Dienstag, 18. September 2018

18.09.18 Stille Tage auf Sylt

Weil ich wegen Dotty und dem ganzen Herzeleid einen Ortswechsel benötigte, habe ich mich nach Sylt verkrümelt.
Aber wie das so ist; man nimmt sich immer mit. Der Kummer war auch in Westerland. Aber wenn schon unglücklich, dann wenigstens am Meer. Dann ist es auch gut, wenn man alleine ist und sich dem hingeben kann.

Ganz spontan habe ich eine klitzekleine FeWo in Westerland gebucht; sehr günstig aber etwas ab vom Schuss. Das war kein Fehler; das viele Gehen jeden Tag tat mir gut, hat die Gedanken sortiert.

Westerland habe ich nicht verlassen. Ich kenne die ganze Insel; mir war nicht danach, alle Hotspots abzugrasen. (Mit meiner Freundin A. aus B., die ich wahnsinnig vermisste und mit der ich im Juni hier war, macht das viel mehr Spaß als alleine.)

Alles was ich wollte, war Wind, Meer, Sonne, Wolken, Sand und die Badezeit; mein Lieblingsrestaurant / Café auf Sylt. Direkt am Strand.
Dort pilgerte ich mindestens einmal täglich hin, und wenn es nur auf einen morgendlichen Earl Grey war. Im Rucksack meine Reiseratte und die Dotty fest im Herzen.





Die Badezeit; Terrasse. Karotten-Ingwersuppe (glaube ich), Glühwein.



Das Häuschen mit meiner FeWo:






Das Südwäldchen. Hier ging ich immer durch, um zum Strand zu kommen.







FeWo. Gnocchi mit Tomatensoße. Weil eine Packung zu groß für mich ist, gab es das noch ein zweites Mal.



Badezeit; Terrasse. Mit dem allerschönsten Ausblick der Welt. Für mich:


Badezeit (innen): Rigatoni mit Grillgemüse und Pinienkernen:


Ein kleiner Teich im Südwäldchen:







Die Badezeit von außen. Direkt im Zentrum von Westerland, direkt am Strand. Supernette Bedienung! Einer hat mich sogar vormittags in eine Decke eingewickelt. (Ich dachte schon, der legt ein Tuch über mich, weil ich nicht zur Schicki-Micki-Fraktion gehöre. War aber nicht, der ließ meinen Kopf frei. Gottseidank. So lieb, das Team dort.)











Der Campingplatz von Westerland. Am anderen Ende vom Campingplatz steht das Restaurant Osteria; aber die Osteria habe ich nicht aufgesucht. Die haben nichts Veganes. Schade. Das Restaurant ist trotzdem sehr hübsch und urig.


FeWo; eine 'schnelle Tasse, mexikanisch, von Tartex' mit Avocadodip und Paprika-Cashewcreme obenauf von Rinatura (Topkauf, Westerland). Großartig kochen und viel Gedöns machen wollte ich nicht, keinen Bock. Auch abends und morgens, da gab es bei mir nur Vollkornbrot, Margarine, Aufstrich/Marmelade. Und Kaffee mit Sojacuisine. Fertig ist die Laube.











Badezeit, Terrasse


Couscous mit gegrilltem Gemüse und Pilzen, mit Salat

















Da, Gnocchi mit Tomatensoße; Teil 2:

Mein Strandkorb vor der FeWo:















FeWo, Avocadobrot:


Das war's es für dieses Jahr mit Sylt; leider:




Bald, in wenigen Monaten, kommt wieder ein Hund. Haben wir beide, der Mann und ich, uns überlegt.
Ich werde schauen, ob ich wieder einen Seniorhund/-hündin finde. Vielleicht nicht mit ganz so katastrophalem Gesundheitszustand wie bei unserem armen Döttchen.
Mehr als ein paar Wochen möchte ich den nächsten Hund schon behalten dürfen; ein paar wenige Jahre wären schön; zusammen altern, in Urlaub fahren.
Dotty hätte ich noch unendlich viel zeigen können. Wir haben viel zu wenig Erinnerungen produzieren können, in der kurzen Zeit.

Ich habe gefühlt nicht oft genug ihren Bauch geküsst, ihre Pfötchen in meinen Händen gehalten und das Fell auf ihren Öhrchen geradegelegt. Sie hat nie in meinem Bett gelegen. Sie machte keine Anstalten. Ich hätte sie gelassen.
Einfach nur schade, dass uns Dreien nicht mehr Zeit miteinander vergönnt war. Es hat so sollen sein. Falsch gemacht haben wir nichts; es war einfach ihr Schicksal, unser Schicksal.

Wir sind gespannt auf unser neues Familienmitglied. Mal sehen, wofür mein Herz sich entscheidet. Vielleicht hilft Dotty von oben bei der Auswahl; man weiß es nicht. Ich weiß nur, dass wir nichts wissen. Gar nichts. 


Schöne (noch warme!) Tage, liebe LeserInnen