Montag, 22. Juni 2020

22.06.2020 Katze im Waschbecken und Beyondburger im Doppeldecker

Liebe Abstandhalter, Maskenrutscher, soziale Distanzler,

der Alltag hat mich wieder. Derzeit steht kein Urlaub an. Das gab es wohl noch nie, bei uns. 'La nada', wie der Spanier sagen würde: das Nichts.

Ich halte mich trotzdem erstaunlich froh, so fern ich nicht von meiner Migräne belästigt werde. Im Garten ist immer was zu tun, die Nachbarskater erfreuen mich und, dass viele Pflanzen des Vorjahres noch leben und blühen wie bescheuert. Als würden sie dafür bezahlt werden.

Das Leben ist auch in diesen Zeiten schön.

Ich zeige meine Gerichte der letzten Zeit. Gegessen werden muss ja auch.

Das ist mein Doppelstöcker; den gab es vorhin.
Das Innenleben besteht aus gebratenem Räuchertofu und Beyondburger, ansonsten ist da drin Ketchup, Senf, Salat, Tomate, Zwiebel, saure Gurke und meine selbstgeklöppelte, nachgebaute Big Mac - Soße.
War extrem geil wohlschmeckend! Ich wälze mich noch immer wonnig auf dem Teppich.





Der Milo in meinem Waschbecken. Rausheben kann ich ihn nicht (er würde kratzen oder beißen). Das würde ihm nicht behagen, wenn ich Hand anlegen würde. Also muss ich abwarten, bis er mein Waschbecken uninteressant findet.


Gemüse mit Tofu Natur:


Rot-grüne Bohnensuppe:


Rheinischer, veganer Kesselkuchen, mit Schnittlauchdip:


 Aldi, Veggie-Fischstäbchen. Die haben wir sehr häufig. Immer Freitags. Na ja, fast.


Ofengemüse mit Potatowedges:


Gnocchi mit Zucchini-Kapernrahm:


Wir waren letzte Woche grillen bei meiner Freundin, man sieht oben/links meinen Kartoffelsalat, daneben gegrillte Kartoffeln, die Meetlyke Bratwurst und ein Viverasteak. Daneben Salat mit Erdbeeren. 


Meine Freundin hat mich gezwungen, Boule zu spielen. Das erste Mal in meinem Leben. Als ich 2019 den Winter auf Mallorca überbrückte, sah ich alte Menschen am Strand Boule spielen. Ich wusste, dass ich aufpassen muss und ganz genau hinschauen, weil das wohl meine Zukunft ist.

Ich hatte allerdings gehofft, dass diese Zukunft in weiterer Ferne liegen würde. In sehr weiter. Aber nix da, ein halbes Jahr später, und zack: ich bin nun auch eine von denen. Das habe ich nie gewollt.



Reste vom Grillen am folgenden Tag, in die Pfanne gelegt.


Meine Hortensie vom letzten Jahr. Hätte ich nicht gedacht, dass die so heftig blüht. Die ist toller als letztes Jahr.


Was immer das war, das war bestimmt lecker. Und gesund (nicht so häufig bei mir - ich esse, was mir schmeckt):


Milo:


Letzte Woche sah ich auch endlich wieder meinen Sohn und seine Freundin. Wir haben kleine Geschenke ausgetauscht: ich Lakritz von Sylt und Senf aus Monschau, die beiden haben mir den veganen Kaviar von Ikea mitgebracht, schwarz und orange. Und Teelichter.

 Ich hatte ca. 12 Tage hinter mir mit 9 Migränetagen, ich war also nicht so fit. Deswegen habe ich leider nicht gekocht, nur Salat gemacht.
Den sich jeder nach Gusto selbst pimpen konnte (gebratene Champignons, gebratener Räuchertofu, Croutons, Erdbeeren, Gurken, Blüten, Tomaten):



Gemüsepfanne mit Reis:




Das sind Capellini von Barilla. Mit Pesto:

Die Capellini sind extrem dünn. Die Magermodels unter den Nudeln.


Nudelsupp: (nein, da fehlt kein 'e'. Bei mir heißt es nie Nudelsuppe, immer nur Nudelsupp. Ich las vor zig Jahren in einem Forum diesen Nicknamen eines anderen Users und war schockverliebt in diesen Nicknamen. Seit dem heißt bei mir Nudelsuppe nur so.)




Gestern: Veganer Fleischkäse von Meetlyke, mit bayerischem Kartoffelsalat (Brühe) und Gurken-Tomatensalat. Und mit dem Kaisersenf aus Monschau, das ist der körnige.


Milo, lappt vorne und hinten über.


Das ist nur etwas Obst. Aber es ist schon besonders, weil mir das der Mann unaufgefordert zum Fernsehsessel trug. Es handelt sich um einen Weinbergpfirsich. Die platten, sehr aromatischen und duftenden Pfirsiche. Ihr wisst schon.
Wie alle Pfirsiche gehören auch die Weinbergpfirsiche zu den furchtbaren Fellfrüchten, wie ich sie nenne. Wie Aprikosen auch. Ich hasse sie wie der Teufel das Weihwasser. Genauer: die Haut! Das zarte, samtähnliche Fell. Ich kann es nicht anfassen und wenn ich nur daran denke (!), stellt sich mir schon mein eigenes Fell auf den Armen auf. Hühnermantel, am ganzen Körper. Grausam. Auch jetzt gerade.

Um eine lange Story kurz zu machen: der Mann schält mir die Pfirsiche, damit ich sie essen kann.
Ich sage schon immer zu ihm: "Schleim' dich bloß nicht ein!" Aber es ist wohl Liebe. Hoffe ich doch. Oder wisst Ihr was? Hat der was angestellt? Sagt an!


Das war das Wort zum Montag.

Schönen Sommer!
Bleibt geschmeidig, fröhlich, wild. Bleibt dran und mir gewogen. Man liest sich!


Samstag, 20. Juni 2020

20.05.2020 Sylt über Pfingsten

Was für ein Segen, dass ich die Syltreise mit meiner Freundin nicht storniert hatte. Sonst wäre uns was entgangen. Und damit meine ich nicht den Virus. Masken sei Dank. Vorsicht sei Dank.

Der Strand an der Buhne 16 wurde leider zwischendurch gesperrt, zu viele Menschen ohne Toilette an einem Fleck. Schade, wir wären sonst auch dahin gewandert.

Meine Freundin und ich hatten Spaß an und mit Sylt, ohne Ende. Es war wieder einer der lustigsten Urlaube überhaupt. Lachen bis zum Heulen. Herrje, das bräuchten wir öfter.

Meine tapfere Freundin A. ging trotz nur kalten 13 Grad Wassertemperatur in die Nordsee. Zweimal sogar! Stramm durchmarschiert ist sie, ohne auch nur einmal zu zögern. Hilfe; das packe ich dann doch nicht. Bei mir ist unter 15 Grad Feierabend mit dem Baden im Meer.

Hauptsächlich habe ich uns in diesen Tagen bekocht; nur hin und wieder besuchten wir das Restaurant Badezeit in Westerland oder Sylter Suppen in List. Beides unsere liebsten Anlaufstellen. Es finden sich auch stets irgendwo Fritten; das geht ja immer.

Sylt hat nun endlich einen richtigen Biomarkt, den Denns. In Tinnum. Mit allem, was das Herz begehrt.

Wettermäßig war es auch recht gut; hauptsächlich sonnig, nur wenig Regen.
Bei schönem Wetter sind wir wieder die Strände abgegangen, Kilometer um Kilometer.

Schön war's, alles, alles, alles.

Impressionen!








Meine Freundin hat vegane Bratlinge nach Sylt mitgebracht:














Süßkartoffelpommes von Twisters in Wenningstedt (gegenüber Gosch), hier mit Guacamole für mich und Sour Cream für meine Freundin:


Das Twisters (Außenbereich); das bildhübsche, blaue Strandhäuschen beherbergt die Kurkartenkontrolle am Strandaufgang:


Kunstobjekte "Alltagsmenschen" in Wenningstedt:






Der kluge Friese hatte schon sehr sehr früh einen natürlichen Abstandshalter erfunden: den gemeinen Strandkorb. Am schönsten wirkt er in blau-weiß.


Unser Ritual: ab in den Strandkorb, mit Weißweinschorle oder Weizen und was zum Schnabulieren. Und dann aufs Meer gucken und in den Himmel. Perfekte Abende!



Alltagsmenschen:




Sylter Suppen, List:





Ich wählte die Kartoffel-Kokos-Möhrensuppe, meine Freundin A. aus B. eine Minestrone:






Die Reiseratte ist wieder vereint mit der extravaganten Reisemaus meiner Freundin. Endlich!


Ich glaube, er (die Reiseratte) hat ihr eine Burg gebaut. Was macht man nicht alles aus Liebe. 



List, Hafen


Noch ein Ritual: der obligatorische Teller Spaghetti aglio e olio im Piratennest am Hafen:


Meine Freundin hat Frühstück gemacht, sie war immer eher auf als ich. So lieb! Ob ich den Mann dazu bringen könnte, mir auch morgens etwas mundgerechtes Obst zu kredenzen? 


Hörnum: 

Fritten am Strandkiosk:














Teatime daheim. Draußen nur Kännchen(!) und bei uns auch drinnen.





Was für ein Licht! Könnte ich malen - ich würde hier malen. Bei genau diesem Licht.







Ein superschöner Borgward-Omnibus. Jahrgang 1952; zum Mieten (Sylter Verkehrsbetriebe):


Sylter Suppen! Später regnete es dann leider. Wir sind mit unserer Suppe to go in das Buswartehäuschen geflüchtet. Ich hatte die grüne Erbsensuppe, sie die Linsensuppe. Meine Freundin war das erste Mal bei Sylter Suppen. Die schlugen ein wie eine Bombe. Ich wusste das, ich wusste das! Denn niemand auf diesem Erdball macht leckere Seelensuppen als Maurice Morell.



Eis aus der Eismanufaktur, List. Mangoeis. Unglaublich. Unfassbar lecker. Gegenüber von Sylter Suppen.


Der Kampener Leuchtturm, aus dem Busfenster heraus (deswegen auch unscharf).




Einer meiner herzallerliebsten Orte. Quasi ein weiterer Sehnsuchtsort. Der Ausblick aus dem Restaurant 'Badezeit' in Westerland:


Pellkartoffeln mit Meersalz und Salat. Für mich, vorne,  mit veganem Dressing (laut Karte mit Sour Cream):


Die Badezeit. Direkt am Strand. Ach, das sind so Nette da!




Daheim, Gnocchi gebraten mit veganer Speck-Sahnesoße:





Abendbrot daheim:


Noch mal Badezeit; hier mit einer Möhren-Ingwersuppe für mich:




Fusilli, Resteessen:






Resteessen daheim, mit verschiedenen Nudeln und mit Räuchertofu:






Das war ein richtiger Traumurlaub. Wenn ich die Augen schließe, sehe ich noch die Badezeit vor meinem geistigen Auge. Und den Strand. Nee, das Sylt so schön ist. Und ein so tolles Licht hat! Mann, Mann, Mann.
Ich fürchte, ich habe etwas zugenommen. Kann es an der vielen Pasta gelegen haben? Gesund ist ja anders. Aber wir sind endlos gelatscht! Es hätte sich eigentlich alles bei den Strandwanderungen auflösen müssen.  Faszinosum.