Montag, 11. Juni 2018

10.06.18 Inselglück, Sommertage auf Sylt

Meine Freundin und ich sind frisch von Sylt zurück gekommen. Ist noch Sand in der Jeans!
Ich habe meiner Freundin Sylt gezeigt; sie kannte die Insel noch nicht.
Nun ist sie auch angefixt von der wunderbaren deutschen Insel, ganz oben im Norden. Ich kann nichts dafür! Ich habe ihr nur ein paar Hot Spots gezeigt, wo es besonders schön ist und so. Ich wasche meine Hände in Nordseewasser.

Wir mieteten uns in einer Ferienwohnung in Westerland ein und haben uns meist selbst versorgt. Sehr klein aber gut ausgestattet; dicht am Strand und dicht am Zentrum, trotzdem ruhig.

Was wir für ein Glück mit dem Wetter hatten; unfassbar. Die ersten zwei Tage war es leicht bewölkt und etwas kühler, aber dann riss der Himmel auf und bescherte uns das allerblaueste Blau, was wir beide jemals gesehen haben. Sonne satt! Meer ruhig! Sylter nett! Alle nett. Alles super.

Wir waren so gut drauf; alles war so schön, wir hatten viele alberne Phasen und uns krank gelacht (oder gesund?). Was die eine nicht wusste, wusste die andere. Schlimm, wir zwei. So schlimm.

Seit ca. drei Jahrzehnten fahre ich auf die Insel. Wenn möglich jährlich (nur ausgesetzt wegen unseres Hundes, so lange sie lebte). Dieser Urlaub jetzt war der schönste für mich, von allen Sylturlauben. Und der allerlustigste. Es stimmte einfach alles.
Es ist immer großartig da, aber nun wurde alles getoppt.

Genug gequatscht, ich lasse wieder Bilder sprechen!

Westerland:


Weil wir abends spät anreisten und nicht mehr kochen wollten, sind wir in die Badezeit essen gegangen. Meine vegetarische Freundin wählte ebenfalls ein veganes Gericht. Das war das Couscous Grillgemüse. Dabei war ein Salat. (Der Dip oben beim Brot war nicht vegan. Wir haben vorsichtshalber gefragt.)




Ich wählte Rigatoni mit Gemüse. Leider muss ich mein Foto versehentlich gelöscht haben. Weil ich das im letzten Urlaub aber auch schon aß, zeige ich Euch das Bild vom Vorjahr! Wisster Bescheid!








Frühstück am anderen Morgen in der FeWo:


Dank meiner Freundin habe ich einen neuen veganen Aufschnitt kennengelernt. Sehr lecker!







Dieses niedliche Syltarmband hat mir meine Freundin noch im Zug geschenkt, auf der Hinreise. Zur Einstimmung. Mit Seepferdchen. So niedlich!
(Das graue mit dem Peacezeichen habe ich auf Kos gekauft, in dem Beachrestaurant Tam Tam)





Unser Spaziergang zum Nachbarort Rantum. Meist am Strand entlang. Wir sind an diesem Tag ca. 15 Kilometer gewandert.

So kann auch ein Straßenschild aussehen:


Der Nössedeich, von Schafen beweidet. Und von einem Punkschaf!










Wieder Westerland:



Gnocchi mit meinem eigenen Bärlauchpesto:



Inselrundfahrt; wir sind die wichtigsten Punkte abgefahren und haben natürlich auch Willi gesehen, der eigentlich eine Wilhelmine ist.


Hörnum:


Der Hafen von List (vom Riesenrad aufgenommen):




Wieder zurück in Westerland:






Ich habe Gemüse gebraten; Aubergine, Zucchini, Zwiebel, Knoblauch, Champignons. Meine Freundin hat derweil den Dip gemacht, Sojadejoghurt mit Harissa.




Nach dem Abendessen zogen wir uns immer an den Strand zurück; in den Strandkorb. Meist mit alkoholfreiem Weizen oder einer Weißweinschorle. Und dünnen Deckchen.






Unser Strandaufgang; fünf Minuten zu Fuß zu unserer FeWo:


Frühstück:



Am anderen Tag sind wir Richtung Wenningstedt gewandert; wir wollten mal schauen, wie weit wir kommen.
Letzten Endes haben wir an dem Tag weit über 20 km bewältigt; nur am Strand entlang.
So weit die Füße tragen! Es ist traumhaft am Strand, da kann man doch nicht nach Hause gehen. Also gingen wir immer weiter, und weiter, und weiter. Mal redend, meist schweigend.
Es gibt nichts Schöneres, als in trauter Zweisamkeit zu schweigen und seinen Gedanken nachzuhängen. Das liebe ich. Es gibt nicht viele Menschen, mit denen das möglich ist.




Wenningstedt:





Das Rote Kliff zwischen Wenningstedt und Kampen beginnt. Der schöne Mensch mit dem blauen Rucksack ist meine Freundin *stolzbin*:




Die berühmte Buhne 16; so weit sind wir gelaufen.


Dort hatten sie sogar etwas Veganes; nämlich Pellkartoffeln mit Mojo und Wakamesalat (Algen).
Ich war froh, dass ich dort etwas essen konnte, aber wer die 'papas arrugadas con mojo' wie im Original erwartet, der bestellt das hier besser nicht. Es hat nichts, aber auch gar nichts mit dem Original zu tun. Leider. Trotzdem, ich war froh. Besser als Fritten oder den ewigen, gemischten Salatteller. Den kann ich nicht mehr sehen.



Der Rückweg war genauso schön wie der Hinweg, aber ganz anders. Der Sonnenstand war anders, damit das Licht und der Blick auf's Meer. Und der Wasserstand.




Der Himmel war im Original noch deutlich blauer, mit einer Türkisnote. Leider versagt da mein Smartphone bei der Wiedergabe; so schöne Bilder das sonst auch macht.








Eine Möwe hat einen Seestern gefunden.


Wir auch; wir haben insgesamt sechs von den Tierchen gerettet und ins Meer zurück gebracht. Weil man da schnell sein muss und das Tier etwas weiter ins Meer tragen muss, damit es nicht gleich wieder an Land gespült wird, wurde jedes Mal die Hose nass! Egal!
Wir sahen noch einen anderen Spaziergänger, der sich ebenfalls die Mühe machte und auch einen Seestern rettete.




Nun kennt meine Freundin das 'Eibrot' des Veganers! Sie mag im Grunde keine Avocados, außer meiner Guacamole natürlich; aber nun ist das anders.
In weiser Voraussicht nahm ich ein winziges Döschen Kala Namak, das Schwefelsalz, mit auf die Insel.
Das Dumme ist, von nun an werde ich jede Avocado mit ihr teilen müssen. Nicht nur mit dem Mann sondern auch mit ihr. Am besten esse ich die nur noch heimlich unter der Bettdecke.







Wir haben uns, um der geliebten alten Zeiten willen, mal wieder eine Bravo geteilt. Wie vor 30, 40 Jahren!
Ich habe sie vorgeschickt, im Buchladen danach zu suchen.



Gemüsetortellini mit restlichem Gemüse von mir und dem schon erwähnten Bärlauchpesto.


Mehrmals haben wir Rote Grütze, Vanillepudding (Provamel) und Sojacuisine (Provamel) gegessen. Das gehört nach Sylt, das schmeckte Bombe!
Die Rote Grütze war aus dem Topkauf, Westerland, Nähe Bahnhof. 500 gr - Becher.


Auf Sylt ist meiner Reiseratte eine völlig unverhoffte Sensation passiert: sie (eigentlich ein Er) traf auf eine Reisemaus!
Meine Freundin wird auf ihren Reisen ebenso wie ich von einem kleinen, feinen, Nagetier begleitet.
In Anbetracht der wunderhübschen Reisemaus mit ihrer extravaganten Mütze war meine Reiseratte sofort und für immer unsterblich verliebt.



So gingen sie gemeinsam von unserem Strandkorb weg, nahmen meinen Pulli mit (äh, hallo...??!) und bestaunten in Ruhe, Frieden und Liebe den Untergang der Sonne am Westerländer Strand.







List wollte meiner Freundin noch etwas näher gebracht werden, der kurze Stopp bei der Inselrundfahrt reicht nicht aus. Zudem wollten wir ins Piratennest - siehe unten - und die superleckeren Spaghetti aglio e olio essen:


























Auf dem Gebäude der Firma Paradise Customs Sylt leben drei Jungmöwen:


Kleines, warmes Abendessen zum Brot:
Unsere veganen Artikel kauften wir im Reformhaus in Westerland (Nähe Brunnen der 'Dicken Wilhelmine', bei Rossmann, im Edeka und im Topkauf. Alles Nähe Bahnhof.



 



Spacebar, auswärts meist dabei. Entweder die Chorizo wie hier, oder der Hanfbar. Der Spacebar ist schon weit gereist.




Fahrt zur berühmten Sansibar zwischen Hörnum und Rantum: 


Leider gab es nicht ein veganes Gericht; wir haben beide alkoholfreies Weizen getrunken und sind dann etwas unglücklich wieder von dannen geschlichen.






Meine Freundin:


Icke:





Am 8. und 9. Juni fand auf Sylt das diesjährige Harley-Davidson - Treffen statt. Genauer die 21. Harley-Davidson - Summertime-Party. Hunderte Biker waren auf Sylt unterwegs. Ein Bike schöner als das andere.


Die Biker in Westerland:





Rückweg über Rantum; denn dort befindet sich die Kaffeerösterei Sylt mit Sojamilch und veganem Kuchen (mindestens einem). Das wollte ich unbedingt noch mitnehmen. Übrigens sollte man vorher anrufen, um sicherzustellen, dass noch veganer Kuchen da ist.


Hafen von Rantum:


Ich aß einen Brownie und trank einen Raffole, s. u. Mit Sojamilch, versteht sich. Göttlich! Was die Sansibar nicht vermochte, machte die Kaffeerösterei Sylt möglich: ich war hochzufrieden.














 Kunst in Rantum:


Abendbrot in der FeWo. Gepimpt mit Oliven.



Ein abendliches Bad in den letzten Sonnenstrahlen. Zweimal waren wir in der Nordsee baden. Sie ging sofort und ohne zu zögern rein. Ich brauchte 20 Sekunden länger und musste zehnmal ihren Namen laut ausrufen. Dann war ich aber auch drin.
Hier sie:


Und ich. Da kam ich allerdings wieder raus, nach ca. 10/15 Minuten. Bei 17 Grad Wassertemperatur reichte mir das aus.



Ein letzter Hafermilch-Kaffee in der Badezeit, Westerland. Versuchen, möglichst viel von der Stimmung aufzusaugen und zu bewahren. Kloß im Hals. Zehn Klöße. 



Die Rückfahrt im Zug; Bordrestaurant oder Verpflegung gab es lange nicht - wir hatten einen Ersatzzug. Aber wir waren gut gerüstet. 



Die Reiseratte schaut wehmütig zurück zur Insel. Ich kann es ihr nicht verdenken.  Hindenburgdamm.


Ein paar Mitbringsel, die ich als vegan erachte. Links das 'Sommerpicknick' mit Tee, Kluntjes, Bratkartoffelgewürz und Rum habe ich von meiner Freundin geschenkt bekommen.
Die Gummibärchen links unten sind vegan, die Firma Nordsee Bär bietet nun drei oder vier vegane Sorten ihres Sortimentes an. Immer fragen!
Den Löwenzahnsirup fanden wir bei einem Flohmarkt in Wenningstedt! Der 'Honig' der Veganer! Cool! Ferner sehen wir auf dem Bild Salzlakritzbonbons, eine Thalassoseife, Earl Grey-Tee und eine Beanie-Mütze.


Das war's. Sylt ist aus. Zumindest für mich, für dieses Jahr. Oder auch länger. Denn, wir planen nach wie vor die Anschaffung eines Hundes. Dann wird nicht mehr ganz so viel gereist, dann steht der Hund an erster Stelle. 
Ich habe sogar schon einen passenden Hund gefunden; meine ich. Man wird sehen! Drückt mir die Daumen bitte, dass das was wird. Es sind schon noch Hürden zu nehmen, im Hause Blaubehimmelt. Es ist ein ganz besonders liebes Tier, ein recht altes zudem. Und ein Handikap hat die alte Dame auch. Das schreit nach meiner Fürsorge, das höre ich doch! 




Weil nicht absehbar ist, wann ich Sylt wieder sehe: fahrt Ihr dahin und seid und macht Euch froh!

Gehabt Euch wohl, seid nett und milde zu Euch selbst. Genießt das Leben, es kann schnell vorbei sein.
Ich gebe Laut, wenn ich wieder was zu erzählen habe. Hoffentlich über etwas mit vier Beinen und Fell. Bis dahin - bleibt mir gewogen!

Liebe Grüße an alle meine Leserinnen und Leser und ganz besonders an meine Freundin A aus B!
Eure Susi