gurken - Persimonen (= Kaki-Sorte) - Salat:


Rezept für 2 Personen:

250g Nudeln (hier Bio Dinkel Locken von 'Natur Gut', Penny) in Salzwasser nach Anleitung gar kochen

Olivenöl
1 dicke Zwiebel, in größere Stücke schneiden
1 dicke Knoblauchzehe in Scheiben schneiden
1 Packung Vivera Veganer Speck 
6 mittelgroße Tomaten, achteln, dann halbieren
Pfeffer (Salz braucht es nicht, der vegane Speck ist ausreichend gesalzen)
Petersilie, gehackt

Im Öl die Zwiebeln anbraten. Den veganen Speck hinzufügen, die Tomatenstücke und die Knoblauchscheiben. Alles wenige Minuten bei mittlerer Hitze braten. Pfeffern (ggf. nachsalzen) und die Petersilie hinzugeben. 
Dann die fertigen Nudeln untermischen. 

Ich hatte leider keine frische Petersilie mehr; die, die ich hatte, war nicht mehr schön.


Pellkartoffeln mit Kräuterquark und Leinöl:



Reste der Pellkartoffeln mit Kräuterquark (obenauf Veggie-Kaviar von Ikea) am Tag danach:



Ja, Freunde, kommen wir zu einem weiteren unrühmlichen Kapitel aus dem dicken Buch 'Susi und ihre Backblödheit'. Mal wieder. Ich wollte Waffeln backen und habe es total verhunzt. So so so typisch für mich. Backen und ich. Passt nicht zusammen.

Dem unten angefügten Bild könnt Ihr das vermutlich nicht entnehmen. Aber das war auch die einzige (!) Waffel, die halbwegs annehmbar war. Die allerletzte aus dem Waffeleisen. Hilfe, Hilfe!

Knusprige Waffel mit Sahne (Soy Whip von Soya Too) und heißen Waldheidelbeeren:


Alle anderen Waffeln sahen so aus:


Ein Trümmerfeld. Ein Gemetzel. Aber total lecker!

Nun, was ist passiert? Das Rezept ist sehr gut, das Waffeleisen (von Cloer) ist auch toll. Nützt aber alles nichts, wenn einem nicht auffällt, dass man das falsche Mehl in die Schüssel packt. Ich nahm Dinkel 630er, vorgesehen war Weizen 405. Tja, ich dachte, in der einen Dose wäre noch normales Mehl. Falsch gedacht. Da ich Weizen eher schlecht vertrage (macht mir einen Schwangerschaftbauch wie kurz vor der Entbindung, und das in meinem Alter), habe ich mittlerweile wohl alles Weizenmehl verbraucht. 

Doof. Ich werde meine Mehldosen fürderhin nur noch beschriften.

Ach egal, lecker war es trotzdem. Zudem duftete stundenlang die Wohnung. 

Das war es von hier. Ihr seht, wir hatten eine durchwachsene Woche. 

Macht es gut, bleibt gesund und zuversichtlich! Bleibt dran und mir gewogen! Ihr seht ja, man kann mich nicht alleine lassen. 


Ach, noch was:

Ökotest hat Margarine getestet. Die Sojola, die wir immer nutzten, ist so was von durchgefallen. Mit Pauken und Trompeten: sie bekam von Ökotest ein ungenügend! Oh Mann! Wir müssen mal schauen, was wir künftig nutzen. Die Margarine muss vegan sein, palmölfrei und lecker. Und leicht zu beziehen. 

Ich wählte damals die Sojola, weil sie kein Palmöl enthält und uns geschmacklich überzeugte. 


Montag, 15. November 2021

15.11.2021 Spanisches Restaurant Casa Pepe in Bonn

Liebe Vegankumpels, Gemüseaffine, gute Welt! 

Letztes Wochenende waren wir endlich wieder mit der Familie essen! Es ist immer schwierig, uns sechs (Bruder, Schwägerin, Sohn, Lebensgefährtin, der Mann und ich, die Susi) so zu terminieren, dass es passt. Wenn wir uns zweimal im Jahr sehen, ist das viel. 

Wir waren im spanischen Restaurant Casa Pepe in Bonn Dottendorf. Denn das finden die anderen vier von uns ganz toll. Da ich wiederum diese vier Menschen sehr toll finde und liebe, schlug ich das Casa Pepe vor. 

Für uns VeganerInnen hat Casa Pepe leider eher wenig zu bieten, da ist der Spanier Sa Finca in Bonn Beuel wesentlich besser unterwegs. Falls Ihr mal in Bonn seid und einen tollen Spanier sucht, der wäre meine Empfehlung für Euch! 

Aber es war trotzdem ein schöner Abend im Casa Pepe. Der Mann und ich wurden satt. Und das, was wir gegessen haben, war lecker. 










Zum Abschluss: ein Carajillo; ein Espresso mit Brandy:


Meinen Leuten, dem inner circle, habe ich ein paar Plätzchen mitgebracht, die Traumstücke. Und Kräuter: der Sohn des Mannes hatte eine große Menge bestellt und uns davon etwas abgegeben. Das haben wir dann in kleine Gläschen gefüllt, beschriftet und weitergereicht.

Getrocknete Kräuter behalten nicht lange ihr Aroma, besser man gibt davon etwas ab. Teilen macht Freude! 


Das waren die Wasserstandsmeldungen aus dem Hause Blaubehimmelt! Muckelt Euch ein, trinkt Golden Milk, Ingwerwasser, Zitronenwasser! Macht es Euch gemütlich. 

Bleibt ansteckungsfrei, gesund und fröhlich! Alles wird gut. Es scheint nur dieses Mal sehr lange zu dauern... Wir brauchen alle einen langen Atem. 

Bleibt dran und mir gewogen! 


15.11.2021 Ratatouille (mit Rezept)

Hi liebe Freunde, Veggies, gute Welt, 

vorgestern habe ich mal wieder Ratatouille gekocht. Da haben wir immer gleich mehrere Tage was von. Stets lecker und duftend. Aromabombe!


Ratatouille

Für ca. vier Personen

2 Zwiebeln
3 Knoblauchzehen
1 dicke Aubergine
2 Zucchini
3 Paprika (Mix)
2 Dosen Tomate (oder frische)
4 EL Olivenöl
Gemüsebrühpulver
Salz
Pfeffer
Basilikum
Oregano
Majoran
Rosmarin
Thymian
Salbei
ggf. Soßenbinder/Speisestärke


Variante
200g Tofu
3 EL Sojasauce


Paprika halbieren, in Ofen bei 220 Grad Umluft grillen lassen bis die Haut gebräunt ist und sich lösen lässt.
Falls frische Tomaten verwendet werden auch diese häuten (Tomate unten am Stielansatz kreuzförmig einschneiden, mit kochendem Wasser überbrühen und kurz in dem Wasser liegen lassen. Haut lässt sich dann leicht abzupfen). Tomaten entkernen, Kerne anderweitig verwenden.

Zwiebeln und Knoblauchzehe schälen und sehr grob würfeln/schneiden. In Olivenöl anbraten.
Das Gemüse in nicht zu kleine Stücke schneiden. Die Aubergine separat anbraten.

Das restliche Gemüse zu den Zwiebeln und dem Knoblauch geben und einige Minuten anbraten. Die angebratenen Auberginen hinzugeben. Dann etwas Wasser mit Gemüsebrühe hinzugeben. Falls Tomaten aus der Dose benutzt werden weniger Wasser nehmen.
Die Kräuter (möglichst frisch falls vorhanden) hinzufügen und alles eine Stunde auf kleiner Stufe schmoren lassen.

Wer Tofu dabei haben möchte sollte ihn einige Stunden gewürfelt in Sojasauce marinieren und mit anbraten oder später, kurz vor Ende der Garzeit der Ratatouille hinzufügen und einige Minuten mitköcheln lassen. Man kann ihn natürlich auch als Beilage nehmen und separat anbraten.

Ratatouille abschmecken mit Salz, Pfeffer und ggf. Gemüsebrühe. Falls gewünscht binden mit etwas Stärke und Wasser verrührt, nochmals aufkochen lassen.
Ich füge zum fertigen Gericht noch ein paar frisch gepflückte Kräuter hinzu (Basilikum, Thymian, Rosmarin).

Dazu schmeckt gut Weißbrot, Reis, Salzkartoffeln und Salat. Bei uns gibt es meist Reis dazu.




Unten: vorgestern habe ich mir Polenta zu der Ratatouille gekocht: 


Das gibt immer ein Gemüsemassaker, wenn ich Ratatouille koche. Der Aufschrei bei den Paprikas ist erfahrungsgemäß immer groß! Als das Gericht fertig war, war alles Gemüse mit der Welt versöhnt.  


Dieses Rezept hatte ich im Blog schon hinterlegt, aber das ist lange her und die Bilder waren nicht mehr schön. Das war 2013, da war die Bildqualität eines Handys noch nicht so gut. 2013, gab es da überhaupt schon Autos, Viverasteaks und Fernseher? Ich glaube ja nicht...

Gleich kommt noch ein weiteres Blogpost, unser letzter Besuch beim Spanier! 

Bleibt senkrecht! Bleibt dran und mir gewogen!  

Freitag, 12. November 2021

12.11.2021 Vegane Bratwurst im Apfelbett, Viverasteak, Café Sophie und mehr

Moin liebe Bewohner vom Planeten Vega, liebe Frierende, gute Welt,

in Bonn Endenich gibt es ein ganz niedliches, kleines Café. Das Café Sophie. Laut Karte im Internet gibt es nichts vegan Deklariertes für uns, aber Sojamilch und Hafermilch für Tee und Kaffee kann man bekommen. Das ist doch mehr, als man in 98 Prozent deutscher Cafés bestellen kann. Das macht mich schon immer happy. 

Aber als ich vor Ort war, siehe da: 


Es handelte sich um veganen 'Käsekuchen' und um Schokokuchen. Letzterer war noch warm! 




Getrunken habe ich eine Chai Latte mit Sojamilch...


...und den supertollen Schokokuchen gegessen. Eine süß-schokoladig duftende Sünde! 


Erst viel später fiel mir ein, dass ich den anderen Kuchen hätte mitnehmen können, für daheim. 
Der Mann hätte sich bestimmt sehr gefreut. Aber ich war viel zu aufgeregt, weil ich im Café nicht alleine war. Unser Gespräch hatte mich so gefangen genommen - im positiven Sinne natürlich -, dass ich an andere Dinge gar nicht dachte. Zweieinhalb Stunden sind nur so vorbei geflogen. 

Wieder daheim; Gemüsepfanne:  Broccoli, Mungbohnensprossen, Paprika, Ingwer, Knoblauch, Räuchertofu und Tofu Natur, Lauch, Chili, Salz, Pfeffer und Sojasoße:




Nun kommt ein sehr interessantes Gericht, Vegane Bratwurst im Apfelbett

Als ich eines meiner eigenen Sauerkrautrezepte hier im Blog durchforstete, stieß ich auf ein Rezept von A. aus dem schönen Burgenland, die damals in einem Kommentar von einem ihrer Lieblingsgerichte erzählte. 
Nun habe ich es mal nachgebaut.
 


So geht's mit der Veganen Bratwurst im Apfelbett:

Eine Zwiebel in etwas Öl im Topf andünsten. Mit Paprikapulver bestäuben, Sauerkraut hinzugeben (hier eine Packung), zwei EL Agavendicksaft, eine Handvoll Rosinen und einen in Scheiben geschnittenen Apfel hinzufügen. Dann alles salzen, pfeffern und ca. 10 Minuten mit geschlossenem Deckel dünsten lassen. 

In der Zeit die vegane Bratwurst (hier Veggyness) braten. Anschließend in Stücke schneiden. 

Schauen, ob das 'Apfelbett' fertig ist, dann anrichten und die Bratwurstscheiben darauf ablegen. 

Ich habe zusätzlich und parallel eine Portion Kartoffelpüree gekocht. 
Püriert mit Margarine, Sojamilch und Salz. Zum Schluss habe ich eine halbe Dose Creme Vega und eine Handvoll gehackte Petersilie locker untergehoben. 



Das Viverasteak gab's auch mal wieder! Hier mit Knoblauch-Sojola, Broccoli, Champignons und Zwiebeln:




Ich hatte von vorhergehenden Gerichten noch den großen, dicken Strunk vom Broccoli über. Den werfe ich nie weg, der taugt super für eine leckere Broccoli-Kartoffelsuppe

Oben liegt die Sprühsahne Leha (Achtung, die ist süß, mag nicht jeder. Der Mann z.B. nicht. Ich liebe das auf Suppe. Ihr könnt natürlich auch Hafer- oder Sojacuisine nehmen.),  ferner Broccoli und Petersilie. 

Dazu hatten wir schlichtes Roggenbrot. 


Milo: 



Da beansprucht Milo unsere Aufmerksamkeit. Er sitzt zwischen unseren Laptops. 


Heute habe ich gebacken, so eine Art vorweihnachtliche Übersprungshandlung. Das sind die Traumstücke, von Simply Vegan.  Ein Klassiker bei uns, heißgeliebt, nicht nur zur Weihnachtszeit. Die sind unfassbar lecker und sehr einfach zu machen, deswegen backe ich die gern. Das perfekte Rezept für Backblöde wie mich. 



Che liegt gerade auf des Mannes Schoß. Zwei Männer unter sich. Leider nicht auf meinem Schoß, ich entwische heute ständig in die Küche. Da gehe ich auch gleich wieder hin, ich muss noch was essen. 


Habt Ihr schon gesehen? Die Kraniche ziehen in den Süden!

Das waren die Meldungen von hier! 
Bleibt fröhlich, glücklich und warm. Bleibt dran und mir gewogen. Ich wünsche Euch was, liebe Freunde!