Mittwoch, 21. Juli 2021

21.07.2021 Graupenrisotto, Möhrengemüse, Sushi und ein Vogel

Hi liebe vegane Kumpels, 

was für schlimme Zeiten. Was für eine Katastrophe mit dem Hochwasser. Unzählige schwere Schicksale. So viele Tote. Schäden in Milliardenhöhe. So viel Elend. Das überstrahlte auch unsere Woche. Wir sind nicht selbst betroffen aber Freunde und Verwandte, denen wir helfen und deren Unglück uns sehr belastet. Ich kann nicht fassen, dass Orte, die uns lieb und teuer waren, aussehen wie in Nachkriegsdeutschland. Ich hätte das in dieser Form nicht für möglich gehalten. Von jetzt auf gleich stehst du vor dem Nichts. Was machst du, wo gehst du hin? Wo sind deine Liebsten? Horror.

Dernau an der Ahr zum Beispiel. Dort fing übrigens die Liebesgeschichte zum Mann an. Nach einer Betriebsweihnachtsfeier. 1997. Zu diesem Ort haben wir nicht nur deswegen eine emotionale Beziehung. Auch meine Eltern hatten diesen süßen Weinort geliebt. Dieser Ort wurde komplett überflutet. Meine Cousine wohnt dort. Im Erdgeschoss stand das Wasser. Sie, ihr Mann  und ihre Tiere konnten noch ihr Leben retten. Aber wohnen werden sie dort auf lange Zeit nicht mehr können. Die ganze Infrastruktur und Versorgung ist zerstört. Auf Monate, mindestens. 

Alles ein unfassbares Elend. 

Wir selbst sind einmal mehr dankbar, dass es uns selbst so gut geht. Dass wir unser Leben haben und mehr. Das ist so viel wert. Das verpflichtet aber auch. Je mehr sich die Menschen auf ihre Menschlichkeit besinnen und helfen, desto eher sehen die Flutopfer wieder Land und Hoffnung.  

Auch sonst war die Woche nicht berauschend, wir haben noch andere traurige Nachrichten erhalten. Ein Lichtblick war der Geburtstag vom Mann und der Besuch seiner Bonner Enkel mit ihren Eltern. 

Und ein neues Gericht habe ich kreiert, das Graupenrisotto mit Pilzen. Als wir im Juni 2019 in Kopenhagen anlässlich des Rammsteinkonzertes waren, habe ich das erste Mal überhaupt ein solches Graupenrisotto gegessen. Das war so toll, so etwas in der Art wollte ich seitdem nachbauen. 

Nun ist es passiert. 

Graupenrisotto mit Pilzen
Für Zwei (reichlich)


175 g Graupen grob
300 g Pilze (hier Champignons, Shiitake und Kräuterseitlinge (letztere waren nicht frisch sondern getrocknet. Vor dem Verwenden wurden sie eingeweicht, die Einweichbrühe fand Einkehr ins Risotto)

350 ml Gemüsebrühe
ca. 100 ml Weißwein
ca. 50 ml Sojacuisine
Olivenöl
zwei Zwiebeln 
zwei Knoblauchzehen 
Salz, Pfeffer
Petersilie

Die Pilze putzen und große ggf. durchschneiden. Die Zwiebeln und den Knoblauch schälen und grob würfeln und in einer beschichteten Pfanne oder einem Topf in Olivenöl anbraten. Dann die Graupen hinzufügen und etwas anschwitzen lassen, dann werde sie ähnlich glasig wie Reis. 
Nun die Pilze hinzufügen, die Brühe und ein Schuss Wein. 
Alles gut verrühren, Deckel auflegen und ca. 40 - 45 Minuten bei kleiner Stufe simmern lassen. Also köcheln bei kleinster Hitze. 
Immer mal wieder schauen, ob noch genug Flüssigkeit vorhanden ist. Ansonsten noch etwas Brühe oder Weißwein hinzufügen. 
Nach Ablauf der Kochzeit Garprobe machen. Meine Graupen waren weich aber im Kern al dente. 

Wenn die Graupen gar sind, das Graupenrisotto würzen, einen guten Schuss Sojacuisine (oder Hafercuisine) hinzufügen. Ggf. auch noch etwas Weißwein. Alles gut verrühren und das leckere, cremige Gericht mit Petersilie bestreuen.





Sonst gab es die letzten Tage noch mal (oder besser immer noch) Ratatouille, das ergibt ja immer eine große Menge.
Das hinterlegte Rezept ergibt mindestens vier Portionen. Große Portionen. 


Möhrengemüse mit Kartoffelpüree:

Der Geburtstag des Mannes. Ich habe mit ein wenig Deko gearbeitet. 
Große Feiern stehen bei uns immer noch nicht an. Und in diesen Zeiten und Katastrophentagen schon mal gar nicht. 


Weil auch Urlaub, Sonne und Strand leider nicht anstehen, wollte ich den Mann mit etwas Urlaubsflair erfreuen. 


Der Mann hat dafür eine Runde Sushi geworfen! Es war mir ein Fest. Das Sushi von dem Stand Happy Sushi bei unserem Edeka ist so grandios. Frisch, abwechslungsreich und sehr lecker. Und was die für eine vegane Auswahl haben, unfassbar. 




Ich habe für ihn ein paar Muffins gebacken. Diese Apfel-Zimt-Muffins. Aus dem Buch 'vegan lecker lecker'. Die mögen wir am liebsten. Ich pimpe sie immer noch mit karamellisierten Haferflocken. 


Manns Enkel haben ihn besucht. Nach Jahren! 


Für die beiden Jungs kam endlich auch wieder unsere Schaukel zur Anwendung. Die hatte ich schon fast vergessen. 


Der Milo. Der bekommt das Rundum-Wellnesspaket von uns. 
Kaum versorgen wir den, schon bringt er Geschenke. Von der Sorte, wie Veganer sie nicht gerne sehen. So gar nicht!  Ihr versteht. Und nicht nur das, er ist quasi von heute auf morgen sehr anhänglich und sucht Körperkontakt. Normalerweise sagt er sowas wie "Fass' mich nicht an, wenn du leben willst!"


Bohneneintopf mit Hanfbars Chorizo von Wheaty:  Abweichend von diesem Bild und dem verlinkten Rezept macht sich in diesem Eintopf auch eine Dose gehackte Tomaten sehr gut. 


Tja, eine Vogelrettung hatten wir vorgestern auch noch. Dieses junge Tiere übte wohl gerade Fliegen und landete unsanft bei unserer Nachbarin. Ihr Kater Che, eigentlich nicht mehr in Lage, irgendetwas zu fangen, kümmerte sich sofort um den Vogel und nahm ihn vorsorglich ins Maul. Das Gute: der alte Kater hat kaum noch Zähne. Meine Nachbarin rettete das arme Vögelchen aus Ches Maul und packte ihn in eine kleine Kiste. 
Sie rief die Tierrettung und diese riet, den äußerlich unverletzten Vogel auf eine Hecke oder Rasen zu setzen und zu gucken, ob er wegfliegen kann. Falls nicht, wären die gekommen und hätten ihn abgeholt. Da unsere Nachbarin zur Arbeit musste, haben wir das übernommen. 

Glücklicherweise war der arme Kerl nach einer längeren Erholungsphase in der Kiste in der Lage, zu fliegen. Er flog in den nächsten Baum und bekam sofort Besuch von einem anderen Vogel. Bestimmt ein Elternteil. 
Das lief also glimpflich ab. 


Hier noch mal der anhängliche Milo: 


Che (der Höllenfürst und Vogelkümmerer - merke, das Gegenteil von gut ist gut gemeint) bannt den großen Milo allein mit seinem bösen Blick. Das funktioniert. Immer.


Äh, Bierchen jemand, auf den Schreck? 


Das war es von hier. 

Ich hoffe sehr, dass es Euch allen gut geht und Ihr in Sicherheit seid. Hoffen wir auf bessere Zeiten. 



Donnerstag, 15. Juli 2021

15.07.2021 Ratatouille, Salat, Magnum vegan, Pasta und der Milo

Liebe Blaubehimmelt-Interessierte, liebe Sonnensucher, gute vegane Gemeinde! 

Alle Himmelsschleusen haben sich geöffnet. 

Aber kommen wir zu erfreulicheren Dingen. Essen zum Beispiel. 

Gestern: die Ratatouille. Die Krönung der heimatlichen Braukunst. Immer wieder lecker.




Gebratene Maccheroni mit MyEy-Eygelb:
 

Maccheroni mit Veggie-Bolognese von Edeka. Die ziemlich arg klasse ist. 


Milo:


Immer noch Milo:


Ein Avocadobrot mit Oliven:



Eisbergsalat mit Möhren, Sellerie, Tomaten, Tofu, Kapstachelbeeren, Salatgurke, Radieschen, Frühlingszwiebel, Kürbiskernen, Sonnenblumenkernen, Mungbohnensprossen, vielen Kräuter und Essig/Öl:



Schon wieder der Milo:


Gebratener Kohlrabi mit Mungbohnensprossen, Tofu, Zwiebeln und Reis



Als wir bei Edeka einkauften, guckte ich aus lauter Langeweile an der Kasse im Quengelbereich in die Eistruhe und siehe da, ich fand ein Magnum in vegan vor. Es erhob sich eine große Freunde, ich liebte früher Magnum. Und zwar das mit Karamellkern. Nun, das vegane Magnum hat leider keinen solchen Kern (dabei wäre der vom Grundsatz her vegan) aber es war trotzdem total lecker. 

Magnum Vegan Almond


Der Mann isst sein Eis immer im Schnellverfahren. Der leckt nicht, der beißt da rein! Immer, immer, immer. Das ist überhaupt nicht erlaubt. Gegen die natürliche Ordnung! 
Ich weiß auch nicht, was ich mit dem noch machen soll. 


Das waren die Meldungen von hier. Zwei Wochen Starkregen am Stück. Gottseidank liegen wir leicht erhöht, eine Überflutung ist bei uns ziemlich unwahrscheinlich. 

Schönen Tag Euch, bleibt auf dem Trockenen! Bleibt gesund, dran und mir gewogen. 

Samstag, 10. Juli 2021

10.07.2021 Griechischer Bauernsalat, Chunks, Antipasti und - oh Wunder, Katzen

Hi Folks! Gute vegane Gemeinde! 

So richtig Sommer ist nicht, was! Aufgrund der ständigen und kräftigen Regenfälle werde ich nicht müde, dem Mann einmal mehr ein Schild mit der Aufschrift 'Arche!' hinzuhalten. Ich finde, wir müssen das jetzt machen. 

Bis sie fertig ist (soll er machen), essen wir den Griechischen Bauernsalat. Wohl der beste Salat im Sommer. So man einen hat. Also ich meine einen Sommer. Salat braucht man auch. An Griechen ist ja eher schlecht heranzukommen. Es sei denn, man weilt in Griechenland. Das tun wir leider nicht. Dabei würde ich aktuell nichts lieber tun, als auf einer griechischen Insel von einem Bötchen aus ins Wasser zu springen.

Dann würde ich mich im Wasser lümmeln und schnorcheln, dann zurück ins Boot klettern ("Reiche Er mir ein Handtuch!") um dann später an Land in einer netten Taverne etwas Leckeres zu schnabulieren. Weinchen dazu. Katzen würden um unsere Beine streichen. Die Kräuter riechen, die Grillen zirpen, die Wellen plätschern, der Himmel bläut, die wunderbaren griechischen Bewohner würden lächeln, erzählen und uns einmal mehr das Gefühl geben, dass wir sehr willkommen sind. Und dann, ja dann wäre ich vollumfänglich happy. 

Vielleicht tue ich das doch noch. Kurzfristig was buchen. Ich liebe zwar Spanien, aber ich bin auch völlig bekloppt nach Griechenland. 

Aber erstmal mit griechischem Bauernsalat träumen. In dem Bauernsalat ist der vegane Feta (Genuss-Hirte) von Penny drin, den finden wir fantastisch. Wer es natürlicher/gesünder mag, fährt mit selbstgemachtem Feta auch sehr gut. 




Die Besitzerin von Cosi ist wieder aus dem Urlaub heimgekehrt. Unser Kümmeramt ist vorbei. Ich habe vorher noch schnell eine kleine Collage mit einem Best of Cosi gebastelt. 


Die letzten Tage waren nicht gut bei mir, ich hatte nach längerer Zeit mal wieder Migräne am Stück. Für sechs Tage. Ich war not amused. Und hatte wenig Lust zu kochen. Schade, der Juni war echt der Knaller gewesen, gesundheitlich. Das hätte gerne so weitergehen können. 

Tofu mit Mais-Reis, Champignons und Mungbohnensprossen:



Antipasti: Aubergine, Zucchini, Zwiebeln, Knoblauch und Tomaten:




Klare, leichte Gemüsesuppe mit Möhren, Zwiebeln, Knoblauch, Tofu, Mungbohnensprossen, Sojasoße, Sellerie und Rettichkeimen: 


Draußen essen im Café/Restaurant Von & Zu in Bonn. Wieder wie früher. Wie toll! 
Der Mann hatte etwas, was Küfte (oder so ähnlich) hieß. Es ist nicht auf oben verlinkter Karte. Warum auch immer: Edit: Der Mann sagt, das war 'Kufteh' in veganer Version. Er hatte extra danach gefragt. Wissen wir das auch schon.)


Meine vegane Spinat-Knoblauch-Pizza


Meine Griechische Weiße Bohnensuppe: 


Milo: 


Eine Pfanne mit Bratkartoffeln und Veggie-Hackfleisch (hier Penny). Zwiebeln, Knoblauch und Champignons waren auch noch drin:




Der Mann erhält eine Bauchmassage:


Nach getaner Arbeit dreht sich Che um und sieht fern. Bis die Augen schwer werden, dann schläft er ein. 


Döner-Chunks (Aldi-Süd). Hier mit Curry-Zwiebel-Reis und gebratenem Kohlrabi:



Veggie-Fischstäbchen mit gepimpter Remoulade (zzgl. Sojajoghurt, Essig, Dill, saurer Gurke und Salatgurke) und Salzkartoffeln. 


Che schläft draußen. 


Mehr habe ich nicht zu zeigen. Es ist nicht viel passiert hier. 

Bleibt gesund (immer noch), trocken und glücklich! Bleibt dran, mir gewogen und schickt Bretter für die Arche. Firma dankt!