Donnerstag, 28. Dezember 2017

28.12.2017 Abschied und Dank an meine LeserInnen

Liebe Leserinnen und Leser,

nun ist es soweit, das hier ist mein letzter Blogeintrag. Blaubehimmelt hört wie angekündigt auf.

Heute auf den Tag genau bin ich seit fünf Jahren vegan. Damals wollte ich Hildmanns Challenge machen, für vier Wochen. Aber dabei blieb es nicht; aus den veganen Anfängen sind mittlerweile fünf Jahre geworden und ein Ende ist natürlich nicht absehbar.

Ich habe die Entscheidung, vegan zu leben (so gut es mir irgend möglich ist, ich bin bei weitem nicht perfekt; war es nie), nie bereut. Auch der Mann nicht, der mir bald folgte.

Es war eine der wichtigsten, bedeutsamsten und anständigsten Entscheidungen meines Lebens. Und ich glaube fest: das (vegane Leben) ist der einzige Weg, wie Zukunft für die Menschheit, für die ganze Erde und alle ihre Erdlinge, möglich ist.

Ich habe in den letzten Jahren über 900 Blogposts geschrieben und Euch teilnehmen lassen, an dem, was mir als Veganerin widerfuhr. Zigtausende Fotos habe ich gemacht (anfangs noch der Mann) und bearbeitet, eingestellt.
Was ich nachgekocht oder erfunden habe; die vielen Fallstricke, die Tricks, ich habe alles gerne geteilt mit Euch. Von vielen Fröschen, die man bei veganen Ersatzprodukten küssen muss, bis man seinen Prinzen findet, habe ich berichtet. Ich nahm Euch mit auf alle unsere Urlaubsreisen. Zu Freunden, zur Familie, überall hin.
Ihr wart immer dabei. In guten und schlechten Zeiten. Wie ein guter Freund.

Nun möchte ich mich zurückziehen.

Erst wollte ich den Blog ganz löschen; aber dann habe ich mich doch dazu durchgerungen, ihn leben zu lassen, im Hintergrund. Denn wer weiß - es ist gut möglich, dass ich in einem halben Jahr feststelle: ohne Blaubehimmelt kann ich nicht.
Das kann passieren.
Aber: versprechen kann ich nichts; bis auf Weiteres bleibt es hier still.

Mit uns, dem Mann und mir, wird es vorerst weitergehen wie bisher. Im neuen Jahr stehen schon wieder diverse Reisen an; aber nur bis Jahresmitte. Dann hoffe ich sehr, dass ein neuer Hund (der gern alt sein darf) unser Leben teilt.

Ich danke meinen Leserinnen und Lesern sehr! Was wäre ein Blogger ohne seine Leser. Nichts. Wenn ich die Zugriffszahlen betrachte; verfüge ich über eine gute, treue Leserschaft. Das ehrt mich und macht mich sehr dankbar.

Schön, dass ich Euch für meinen kleinen veganen Mikrokosmos interessieren konnte. Vielen Dank für Eure Kommentare, Ermutigungen, Hinweise! Für Euer Lob und Eure Späße, Eure Links und Eure Treue.
Danke, dass Ihr mir fünf lange Jahre die Stange gehalten habt und mir 'gewogen' geblieben seid!

Ich wünsche Euch ein gutes, neues Jahr. Mögen Eure Wünsche in Erfüllung gehen. Vor allem wünsche ich Euch Zuversicht, Tatkraft, Selbstliebe, Geduld, Glück und Gesundheit. Und Liebe, ganz viel davon.

Ein letzter Gruß von uns, manche LeserInnen kennen uns noch als Dreierpack.

Anfangs gehörte zur Blaubehimmelt-Familie noch unser Seelenhund Dina, genannt 'Männlein':





Seit Januar 2016 sind wir nur noch zu zweit. Der Mann und ich. Wir grüßen Euch recht herzlich!



Macht es gut meine lieben LeserInnen und Leser; danke für alles!


28.12.2017 Weihnachten an der Mosel, Hotel Nicolay 1881

Liebe Leserinnen und Leser, ich hoffe, Ihr hattet ein gemütliches Weihnachtsfest!



Wir haben die Weihnachtstage an der Mosel, in unserem Stammhotel Nicolay 1881, in Zeltingen-Rachtig, verbracht. Und uns tüchtig verwöhnen lassen.
Das tat dieses Mal besonders gut, weil wir beide schwer erkältet waren. Das Hotel Nicolay hat uns gut gepflegt; wir befinden uns auf dem Weg der Besserung.

Los ging es für uns mit dem großen Heiligabendbrunch am 24.12.:

Ich aß eine Kartoffelsuppe und das, was Ihr hier unten seht. Es gab noch viel mehr warme Gerichte, die verheißungsvoll aussahen. Aber leider bin ich immer sehr schnell satt, besonders, wenn ich krank bin.


Anschließend fand eine Tombala zugunsten des Vereins Tierlebenshof Hunsrück-Mosel e.V. statt.
Alle haben ihre Lose vor sich gelegt. Nicht so der Mann. Der ging auf Nummer sicher und hat seine Lose alle in seine Handyhülle gesteckt. Genützt hat es ihm nichts, wir haben beide nichts gewonnen. Aber die Tiere, die wir mit unseren Losen unterstützt haben. Und das allein ist wichtig.



Das Heiligabend-Menü




Brot mit Knoblauchcreme



Räucher 'Lachs'-Karotten und Wakame Algen im Crêpe


Tomatenconsommé mit Basilikumklößchen



Wildragout auf Wirsinggemüse mit Pommes Macaire


Beerenfrüchteragout mit Vanille-Parfait




Unser Frühstück am anderen Morgen, mit allem, was das Herz begehrt:


Danach stand eine kleine geführte Wanderung zum Zeltinger Sortengarten an, daran anschließend gab es auf der Terrasse, am Weihnachtshäuschen, heißen Linseneintopf und Glühwein:







Garlik, der Veganchefhund, führt uns in den Sortengarten:



Blick auf Zeltingen!


Das Weihnachtshäuschen auf der Hotelterrasse und der wunderbare Linseneintopf mit veganer Wurst und Senf, wer wollte. Gibt nichts Besseres als eine gute heiße Suppe nach dem Aufenthalt draussen, im Winter. Da kehren ruckzuck alle Lebensgeister zurück.



Der Veganchef himself; Johannes Nicolay, schenkt uns kräftig ein:





Menü am ersten Weihnachtsfeiertag



Brot mit Knoblauchcreme

Frittierte, hausgezüchtete Shiitakepilze an Feldsalat


Sellerie-Apfelschaumsuppe mit Kartoffelstroh


'Nicolaytan' Vegans mit Maronen, Rotkohl und Kartoffelklößen


Orangen-Vanilleparfait mit Schokoladensauce




Der zweite Weihnachtsfeiertag:

Gestartet wurde wieder mit einem riesigen Frühstücksbuffet. Alles Erdenkliche und noch mehr stand zum Angebot. Unmöglich, wirklich alles zu probieren.






Die Saftpresse und der Entsafter, rechts in der silbernen Schüssel: Obstsalat


Das Wetter war die ganzen Tage nicht sehr kalt, aber fast immer bewölkt und recht regnerisch. Blaue Stellen zeigten sich leider nur selten. Aber nicht schlimm, drinnen waren wir bestens aufgehoben. Krank wie wir waren, hätten wir draußen eh nichts reißen können.



Eine Tomatensuppe für mich. Seelennahrung. Herrlich! Hurra!



Ich glaube, das hier unten sind die drei Heiligen Könige:


Und wenn das so ist, dann ist das hier das Christkind. Habe ich beschlossen.



Das Essen kommt schon, es reißt hier nie ab! Mal sehen, was an diesem Abend wieder für uns gezaubert wurde:


Brot und Knoblauchcreme

Mille-feuilles; Gemüse im Blätterteigmantel, mit Salat



Getrüffelte Kartoffelsuppe


Hokkaido mit Goldleinsamenbällchen im Linsenbett


Apfelringe, Zimteis, Quitte, Vanillesauce





27.12.17

Mittags bekam ich eine köstliche Zwiebelsuppe mit käseüberbackenem Brot dazu:





Das Menü am Abend:

Brot und Knoblauchcreme


Broccolicremesuppe


Gefüllte Petersilienwurzel mit Räuchertofu und Roter Bete, dazu Bohnengemüse und eine dunkle Jus


Der Dessertknaller:

Zitronensorbet, Lebkuchencremekugel, Quitten und eine Crème Brûlée, dazu Vanilleschaum






Abreise, 28.12.17

Leider ist Weihnachten vorbei und wir mussten wieder nach Hause fahren. Aber nicht, ohne zwei Flaschen von Johannes' köstlichem Veierlikör mitzunehmen! Den nehmen wir uns Silvester zur Brust, wenn wir im kleinen Familienkreis feiern.


Auf der Heimfahrt zeigte sich endlich wieder blauer Himmel. Schnee (etwas) haben wir auch gesehen, auf den Höhen.


Das war ein wundervolles, ku(h)scheliges Weihnachtsfest unter Gleichgesinnten. Warm, lecker, gediegen, schön geschmückt. Wir haben eine nette Familie, ebenfalls aus Bonn, kennengelernt. So ist das, auswärts trifft man sich!

Das war unsere letzte Reise in diesem Jahr; mit dem Hotel Nicolay haben wir das Jahr begonnen und (fast) beendet.

Im Hotel Nicolay hat sich baulich viel getan in diesem Jahr (rollstuhlgerechter Zugang ins Hotel, Brandschutz etc.). Und es kommt in Kürze noch viel mehr! Da freue ich mich total, ich sage nur Salzwasserschwimmbecken und ein großer Dachgarten mit Loungemöbeln und einem Kräutergarten.
Man darf gespannt sein!

Wusstet Ihr eigentlich, dass das Hotel Nicolay ganz offiziell eines von den zehn besten Veggiehotels weltweit ist?

Wenn man meine Bilder der Menüs sieht, ahnt man schon, warum. Und es ist bei Weitem nicht nur das Essen, sondern die liebevolle und aufmerksame Familie Nicolay und all ihre fleißigen Mitarbeiter, die zusammen dafür sorgen, dass man sich in diesem Hotel an der schönen Mosel wie daheim fühlt.

Der Mann und ich bedanken uns recht herzlich für diese wunderbaren Tage bei Familie Nicolay und dem tatkräftigen Team! Es war grandios!

So liebe Leserinnen und Leser, das war es von der Mosel. Gleich kommt mein letzter Beitrag in diesem Jahr. Und der letzte überhaupt.