Sonntag, 26. August 2018

26.08.18 Dotty, Süßkartoffel-Kürbissuppe und Zucchiniröllchen mit Feige

Hi! Da bin ich schon wieder! Nur zwei Tage nach meinem letzten Posting. Ich wollte Euch verwirren.
Ein paar Dottybilder ablegen und ein bisschen Veganfutter zeigen.

Gestern waren wir mit dem Döttchen erstmalig am Rhein. So nach und nach zeigen wir ihr die Hotspots, die ein Hund gesehen haben sollte.

Wir meinten gehört zu haben, dass Dotty Wasser nicht sonderlich schätzt. Das können wir nicht bestätigen; der Rhein gefiel ihr. Sie war sogar scharf auf ein paar mal Stöckchen (ein kleines)  werfen bzw. holen.
Buddeln stand natürlich auch auf dem Programm.







Gestern gab es eine deftige Süßkartoffel-Bauernpfanne mit Pfifferlingen. Süßkartoffel, Möhre, Paprika, Zwiebeln und Tofu Natur habe ich im Ofen gegart; nur die Pfifferlinge habe ich separat in einer Pfanne gebraten.



Heute war sie mit dem Mann, der Schwiegertochter und zwei ihr fremden Hunden unterwegs; leider habe ich kein Foto.
Sie hat sich gut gemacht mit den beiden Hunden, wie man so hört. Ich bin stolz. Das ist meine Dotty.


Ich habe gekocht. Im Kühlschrank hatte ich noch ein Stück einer riesigen Zucchini, mit der eine unserer Nachbarinnen nichts anfangen konnte. Zu riesig; wie ein dicker Knüppel. Veganer sagen zu geschenktem Obst- und Gemüse nie nein; wir sind genau die Zielgruppe für das Zeugs. Wir finden sogar Knüppel gut - zum Essen, nicht zum Hauen. Ist klar.

Die Zucchini habe ich in hauchdünne Scheiben geschnitten, mit Knoblauch gebraten und mit Feigensenf (das war auch ein Geschenk, selbstgemacht) bestrichen. Dann ein Stück Feige reingelegt und gerollt. Salz, Chiliflocken, ein bisschen Balsamico drüber - super lecker. Lauwarm gegessen.

Zucchiniröllchen mit Feigen




Für mittags hatte ich eine Kürbis-Süßkartoffelsuppe im Angebot.

Es sollte eigentlich eine Süßkartoffelsuppe nach diesem Rezept werden; aber Ihr kennt mich - falls Ihr mich kennt - ich war verpeilt. Völlig. Und habe einen Kürbis geschlachtet. Für eine Süßkartoffelsuppe. Ja klar, gehört auch da rein *genervtguck*.
Was soll ich machen.
Erst, als ich überlegte, ob ich vielleicht in diese Suppe noch eine Süßkartoffel versenken sollte, damit die Suppe ein wenig gehaltvoller und sämiger wird, fiel mir was auf. Irgendetwas stimmte nicht, ganz und gar nicht. Reichlich spät.
Also habe ich die Suppe gemacht wie im Rezept steht plus 500 Gramm Hokaido (der übrigens auch ein Geschenk war; Freunde vom Mann haben ihm drei Stück aus ihrem Garten für mich mitgegeben. Ich liebe es, wenn mir Menschen etwas zu Essen schenken. Gute Menschen. Gutmenschen womöglich! Gottseidank gibt es noch welche.)

Die Suppe mutet vom Lesen komisch an, schmeckte aber. Das Schöne ist, für morgen ist noch genügend da.

Da ist Creme Vega drauf und schwarzer Sesam.






Für heute reicht es. Ihr wisst jetzt, Ihr habt es mit einer Verrückten zu tun. Im Grunde kann ich mich einem Hund gar nicht zumuten. Was wird Dotty von mir denken?


Freitag, 24. August 2018

24.08.18 Neues Leben mit Dotty

Liebe LeserInnen,

ich wollte doch mal Laut geben! Ich bin immer noch nicht dazu gekommen, die vielen Urlaubsbilder zu bearbeiten und hier einzustellen; denn kurz nach unserem letzten Urlaub (Bayerischer Wald) zog Dotty zu uns und machte unsere kleine Welt wieder rund, komplett, ganz.



Dotty lebte seit Mitte Mai im Bonner Tierheim. Sie wurde ausgesetzt und war halb verhungert, vernachlässigt, krank.
Wir haben sie am 31.07.18 nach Hause geholt. Von jetzt auf gleich mussten wir die Entscheidung fällen, ob wir Dotty wollen - na ja, von wollen kann keine Rede sein = wie kann man sie nicht wollen? - und ob wir uns das zutrauen. Andere Interessenten sind alle abgesprungen.

Es ist schon hart und anstrengend, kann ich nicht anders sagen. Aber ich gebe sie nicht wieder her. Mein Augapfel. Mein Schätzchen.

Sie ist ungefähr zehn Jahre alt; taub (wie 17% aller Dalmatiner) und sie sieht sehr schlecht. Sie hat einen Magentumor - ob gut- oder bösartig weiß man nicht. Keiner wagt zur Zeit, sie in Narkose zu legen (Biopsie klappte nicht). Sie würde womöglich auf dem OP-Tisch liegenbleiben, nicht mehr wach werden.
Sie hat neurologische Ausfallerscheinungen. Sie ist nierenkrank, hat hochgradig Zahnstein, einen empfindlichen Magen (sie bekommt Schonkost), die linke Außenzehe fehlt; sie neigt zu Ohrenentzündungen, Durchfällen, Rötungen/Entzündungen zwischen den Fußballen. Sie hinkt teilweise stark - Arthrose wohl. Viele kleine und große Baustellen.

Eine Heilung gibt es für sie in ihrem Alter nicht mehr; für sie wurde ein Palliativplatz gesucht. Dalmatiner haben nur eine Lebenserwartung von ca. 10 - 12 Jahren. Dotty ist quasi schon am Ende angekommen.

Dotty kann man nicht alleine lassen; die Betreuung läuft hier nach Schema 24/7 ab.
Ständig geht der Wecker vom Smartphone, dann ist irgendeine Tablette dran oder Fressen - dreimal am Tag. Dazwischen liegen die Gassigänge. Wir gehen mit Dotty ca. 2 Stunden bis 3 Stunden am Tag raus.
Sie hat enormen Bewegungsdrang (Dalmatiner sind Laufhunde), trotz ihrer Einschränkungen. Ich nenne sie mitunter Dotty the explorer; weil sie wahnsinnig gerne neue Strecken erkundet.

Wir haben sie bald einen Monat daheim. Dummerweise war das genau die Zeit der extremen Hitzewelle; das war nicht lustig.

Dotty ist überaus freundlich und hoch interessiert an allen Menschen, ob groß oder klein. Mit Hunden versteht sie sich zu 95%; nur wenn sie sich bedrängt fühlt oder überrascht wird - sie ist ja taub - dann blafft sie den vierbeinigen Kumpel auch mal an.

Was sie leider nicht mag, sind Katzen. Sie hat Jagdtrieb. Das ist tragisch für unseren Nachbarskater! Der muss leider draußen bleiben. Unsere Nachbarin meint, da wäre das letzte Wort noch nicht gesprochen. Sie ist zuversichtlich, dass sich die beiden noch annähern. Das fände ich wundervoll!

Sonst ist alles entspannt mit Dotty; sie ist ein arg liebes Tier. Und dankbar. Der dünne Floh! Und sehr, sehr anhänglich. Ich habe einen Schatten! (Sagt bitte nicht, das hättet Ihr schon immer gewusst! Ich bewerfe Euch mit Cookies!)

Wir setzen alles daran, dass sie sich wohlfühlt und wenigstens der Rest ihres Lebens schön und lebenswert verläuft.

Dotty wird übrigens nicht vegan ernährt; dafür ist ihre gesundheitliche Lage zu kompliziert und für die letzte Zeit, die sie noch hat, werde ich keine Wahnsinnsveränderungen  einführen, deren Auswirkungen niemand übersehen kann. Das ist mir zu gefährlich.






Das ist Dotty's kleines Lieblingsrudel - von ihrem eigenen mal abgesehen.
In den großen Rüden ist sie verliebt!












Hier ist sie noch im Tierheim:


Keine Ahnung, woher ich noch die Zeit nehme; aber essen ergo kochen muss ich ja auch noch! Mein Tag hat mittlerweile eindeutig zu wenig Stunden.

Heute gab es Gnocchi in Zucchinirahm, mit Kapern.

Ich fand ein Rezept für Zucchini mit Nudeln im Netz. Ich musste es veganisieren und Gnocchi fand ich besser als Nudeln.

Eine Zucchini wird kleingewürfelt und in etwas Olivenöl angebraten; dann kommt eine gewürfelte Zwiebel hinzu, eine gehackte Knoblauchzehe und eine fein geschnittene Chilischote. Alles ein paar Minuten dünsten.
In der Zeit die Gnocchi (hier: Penny) nach Anleitung kochen.
Die Rahmsoße besteht aus einem halben Becher Creme Vega von Dr. Oetker, mit einem EL Olivenöl, etwas Veggie-Grattugiato von Vantastic Foods (Parmesan für Veganer), einem EL Bierhefeflocken, Salz, etwas MyEy-Eygelb und einem Schluck Sojamilch.

Im Omni-Originalrezept war noch die Rede von frischen Kräutern, aber ich hatte gerade keine im Haus, leider. Petersilie würde sich gut darin machen.

Wenn die Gnocchis und das Gemüse gar sind; kommt alles zusammen in einen Topf mit der Rahmsoße. Abschmecken mit Salz und Pfeffer und gut umrühren! Obenauf werden Kapern abgelegt.



Selbst der Hund fand unser Essen begehrenswert. Wenn Dotty bettelt - meist interessiert sie sich nicht für unsere vegane Kost - dann legt sie unauffällig ihren Kopf auf meinen Schoß. Dann wird mein Bein warm und ich weiß: Aha! Da hat einer Hunger. Nützt ihr leider nichts; ich bleibe hart.




Gestern hatten wir Sauerkraut mit Kartoffelpüree; mit Hanfbars von Wheaty, Räuchertofu und (fertigen) gerösteten Zwiebeln.


Ferner habe ich gestern das erste Mal im Leben (glaube ich) einen Blechkuchen gemacht; einen Mirabellenkuchen.

Da ich nach wie vor kein Künstler im Backen bin, musste ich ein Hefeteigrezept suchen. Eine Facebookfreundin namens Silke (danke liebe Silke an dieser Stelle!) konnte da aushelfen und verlinkte mich zu den  Küchengöttern.
Dem verlinkten Rezept habe ich nur noch eine halbe Banane zugefügt, der besseren Bindung wegen.
Der Teig reichte für ein komplettes Blech. Gut 2kg Mirabellen habe ich entsteint und das Blech belegt. Dann kam etwas Zucker darauf.
Der Kuchen war für 60 Minuten (immer mal beobachten) bei 175 Ober-Unterhitze im Ofen. Mittlere Schiene.
Die Garzeit ist abhängig vom Ofen und vom Reifegrad der Früchte; ab Minute 30 habe ich immer mal gespinkst, wie er sich so macht.





Hier noch ein paar Bildchen von Gerichten der letzten Tage:

Die Reispfanne mit grünen Bohnen (Bohnen haben gerade Saison) und Pfifferlingen; mit Cashewrahm:




Das hier sind meine Tomatenschnitten; mit Mayo, Zwiebeln, Salz, Pfeffer, Basilikum und Blüten:


Und das hier ist der indische Kokos-Curry-Eintopf: Ganz liebe Menschen haben mich an dieses Rezept erinnert; das hatten wir lange nicht mehr. Dabei ist der Eintopf furchtbar lecker.


Die Gazpacho andaluz; gut bei Hitzewellen!


Das soll es erstmal gewesen sein, von unserem Rudel. 

Lasst es Euch gut gehen! Bleibt dran und mir gewogen; bis bald liebe Läuse!