Dienstag, 22. Januar 2019

22.01.2019 Bubi konnte nicht bleiben

Leider habe ich keine guten Neuigkeiten,

wir haben schwere Tage hinter uns; Bubi hat bei uns von Tag zu Tag (und nachts) immer mehr stark gebellt, ohne für uns erkennbaren Anlass.
Wir haben gestern mit dem Tierheim Kontakt aufgenommen und uns schweren Herzens entschlossen, sie heute Vormittag zurückzubringen.

Im Tierheim war Bubi immer ruhig, aber die Vorbesitzer, bei denen Bubi in Deutschland (sie kommt ursprünglich aus Bulgarien) war, gaben an, dass Bubi sehr stark bellt und die Nachbarn sich vermehrt beschwerten.
Im Tierheim war Bubi jedoch sehr ruhig. Die MitarbeiterInnen des Tierheimes können auch nur bestätigen, was sie selbst erfahren haben.

Und so kamen wir an Bubi, obwohl wir ausdrücklich einen ruhigen Hund suchten. Das war mit das wichtigste Kriterium. Ein älterer, ruhiger und lieber (= keiner mit Beißvorfällen, wegen der Enkelkinder) sollte es sein. Und er sollte nicht allzu schwer sein, damit ich ihn im Notfall noch hochheben kann.
Das sind ein paar Anforderungen, klar. Aber im Gegenzug machen uns körperliche Gebrechen, Krankheiten, damit verbundene Folgekosten und ein hohes Alter nichts aus.

Unsere Wohnverhältnisse (Mehrfamilienhaus) lassen einen häufig und langanhaltend bellenden Hund nicht zu. Auch unsere Vermieterin nicht und ich selbst komme mit (sehr viel) Hundegebell nicht klar aufgrund meiner Geräuschempfindlichkeit.
Deswegen suchten wir bewusst einen älteren, ruhigen Hund.

Das ist nun alles sehr unglücklich gelaufen. Im Grunde hat keiner was falsch gemacht, das Tierheim kann nur gesicherte Angaben darüber machen, was sie selbst erlebt haben. Ich kann nur vorher sagen, was zu uns und unserem Leben passt, womit wir klarkommen und womit nicht; was ich in aller Ausführlichkeit dargelegt hatte. Am Telefon, per Mail, persönlich.

Und Bubi hat natürlich auch nichts falsch gemacht; sie ist wie sie ist und niemand weiß, was sie in Bulgarien mitgemacht hat, was in ihr arbeitet. Sie ist kein schlechter Hund, wahrlich nicht. Es gibt keine schlechten. Aber es gibt welche, die zu uns passen und welche, wo es leider bei uns nicht passt.
Ich wünschte nur, wir alle hätten das vorzeitig sehen können.

Wir sind hier völlig am Boden und fragen uns, ob wir das hätten frühzeitig erkennen können.
Auf jeden Fall war es laut Tierheim gut, dass wir uns frühzeitig gemeldet haben. Das wäre besser als irgendwas zu versuchen was nicht hin haut um dann nach Wochen oder Monaten doch den Hund, der sich dann eingelebt hat, wieder abzugeben.

Laut Tierheim hätten wir dort weiter nach einem anderen Kandidaten schauen können; aber das traue ich mir nach dieser Sache, die mir sehr nahe geht, nicht zu.
Ich kann und will nicht gleich umschalten, ich muss das in Ruhe verarbeiten.

Dass das mit Bubi nicht geklappt hat, damit komme ich nicht klar. Wir waren so froh, dass nun endlich wieder ein Hund mit uns lebt und freuten uns auf die gemeinsame Zeit mit Bubi.

Bubi geht es übrigens aktuell gut, sie hat im Tierheim sofort ihren Weg zu ihrem Deckchen dort eingenommen, sich eingekringelt und abgelegt. Als wäre nichts gewesen.
Das Tierheim und wir selbst glauben, dass Bubi in einem vielleicht eher ländlichen Zuhause besser aufgehoben wäre, am besten mit einem anderen Hund; an dem sie sich orientiert. Wie sie das gerade im Tierheim macht.

Ich wünsche ihr so sehr, dass sie ein passendes Heim findet.



Samstag, 19. Januar 2019

19.01.2019 Bubi ist eingezogen!

Unsere Bubi ist da! Gestern gegen 17:00 Uhr ist sie bei uns eingezogen.
Sie war extrem nervös, sie hat bis spätabends nicht ihren Kopf ablegen geschweige denn schlafen können. Sie schwankte leicht wie ein müdes Kleinkind. Ich sah ihr an, dass sie todmüde sein muss. Aber sie traute sich nicht.
Erst am späten Abend übermannte sie die Müdigkeit. Hilfreich waren da meine Einschlaflieder und Hunde-Entspannungsmusik von Youtube.



Ich habe auf der Couch geschlafen, direkt neben ihr. Sie hat die ganze Nacht durchgeschlafen, wie ein Engelchen.

Auch heute schläft sie viel. Und legt ständig ihren Kopf ab. Ich bin so sehr beruhigt. Wir sind auf einem guten Weg.
Aber gestresst und ängstlich ist sie natürlich immer noch; sie macht viele Beschwichtigungsgesten wie gähnen, über den Fang lecken, Kopf/Blick abwenden und so.
Wir bemühen uns sehr, sie nicht zu bedrängen. Wir lassen sie ganz in Ruhe, schauen sie nicht ständig an.

Sie braucht nun viel Ruhe.







Ein bisschen Menschenfutter:

Kürbissuppe. Der letzte Rest der Kürbisse von Freunden ist nun verarbeitet. Ich finde, jetzt könnte der Frühling kommen. Ich wäre dann so weit!


Gnocchi mit Pesto (von Alnatura), Tomaten und schwarzen Oliven:



Während Bubi vorhin länger schlief, konnte ich vorkochen. Den Djvuvecreis. Heute gibt es bei Blaubehimmelt Djuvecreis mit Seitangyros.









Dienstag, 15. Januar 2019

15.01.2019 Voilà! Freitag kommt unser Hund!

Familie Blaubehimmelt präsentiert endlich das dritte Familienmitglied.

Mit Bubi sind wir wieder ein frohes Dreigestirn!


Bubi wird im Sommer zwölf Jahre alt. Sie ist ca. 35 cm hoch und wiegt um die 15 kg.

Sie kommt aus Bulgarien; sie wurde dort verletzt am Straßenrand aufgefunden. Ihr linkes Hinterbeinchen war gebrochen. Da die Wundversorgung / Operation wohl nicht optimal lief, ist ihr Beinchen ein wenig steif und schief; es gab Nervenschädigungen. Bubi hinkt. Sie setzt ihre Pfote zwar auf, aber nicht optimal.
Schmerzen hat sie wohl nicht mehr.

Nach dem Einleben werden wir mit Bubi zur Physiotherapie und Osteopathie gehen und schauen, was man tun kann, um ihr das Gehen zu erleichtern. Das Bein und die Gangart wird sich bestimmt noch deutlich verbessern.

Bubi ist sehr ruhig, zurückhaltend, scheu.


Heute gingen wir mit ihr spazieren. Für das erste Mal hat sie sich super gemacht!
Eine gute halbe Stunde hat sie geschafft.
Danach habe ich sie bestimmt eine Stunde auf ihrem Deckchen gestreichelt, sie wurde zusehends ruhiger und sah sehr entspannt aus.
Mehr, als ich erwartet hatte!

Bubi gefällt uns so gut. Einige Hunde haben wir uns angeguckt, aber die Wahl fiel letztendlich auf sie. Sie passt einfach gut zu uns, zu 100 %. Ihre süßen Augen - können diese Augen lügen?



Freitag zieht sie ein! Ich bin ganz aus dem Häuschen.

Ein paar wenige Dinge sind noch zu besorgen, dann kann es los gehen! Endlich wieder ein Hund im Haus. Wie schön, Bubi komplettiert uns.

Ein paar Essensbilder habe ich auch noch für Euch!

Café Von und Zu in Bonn. Wie fast immer wählte ich die Spinat-Knoblauchpizza, der Mann hatte ein Curry mit Reis.




Veggieeier mit Kartoffelpüree in Senfsoße:


Heute: Kürbisreis, mit Tempeh.


Wir sind vorhin erst vom Tierheim zurückgekommen; ich bin noch völlig durch den Wind! Die Gedanken überschlagen sich.
Für die nächsten Wochen wird es im Hause Blaubehimmelt ruhig zugehen, ohne viele Termine, ohne Besuch. Mit nur sehr kleinen Hunderunden, damit sie sich gut einleben kann.
Sie braucht Routine, Verlässlichkeit, Präsenz, Ruhe und Geborgenheit.

Heute Nacht werde ich selig mit dem Namen 'Bubi' einschlafen.





Freitag, 11. Januar 2019

11.01.2019 In Wartestellung

Die Hundesuche geht weiter.

Seit einiger Zeit suche ich verstärkt nach ihm. Wir haben uns schon ein paar angesehen, Auge in Auge, meine ich. Hand auf Fell und so. Auf unzähligen Homepages sowieso. So manch einer gefiel uns sehr gut, aber oft scheiterte es an der Größe.

Nach unseren beiden größeren und schwereren Hunden bin ich der Meinung, dass der neue Vierbeiner kleiner und leichter sein sollte, damit ich ihn im Notfall alleine hochheben kann.
Unser Hund wird definitiv wieder ein altes Tier sein, vermutlich mit körperlichen Beeinträchtigungen. Da wird das noch wichtiger.

Morgen kommen wir unserem neuen Familienmitglied womöglich ein gutes Stück näher.

So bald klar ist, dass wir fündig geworden sind und einer Vermittlung nichts im Wege steht, stelle ich Euch Bilder unseres Schatzes ein und lasse Euch gerne teilhaben.
Das wird noch ein paar Tage dauern; da sowohl der Tierschutzhof als auch wir wollen, dass der Hund uns ein wenig kennenlernt.
Wenn dann in absehbarer Zeit die Tinte unter dem Übernahmevertrag trocken ist und die Rudelbildung glücklich vollzogen wurde, gebe ich Laut! Oder der Hund. Oder wir alle!

Bis dahin kann ich Euch die Zeit höchstens mit Bildern unseres Menschenfutters verkürzen. Ist aber auch schön. Schön bunt!

Das waren Papas Arrugadas mit Mojo Rojo und Olivenpaste Pásta eliás. Die Mojo hatten wir vom letzten Teneriffaurlaub mitgebracht. Sie schmeckt bei weitem nicht so toll wie selbstgemachte, klar, aber es war trotzdem lecker. Die Olivenpaste war selbstgemacht, nach einem Rezept von der Seite Chefkoch (s. o. Verlinkung unter dem Namen Pásta eliás.)



Quinoa an Lauchgemüse und Seitan:


An einem Abend besuchte uns meine Freundin, wir hatten ein kleines Abendbrot.


Sie brachte Kiwis (Anbau von ihrem Vater, hier in Deutschland!), bayerischen Kartoffelsalat und eine Rosenkohlsuppe mit. Letzteres habe ich gleich umgefüllt in unsere Dosen. Sehr lecker!



Foto unten:
Das ist eine gefüllte Paprika, mit Sojahack, Zwiebeln, Pilzen. Und der Mac Cheese-Soße.

Früher hatte ich das Rezept dieser Soße immer für Euch verlinkt; zu einem anderen Blog. Leider gibt es den nicht mehr. Ich bin untröstlich. Ich bin bald nach hinten geschlagen, als ich das sah. Schade!

Aber da ich das Rezept ohnehin notiert hatte, ist es gerettet. Und ich schreibe es Euch jetzt auf, in meinen Worten.

Rezept Mac Cheese-Soße: 

In meiner Version koche ich eine normal große Möhre mit 150 g Kartoffeln und einer Zwiebel (alles kleingeschnitten) in 240 g Wasser in ca. 15 Min. weich. In meinen Hochleistungsmixer packe ich derweil 50 g Cashewkerne, 1 Knoblauchzehe, 1 gehäuften TL Senf, 1,5 TL Salz, einen Spritzer Zitronensaft, 1/4 TL Cayennepfeffer, 75 g Margarine (z.B. Sojola), 3 EL Bierhefeflocken. 
Wenn das Gemüse gar ist, kippe ich den Topfinhalt zu den anderen Zutaten im Mixer und püriere alles ganz fein, bis keinerlei Rückstände mehr vorhanden sind. Cremig. Dann noch mal abschmecken, fertig. 
Durch die Cashewkerne bekommt diese Soße die richtige Bindung. :-) 

Das Gute an der Mac Cheese-Soße ist (abgesehen davon, dass sie wahnsinnig gut schmeckt), dass die Menge immer für zwei bis drei verschiedene Gerichte reicht. Und zu allem Möglichen passt. Ich liebe sie. Wenn ich die einen Monat nicht gemacht habe, werde ich unruhig




Dinkel-Fusilli mit Mac Cheese-Soße und gerösteten Zwiebeln. Zum Sterben lecker. Nach dem Foto ist natürlich noch viel mehr dieser göttlichen Soße auf die Nudeln gewandert, klar! (Ich sage auch noch: Askese ist total überbewertet. Das Leben ist kurz und schön. Denkt an meine Worte!)


Ein Spinatreis-Türmchen mit gebratenen Auberginen und Champignons:


Das war - glaube ich - vom gleichen Tag, abends kam doch noch mal ein kleiner Hunger um die Ecke. Da Milchreis mit dem kleinen Männchen drin aus völlig nachvollziehbaren Gründen so gar nicht geht, wurden Hokkaidowedges draus; mit einem Chilidip (Basis: Creme Vega) und einem Grüne-Tomaten-Chutney, welches uns eine unserer Freundinnen geschenkt hat.


Gestern waren wir zu einem 'Vor-Geburtstagskaffee' einer weiteren Freundin eingeladen.
Sie bestand darauf, uns einen veganen Kuchen zu backen. Das hätte sie nicht gemusst/gesollt; wir hätten gerne etwas  mitgebracht. Aber sie beharrte und ließ sich nicht davon abbringen.

Unsere Freundin wird genau heute 80 Jahre alt! Ihre Schwester - unwesentlich jünger - hatte sie beraten, was sie da wohl am besten macht. So toll!

Dieser Kuchen war eine Backmischung der Firma Bauckhof (Bioladen) und heißt Dinkel-Zitronen-Kuchen. Er wurde mit Sojadrink angerührt, wie unsere Freundin sagte.

Ist das nicht einfach nur lieb? Wir haben ohnehin Glück mit unseren Freunden, da gibt es keine, die uns nicht irgendwas Veganes anbieten. Aber dass auch unsere Freundin im sehr gesetzten Alter sich noch die Mühe macht, sich damit auseinander zu setzen, rührt uns ganz besonders.

(Für das Protokoll, Notiz an Gott: Lieber Gott, wenn ich dieses Alter erreicht habe - lasse mich so nett und offen auf die Welt blicken. Das wäre cool.)


Wir hatten unsere vegane Sprühsahne im Anschlag und Sojamilch hatten wir auch mit. Ich wollte die Sahne hübsch für's Foto versprühen, aber die schoss über den Teller hinaus. Da kann ich dann auch nichts mehr machen.

Der Kuchen war übrigens sehr locker und fluffig und schmeckte saftig und gut. Wie ein guter Zitronenkuchen eben schmecken muss. Mit Sahne wird er noch getoppt.


Gestern Abend habe ich dem Mann und mir zwei Schälchen mit Nachos und Guacamole und dem letzten Rest der Mac Cheese-Soße zubereitet. Diese hatte ich noch mal nachgewürzt mit frischem Knoblauch, Bierhefeflocken, Chili und etwas Salz. Ein Dip kann mehr Würze vertragen als eine Soße.
Das ist nun unser Binge-Watching-Set. Denn es war dunkel und draußen kalt, wir sprangen in unsere Fernsehanzüge und machten es uns auf der Couch bequem. Serie gucken. Wie im Kino. Wir sind König. Für einen Tag.


Falls Ihr denkt, wir leben nur ungesund: oh nein! Werfen wir einen Blick auf Manns heutigen Frischkornbrei. Als ich die Küche verließ, häufte er noch Apfel in seine Schüssel.
Müsst Ihr Euch dazu denken. Mein Ding ist es nicht so ganz. Oder doch; aber bitte ohne Frischkornbrei. Wo wir dann beim Obstsalat wären. Da ginge ich mit!


Mir habe ich heute Pellkartoffeln mit Fake-Heringsstipp zubereitet. Außer Dill hatte ich keine Kräuter, war aber auch so super. Da ich alleine (man hat mich ausgesetzt) war, habe ich noch genug für morgen über. Dann schmeckt die Chose noch viel besser, weil lange durchgezogen.



Macht es gut, liebe LeserInnen, wir hören uns die Tage! Lesen uns.
Bleibt sauber, vegan und mir gewogen!
Schönes Wochenende! 


Mittwoch, 2. Januar 2019

02.01.2019 Vegane Flusskreuzfahrt von Basel nach Brüssel

Frohes neues Jahr, liebe Leserinnen und Leser!

Fortuna war uns hold, wir haben an der 'Veganen Silvester-Flusskreuzfahrt von Basel nach Brüssel' mit Vegan Travel teilgenommen, vom 27. Dezember 2018 bis 2. Januar 2019.

Wir sind heute zurückgekommen. Für Euch habe ich ganz viele Bilder im Gepäck, die ich Euch gerne präsentiere; auf dass Ihr ganz viel Lust habt, auch (oder wieder?) eine so wundervolle Reise zu unternehmen.

Das war für mich die vierte Reise mit Vegan Travel. Bisherige Reisen findet Ihr hier, wenn Ihr nachlesen mögt:

2014, August; von Köln nach Basel; die erste vegane Flusskreuzfahrt überhaupt! Auf dem Rhein. Damals bin ich mit meiner Freundin Uli gefahren, und es war unglaublich und machte seit dem Lust auf viel mehr.

2016, Oktober; Frankreich; von Avignon (Rhone) nach Chalon-sur-Sâone (Sâone)mit dem Mann. Traumhaft! Ich habe den Mann wohl ruckzuck anstecken können mit meiner Liebe zu dieser besonderen Art des entschleunigten Reisens.

2017, April; von Nürnberg (Main-Donau-Kanal) nach Budapest (Donau).


27.12.2018 - 2.1.2019 Vegane Flusskreuzfahrt Basel (Rhein) - Brüssel (Kanal):

In Basel ging es am 27. Dezember los. Um 17:00 Uhr legte das Schiff Thurgau Prestige mit vielen reiselustigen Veganern und Veganerinnen ab:


Unser niedliches Badezimmer, mit halbrunder Dusche. Durch die geschickte Anordnung empfanden wir das kleine Bad als sehr bequem und geräumig.


Unsere Zimmertür. Nur echt mit dem Nikolaussäckchen.


Ein erster Irish Coffee! Alles auf dem Schiff war vegan. Ausnahmslos. Und alles - Essen und alle Getränke - waren inkludiert.




Willkommenszeitungen in unserer Kabine:


Der Fitnessraum:




Der Bücher-, Spiele- und Yogaraum im hinteren Deck.


Das erste Dinner / Abendessen.

(Bei den á la carte-Menüs hatten wir immer zwei Optionen. Meist nahm der Mann ein anderes Menü. Ich zeige Euch in diesem Blogbeitrag allerdings nur meine Gerichte; sonst ufert das aus mit den vielen Bildern.)


Tricolore, Salat:


Wilder Pilz-Cappuccino:


Ricotta Ravioli:



Dessert: MS Thurgau Prestige Chocolate delight:


Wir verlassen Basel Richtung Straßburg: 


28. Dezember 2018

Frühstück:


Wir haben den Ausflug 'Straßburg erleben' gebucht:

Das Straßburger Münster:


  






In Straßburg habe ich mich verliebt! Ich kannte Straßburg nicht, wie auch die anderen Stationen dieser Kreuzfahrt außer Basel und Köln. Meine Güte, was habe ich alles verpasst, bislang. Die Welt ist so wunderbar! Deutschland ist schön, Europa ist schön!

Wieder an Bord; Zeit für's Mittagessen. Das Mittagessen gab es immer in Buffetform, abgesehen von der Suppe. Die kam an den Tisch, wer wollte.

Cremige Tomatensuppe:


Antipasti, Linguine mit Bolognese; gegrillte Artischocke, kaltes Buffet. Wir nahmen immer eine bunte Mischung:


Warmer Apfelstrudel mit Vanillesoße:


Hier steht der Gründer und Chef von Vegan Travel, Dirk Bocklage. Er ist der große Verführer; was er alles für tolle, vegane Schiffsreisen anbietet, der Hammer!

Wir befinden uns gerade in der Panorama-Lounge, wo sich das tägliche und abendliche Leben abseits der Restaurantzeiten abspielt.

Hier fanden Vorträge und Vorstellungen statt, Diskussionen, Feiern. Und ein Kölsch-Test. Hier konnte man außerhalb der Restaurantzeiten Getränke bekommen, dem Pianospieler lauschen, Kuchen essen. Einfach die Seele baumeln lassen, treiben lassen. Genießen. Die Gedanken sind an der ganz langen Leine.


Eine heiße Schokolade dazu:


Abendessen:


Curry-Lemongras-Cremesuppe:


Sellerieschnitzel mit warmem Kartoffel-Gurke-Wasabisalat:


Dunkles Nougatmousse:



29. Dezember 2018

Wir fahren gerade an Koblenz vorbei. Leider haben wir ein sehr schönes Stück des Rheins, voller Burgen und Schlösser, verschlafen. Ein paar nette Gebäude gibt es aber noch zu sehen.





Die Brücke von Remagen (okay, die Reste...):




Der Drachenfels, Königswinter. Noch im Nebel:


Königswinter:


Bonn! Rein theoretisch hätte ich hier aussteigen können, und etwas holen. Hier wohnen wir.


Das Mittagsbuffet:

Antipasti, Bratling, Rigatoni mit Spargel und veganem Parmesan, gratinierter Kohl mit Romanesco-Cheddarkäse, Reis



Broccolicremesuppe:


Rote Grütze mit Bourbonsoße:


Köln! Die zwei Türme des Kölner Doms, unverkennbar!

Wir hatten den Ausflug 'Köln Underground und Highlights' gebucht:








Vom Kölner Untergrund habe ich kein Bild; wir sind ein Stück Kanal, 10 Meter unter der Straße, noch von den Römern, entlang gegangen.
Und wir haben römische Ruinen, auch Teil des Museums unterhalb des Rathauses, besichtigt. Das sogenannte Prätorium. Hinter der Verlinkung findet Ihr die Bilder der 'Unterwelt'.


Adieu schönes Köln:


Abendessen:

Tomate - Mozzar-Risella:


Flädlesuppe:


Spätzle mit Veggiekäse und Zwiebeln (göttlichst! Mein lieber Herr Gesangsverein! Ich sage auch noch: holla die Waldfee.):


Spätestens da war ich beleidigt. Dass die das vom Schiff so genial hinbekommen. Ich koche seit sechs Jahren vegan, und obwohl ich behaupte (frech wie immer), dass ich gut kochen kann: so gut bekam ich Spätzle noch nie hin. Zum Niederknien, wirklich.
"Chapeau!" an die Küche!

Panna Cotta mit Passionsfrucht:


30. Dezember 2018

Das Frühstücksbuffet:


Diese tollen, gefüllten Cremegebäckkringel gab es auch mal:



Wie immer edel und hübsch eingedeckt, das Restaurant:


Hier wird auch vor Sonnenaufgang gearbeitet. Industrie-Romantik.



Wir passieren eine Schleuse:

Seht Ihr, wer den Vorgang bewacht? Oh ja, es ist die gute, alte Reiseratte. Wo was los ist, ist sie vorne weg und betrachtet alles ganz genau.



Mittagsbuffet:

Frittierter Tempeh (auf 1 Uhr), Antipasti, Nasi Goreng, Rote Beete:


Grüne Erbsensuppe:


Zum Nachtisch gab es unter anderem Crème Brûlée, leider habe ich kein Bild davon. Schade.

Aber ein Bild eines Reiher, direkt vor unserem Schiff, kann ich bieten. Er hat uns in Amsterdam erwartet.
Wir machten die 'Amsterdam Walking-Tour' mit.




Meine Smartphonecam ist nicht defekt, die Häuser in Amsterdam sind wirklich sehr schief, teilweise. Liegt am morastigen Untergrund.














Auch wenn es bei diesem Ausflug schwierig war, unserem Guide zu folgen: Amsterdam hat mich total fasziniert. Was für eine großartige, wunderschöne, vielfältige Stadt.
Ich möchte Straßburg und auch Amsterdam noch mal gesondert besuchen, für jeweils ein paar Tage. Und Brüssel auch. Irgendwann sehen mich diese tollen Städte noch mal.

Unsere MS Thurgau Prestige. Ist sie nicht schön? Tolles Schiff.



Abendessen:

Sushi, yeah! Mit Wasabi aus der Hölle. Verflixt scharf. Herrlich!


Tomatenessenz mit Strudel:


Gnocchi:


Kunstwerk, was! Das ist der 'Chef Chocolate Cylinder'! Mega!


31. Dezember, Silvester, Rotterdam

Wir erwachen in Rotterdam. Ich sah aus unserem bodentiefen Fenster und dachte erst, das ist ja langweilig hier. Als ich aber an Deck kam, bot sich mir dieses Bild! Ich war geflasht! Okay, auf dieser Flusskreuzfahrt war ich ständig geflasht.


Für Rotterdam buchten wir den Ausflug 'Rotterdam in einer historischen Tram':





Entschuldigt die teils sehr schlechte Bildqualität, aus der Bahn heraus war es schwierig, an gute Bilder zu kommen. Reflektionen und so, Ihr kennt das.




Das Rotterdamer Stadion:











Mittagsbuffet:

Antipasti, Moussaka, Gemüse-Maultaschen:


Graupensuppe mit knusprigem 'Schinken':


 Tapioca-Pudding in Mandelmilch:




Mal ein Blick auf das verlockende Kuchenangebot der MS Thurgau Prestige;
wegen unserer Ausflüge konnten wir nur einmal Kuchen essen. Sonst waren wir zu der Kuchenzeit noch unterwegs.



Die Kuchen / Törtchen sind übrigens genauso lecker, wie sie aussehen. Alles, alles, alles, alles war lecker. Ganz egal was.

So lecker, dass der Mann an diesem Tag vier (4!) Stücke Kuchen gegessen hat. Zwei kleine, zwei große! Vier! Er meinte, er hätte nur einen 'zaghaften', kleinen Bauch und könnte sich ruhig mal was gönnen. Ich weiß auch nicht weiter. Was macht man da? Ich konnte ihn nicht aufhalten. Meine Kuchengabel, die ihm hinten im Rücken steckte, hat ihn nicht bremsen können. Ich bin da raus!

Eine weitere Schleuse:


Hier gab es um 19:00 Uhr einen Pre-Dinner-Cocktail; Silvester wirft seine Schatten voraus. In der Panoramalounge wurde nach dem festlichen 6-Gang-Menü ordentlich gefeiert.


Das großartige Silvesterdinner:


Guckt doch mal, ist das nicht megasüß? Hilfe! Ich liebe es.


Ein gar wunderliches, riesiges Gebäude in Antwerpen, am Hafen. Wir fuhren langsam daran vorbei, ich habe es leider nicht ganz drauf gekriegt. Das bootsähnliche Oberteil liegt auf einem braunen Gebäudeteil. Ein solch interessantes Gebäude habe ich noch nie vorher gesehen.


1. Gang; Trilogie von Mousse (Hummus, Tomate, schwarze Olive) an Focaccia:


2. Gang; Essenz von Morcheln mit Steinpilzravioli:


3. Gang; Safran-Risotto, geräucherter Tofu, Broccoli, Tomatenconfit:


4. Gang; Cassis & Sekt:


5. Gang; Gefüllte Kohlblätter mit Reis, Wurzelgemüse, Thymian. An Trüffelschaum:


6. Gang; spektakulär! Eine Polonäse mit dem Dessert, voller Wunderkerzen, erreicht uns:


Eisparade, Biskuit, Eis / Wildbeerenragout, Obstkörbchen: 


Frohes, neues Jahr! Yeah! 



Danach ging die Post in der Panoramalounge ab. 
Ich habe daran nicht teilgenommen; mir ist Silvester immer eher nach Stille. Dafür habe ich den Mann entsendet.  

1. Januar 2019, Antwerpen



In Antwerpen stand ein 'entspannter Stadtrundgang' auf dem Programm.
Leider regnete es, Antwerpen präsentierte sich im feuchten, nebeligen Dunst. Schade, die schöne Stadt hätte Sonne verdient.









Zurück auf dem Schiff; wir waren sehr schnell wieder warm und trocken.

Das Mittagsbuffet:

Wurzelgemüsesuppe:


Wieder quer durch's Buffet; hier: Zucchinipuffer (himmlisch!), Spaghetti Carbonara auf vegan, gebratene Frühlingszwiebeln, Prinzessbohnen, Fenchel, Antipasti:


Ein cooles Gemälde an einem Hafengebäude während der Fahrt:


Frittierter Apfel mit Vanillesoße:



Tschüß Antwerpen!


Das Abenddinner. Wir fuhren derweil gemächlich Richtung Brüssel, unserem Zielpunkt dieser wunderbaren Reise:

Kidneybohnenbratling an Sour Cream mit Chili:


Courgette - Soup mit Croutons:


Ofengerösteter Bulgurbratling mit Sellerie, Zwiebeln, Knoblauch, Karotte, Kichererbsen und Spinat:


Oh, wieder ein wahres Kunstwerk: Mangocreme mit Erdbeerragout:


Wir sind in Brüssel! Wir haben kurzfristig noch die Lichterfahrt durch Brüssel bei Nacht gebucht und es nicht bereut. Was wäre uns entgangen, wenn wir auf dem Schiff geblieben wären!

Das Atomium:



Wieder ein architektonisch höchst interessantes Gebäude:





Eine Galerie:



Mein persönliches Highlight dieser Reise (abgesehen von den tausend Köstlichkeiten); der 'Grote Markt' (der Große Markt).
Ich konnte mich rundherum drehen, überall nur diese Prachtbauten!
Zack! Da war ich schon wieder geflasht; einmal mehr. Ich hatte keine Worte für diese Schönheit. Der Mann war sehr froh, dass ich auch schweigen kann. Nein, Quatsch. Ich rede nie viel.
Aber wirklich wahr; so viel Schönheit um mich herum, da bin ich fassungslos.







Mit diesen wunderschönen Bildern von Brüssel endet mein Bericht.

Wir hatten eine unglaublich tolle Verwöhnreise. Wir sind immer noch aus dem Häuschen.

Und sehr dankbar! Allen lieben Mitreisenden gegenüber, dem ganzen, fleißigen und großartigen Team der MS Thurgau Prestige, den Guides und Bus- bzw. Bahnfahrern.

Wir hatten viele nette Tischgäste und uns stets gut unterhalten. Auch Gäste, die wir von früheren Kreuzfahrten kannten. Das ist immer wieder schön, ein Wiedersehen! Aber auch neue aus dem In- und Ausland.
Danke für das Beisammensein mit Euch Allen!

Ein ganz besonders riesiges Danke schön geht natürlich an Dirk Bocklage von Vegan Travel, der diese veganen Kreuzfahrten möglich macht. Sie sind ein Traum!

Seine Leidenschaft, seine Gäste mit den schönsten veganen Flussreisen und sogar Ozean-Kreuzfahrten zufrieden zu stellen, dringt aus all seinen Poren.
Er ist ein Segen für die vegane Gemeinschaft. Eine Bereicherung. Wirklich.

Das war nun die vierte Reise mit seiner Firma; und eine war schöner als die andere.

Bucht, wenn Ihr könnt! Ihr werdet es sicher nicht bereuen. Es lohnt sich so sehr. Wir hatten auch dieses Mal wieder viele Wiederholungstäter an Bord, internationales Publikum, by the way. Das hat einen Grund!

Bei uns steht nun wieder ein neues Familienmitglied, ein Hund, an. Ich erwähnte es schon im vorigen Blogbeitrag. Der Rüde, den ich mir ausgeguckt hatte, ist wohl nicht mehr zu haben. Aber ich habe noch drei alte und liebe Hundemädels im Tierheim gefunden, die gut zu uns passen würden.
So bald ich mehr weiß, gebe ich Laut! Unser Hund wird uns bald finden und wir ihn.

Bleiben wir gespannt, was sich tut. Bleibt dran, bleibt mir gewogen!

Alles Liebe für 2019, liebe Freunde! Danke für Eure Treue und Euer Interesse an Blaubehimmelt!