Sonntag, 30. September 2018

30.09.18 Da geht er hin, der September

Wir werden uns damit abfinden müssen, dass wir in Deutschland richtig heiße Tage lange nicht mehr erleben werden. Vor ca. Mai / Juni 2019 wird das nichts mehr. Wie schade. Morgen ist schon Oktober.
Gestern habe ich mein Bett für die kalte Jahreszeit bereit gemacht. Dickeres Plumeau und so. Das ist ein Zeichen.



Mein September war traurig, wegen Dotty. Aber auch schön, weil ich auf Sylt war. Und lecker, weil ich ein paar schöne Gerichte gekocht und gebacken habe.
Der Nachbarskater Che Guevara tröstet uns. Er hat seinen alten Platz auf dem Chefsessel wieder eingenommen, wie in der Zeit vor Dotty.



Nun freue ich mich auf den Oktober. Und hoffe, die Sonne lässt sich noch oft blicken bei stahlblauem Himmel. Das käme mir zupass.


Letzte Woche gab es frische Gnocchi (nach diesem Rezept) mit meinem ebenfalls selbstgemachten Basilikumpesto. Göttlich!




Weiter geht es mit Knusperstäbchen von Aldi-Süd, Broccoli und meinem Tunasalat mit Kichererbsen:



Tofu (Geschmacksrichtung Feta) habe ich angelegt, ein großes Glas voll. Er zieht vor sich hin. In ein paar Tagen kann ich mit der Entnahme der würzigen Tofuklötzchen beginnen:


Weiter hatte ich meine Kürbissuppe am Start:



An einem Tiramisu habe ich mich auch versucht. Für den ersten Aufschlag bin ich schon arg zufrieden; wenn ich künftig etwas ändern möchte, dann nur geringfügig. Ein bisschen mehr Kaffee, ein bisschen mehr Alkohol. Mangels kurzfristig nicht kaufbarem veganem Amaretto habe ich einen veganen Weinbrand genommen, Chantré. Beim nächsten Mal würde ich Amaretto frühzeitig bestellen.

Leider gibt es meines Wissens derzeit keine veganen Löffelbiskuits zu kaufen. Ich griff deswegen auf ein Rezept eines anderen Blogs zurück. Meine Löffelbiskuits waren zwar sehr lecker und knusprig, aber zu flach. Bestimmt, weil ich Dinkelmehl genommen habe; Weizen sollte es sein, den vertrage ich nicht.

Die Creme besteht aus einer Packung veganer Mascarpone, 200 ml geschlagene Sojacuisine (Provamel), drei gehäufte Esslöffel Zucker, ein Beutel Bourbon-Vanillezucker und zwei gehäufte Teelöffel MyEy-Eygelbpulver.

Die Biskuits wurden mit starkem Kaffee und Weinbrand getränkt. Oben auf dem Tiramisu liegen Sahneflöckchen, bestreut mit Kakao.






Gebratener Tempeh mit Salat (mit Friedas Gedächtnissoße)



Vegane 'Fischstäbchen' mit veganer Remoulade, Rahmspinat und Dillkartoffeln.


Die Veggie-Fischstäbchen sind von Aldi-Süd; dem Spinat habe ich selbst einen ordentlichen Blubb mit Sojacuisine hinzugefügt.


Gestern habe ich endlich die Taschentücher aus Bambus von Smooth Panda gekauft; im DM. Einige ausgewählte DM hatten einen Aufsteller mit Produkten von Smooth Panda; Toilettenpapier und Taschentücher.
Das Toilettenpapier benutzen wir treu und hochzufrieden seit dem damaligen, erfolgreichen Crowdfunding von Smooth Panda.
Auch bei dem Crowdfunding von den Taschentüchern war ich dabei. Ehrensache.

Nun endlich halte ich diese in den Händen. Plastikfrei; recht nachhaltig. Toll! Nun trete ich in die Testphase ein, ob mir diese Tücher ausreichen. Ich habe nämlich seit gefühlten hundert Jahren chronisch Schnupfen. Und brauche ca. ein Päckchen Tempos pro Tag. Im Winter oft noch mehr. Tagaus, tagein. 365 Tage im Jahr. Das summiert sich. So viel Plastik. So viel Holz. Elend.

Von daher wäre es superklasse, wenn mir diese Taschentücher weich genug sind. Sonst dauert es nämlich keinen Tag, bis ich eine wunde Nase habe. So schnell kann man gar nicht gucken.
Nicht mal Baumwolltaschentücher sind weich genug, sonst hätte ich längst die nachhaltigste Lösung für meine Nase gefunden.






Gestern habe ich Kartoffelklöße gemacht, nach diesem Rezept, und sie sind wunderbar gelungen. Ich war glücklich! Ich liebe Klöße. Wie verrückt.
Ihr seht in der Schüssel fünfzehn Stück. Übrig geblieben sind nur fünf! Der Mann und ich haben zusammen zehn gegessen. Wahnsinn. Keine Ahnung, wo das hinführt.

Pilzgulasch mit Kartoffelklößen





Mein Pilzgulasch besteht aus einem Döschen Steinpilze und einem Glas mit Stockschwämmchen, Austernpilze, Champignons, Reisstrohpilze und Shiitake.

Frische Pilze wären um Längen besser gewesen; keine Frage. Das werde ich beim nächsten Mal in Angriff nehmen.

Ich habe Zwiebel- und Knoblauchwürfelchen in Sojola angedünstet, etwas Tomatenmark einkochen lassen, mit Rotwein abgelöscht. Etwas Gemüsebrühe dazu, Salz, Pfeffer, Kräuter, Worcestersoße dazu, etwas Liebstöckelgewürz. Abgebunden mit zwei Teelöffel Mondamin (= Maisstärke) und zwei Esslöffel Edelpilz Cremesuppe von Gefro.
Dann habe ich die abgetropften Pilze dazu gegeben und einen guten Schluck Sojacuisine und den Topf ein paar Minuten sich selbst überlassen.

War sehr lecker, aber mit frischen Pilzen wäre es noch viel viel leckerer gewesen.

Heute die Reste: die Klöße geschnitten und kurz angebraten, Rosenkohl mit Sesam dazu:






Ich denke, ich habe Euch nun alles erzählt, was sich hier so tut. Ach nein, eines noch: Bei Sauberkunst gibt es aktuell die wahnsinnstollen Adventskalender zu bestellen. Wenn es nicht unvegan wäre, würde ich glatt dafür töten (will sagen, der Adventskalender ist natürlich vegan, aber das Töten nicht. Also empfehle ich, das Töten zu lassen und schnell den Kalender zu kaufen).

Also, falls Ihr diese Firma auch so liebt wie ich - zuschlagen. Und zwar sehr, sehr schnell!

Macht's gut, bis die Tage, Ihr lieben Leserinnen und Leser. Gehabt Euch wohl!




Sonntag, 23. September 2018

23.09.18 Herbstanfang, Apfelkuchen und ein neues Portemonnaie

Wir finden uns wieder so langsam in den Alltag ein.
Der kurze Abstand auf Sylt hat mir sehr gut getan, das merkte ich ganz besonders hinterher; als ich wieder daheim war.
Ab Januar halten wir die Augen nach einem neuen Hund offen.
Dann werden wir für einen neuen Hundekumpel und ein neues Abenteuer vollumfänglich bereit sein.

Bis dahin ist noch genug Zeit, unsere Mitte wieder zu finden. Es geht aufwärts, immerhin.

Gestern habe ich mal wieder meinen tollen Apfelkuchen mit Nusskruste gebacken! Pünktlich zum Herbstanfang einen leckeren Kuchen. Wenn das nicht passt!








Mit veganen Portemonnaies hatte ich bislang kein Glück; nach relativ kurzer Zeit blätterte die Beschichtung ab. Auch bei teuren. Leider.

Nun habe ich mir ein dünnes von Paprcut bestellt, einer kleinen Berliner Firma.
Die bieten diverse Artikel an von Portemonnaies über Kulturbeutel, Schminktäschchen, Bauchtaschen, Passhüllen und vieles mehr.

Alle sind aus dem gleichen Material: Tyvek. Das ist ein recycelbarer Kunststoff. Dünn wie Papier, angenehm in der Haptik (fühlt sich für mich an wie gewachstes Papier), nahezu unkaputtbar, wasserdicht und vegan!
Paprcuts arbeitet u. a. mit Behindertenwerkstätten zusammen.
Also rundum eine gute Sache.

Das Schöne ist, dass es ungeheuer viele Designs gibt, alle Formen, Farben oder auch Artikel in uni.

Ich fand das Design 'Freedom' am schönsten.

Mein neuer Freund kostete 19,99 Euro + Versand 4,29 Euro (DHL Paket).

Aktuell habe ich in Freedom Papiergeld, Perso, 4 Karten, ein paar Visitenkarten und etwas Kleingeld drin.  Bei dem Bild weiter unten habe ich Geld und Perso etwas angehoben, damit ihr seht, wo es sich versteckt.


Das Kleingeldfach ist im Bild auf der rechten Seite (von Eurer Guckrichtung aus). Das Kleingeld kommt von oben rein, es wird geschlossen mit einer Art Klettverschluss, der total abdichtet.




Erstmal bin ich froh; für unterwegs - auf Reisen und so - eine leichte, wasserabweisende und vegane Lösung mit Paprcuts gefunden zu haben. Produziert in Deutschland!
Es fasst sich prima an. Das gefällt mir gut. Dieses Anfass-Gefühl.

Ob allerdings das Kleingeldfach groß genug ist für mich, muss ich sehen. Wenn ja, und wenn es mich nicht stört, dass ich den Klettverschluss fest zudrücken muss, dann werde ich diese Geldbörse auch im Alltag nutzen. 

Der Mann möchte auch eines. Dann soll er sich mal ein Nettes aussuchen; Auswahl hat er genug.

Ich zeige Euch noch ein paar Bildchen von Gerichten:

Das war Mock Duck mit Paprikareis und einer scharfen Asiasoße (die Soße war von Byodo):



Das waren  meine Dicke Bohnen mit 'Speck':


Pilzrisotto, mit Tofu (natur, angebraten):


Da habe ich schlicht eine gewürfelte Zwiebel in einer hohen Pfanne angebraten, eine Kaffeetasse Basmatireis zugegeben, zweieinhalb Kaffeetassen Brühe und etwas Salz, und die Champignons.
Wenn es kocht, lasse ich es auf kleinster Stufe für ca. 22 Minuten garen.
Abschmecken mit Gewürzen und etwas Soja- oder Hafercuisine.

Der Tofu Natur - vom Asiaten ( also recht frisch) - wurde abgewaschen, gut abgetrocknet und in Würfel geschnitten. Dann angebraten in Rapsol und mit Sojasoße gewürzt.


Deutschland liegt im (dringend notwendigen) Regen. Habt Sonne im Herzen, Ihr Lieben!
Bis bald! Bleibt mir gewogen und schaltet wieder ein klickt mich wieder an wenn es heißt: Morgen gibt es Kuchen für Alle! Yeah!!!


Dienstag, 18. September 2018

18.09.18 Stille Tage auf Sylt

Weil ich wegen Dotty und dem ganzen Herzeleid einen Ortswechsel benötigte, habe ich mich nach Sylt verkrümelt.
Aber wie das so ist; man nimmt sich immer mit. Der Kummer war auch in Westerland. Aber wenn schon unglücklich, dann wenigstens am Meer. Dann ist es auch gut, wenn man alleine ist und sich dem hingeben kann.

Ganz spontan habe ich eine klitzekleine FeWo in Westerland gebucht; sehr günstig aber etwas ab vom Schuss. Das war kein Fehler; das viele Gehen jeden Tag tat mir gut, hat die Gedanken sortiert.

Westerland habe ich nicht verlassen. Ich kenne die ganze Insel; mir war nicht danach, alle Hotspots abzugrasen. (Mit meiner Freundin A. aus B., die ich wahnsinnig vermisste und mit der ich im Juni hier war, macht das viel mehr Spaß als alleine.)

Alles was ich wollte, war Wind, Meer, Sonne, Wolken, Sand und die Badezeit; mein Lieblingsrestaurant / Café auf Sylt. Direkt am Strand.
Dort pilgerte ich mindestens einmal täglich hin, und wenn es nur auf einen morgendlichen Earl Grey war. Im Rucksack meine Reiseratte und die Dotty fest im Herzen.





Die Badezeit; Terrasse. Karotten-Ingwersuppe (glaube ich), Glühwein.



Das Häuschen mit meiner FeWo:






Das Südwäldchen. Hier ging ich immer durch, um zum Strand zu kommen.







FeWo. Gnocchi mit Tomatensoße. Weil eine Packung zu groß für mich ist, gab es das noch ein zweites Mal.



Badezeit; Terrasse. Mit dem allerschönsten Ausblick der Welt. Für mich:


Badezeit (innen): Rigatoni mit Grillgemüse und Pinienkernen:


Ein kleiner Teich im Südwäldchen:







Die Badezeit von außen. Direkt im Zentrum von Westerland, direkt am Strand. Supernette Bedienung! Einer hat mich sogar vormittags in eine Decke eingewickelt. (Ich dachte schon, der legt ein Tuch über mich, weil ich nicht zur Schicki-Micki-Fraktion gehöre. War aber nicht, der ließ meinen Kopf frei. Gottseidank. So lieb, das Team dort.)











Der Campingplatz von Westerland. Am anderen Ende vom Campingplatz steht das Restaurant Osteria; aber die Osteria habe ich nicht aufgesucht. Die haben nichts Veganes. Schade. Das Restaurant ist trotzdem sehr hübsch und urig.


FeWo; eine 'schnelle Tasse, mexikanisch, von Tartex' mit Avocadodip und Paprika-Cashewcreme obenauf von Rinatura (Topkauf, Westerland). Großartig kochen und viel Gedöns machen wollte ich nicht, keinen Bock. Auch abends und morgens, da gab es bei mir nur Vollkornbrot, Margarine, Aufstrich/Marmelade. Und Kaffee mit Sojacuisine. Fertig ist die Laube.











Badezeit, Terrasse


Couscous mit gegrilltem Gemüse und Pilzen, mit Salat

















Da, Gnocchi mit Tomatensoße; Teil 2:

Mein Strandkorb vor der FeWo:















FeWo, Avocadobrot:


Das war's es für dieses Jahr mit Sylt; leider:




Bald, in wenigen Monaten, kommt wieder ein Hund. Haben wir beide, der Mann und ich, uns überlegt.
Ich werde schauen, ob ich wieder einen Seniorhund/-hündin finde. Vielleicht nicht mit ganz so katastrophalem Gesundheitszustand wie bei unserem armen Döttchen.
Mehr als ein paar Wochen möchte ich den nächsten Hund schon behalten dürfen; ein paar wenige Jahre wären schön; zusammen altern, in Urlaub fahren.
Dotty hätte ich noch unendlich viel zeigen können. Wir haben viel zu wenig Erinnerungen produzieren können, in der kurzen Zeit.

Ich habe gefühlt nicht oft genug ihren Bauch geküsst, ihre Pfötchen in meinen Händen gehalten und das Fell auf ihren Öhrchen geradegelegt. Sie hat nie in meinem Bett gelegen. Sie machte keine Anstalten. Ich hätte sie gelassen.
Einfach nur schade, dass uns Dreien nicht mehr Zeit miteinander vergönnt war. Es hat so sollen sein. Falsch gemacht haben wir nichts; es war einfach ihr Schicksal, unser Schicksal.

Wir sind gespannt auf unser neues Familienmitglied. Mal sehen, wofür mein Herz sich entscheidet. Vielleicht hilft Dotty von oben bei der Auswahl; man weiß es nicht. Ich weiß nur, dass wir nichts wissen. Gar nichts. 


Schöne (noch warme!) Tage, liebe LeserInnen