Mittwoch, 25. Januar 2017

25.01.17 Tag 15 von 30 ohne Weizen; Flucht in die Sauna

Weil unser Hund heute seinen ersten Todestag hatte, sind wir in die Sauna geflüchtet, den ganzen langen Tag. Schon seit Tagen denke ich nur an unseren Hund. Besser abhauen.

Nun ist es spät, die Handtücher hängen auf dem Ständer und ich bin müde. Von daher wieder nur eine kurze, schnelle Meldung.

Die Overnight Oats. Die ersten meines Lebens. Schmeckt gar nicht so übel, über Nacht eingeweichtes Hafermüsli. Könnte ich mich eventuell dran gewöhnen.



Weil ich wusste, dass man in der Sauna vegan essen kann aber nicht, wie es mit weizenfrei aussieht, habe ich vorsichtshalber ein kleines Survivalpaket zusammengestellt.
Das habe ich dann nicht gebraucht und so wie es hier steht wieder mit nach Hause gebracht; aber man kann ja nie wissen. Können wir morgen aufessen.


In der Sauna darf man aus naheliegenden Gründen nicht fotografieren.
Haben wir trotzdem heimlich gemacht, aber auch nur unser Essen, denn ich muss sie Euch doch zeigen.  Und gleich danach das Handy wieder eingeschlossen. Sollte jemand von der Sauna die Gerichte wiedererkennen, komme ich ins Gefängnis.
Der Gefängniskantinenchef wird ohnmächtig, wenn er erfährt, dass ich Veganerin bin und auf Weizen verzichte. Dann lassen sie mich bestimmt frühzeitig raus. Das wäre ja gut, dann könnte ich weiter bloggen.

Der Mann hatte einen äußerst großen Salat mit gebratenem Gemüse und Champignons.


 Mir gefiel das Wokgemüse mit Duftreis etwas besser:


Dazu hatte ich Kokoswasser, das mag ich gern.

Spät Abends habe ich mir noch eine Portion Fritten reingekloppt. Schwimmen und saunieren macht sehr hungrig. Da war das Handy aber längst wieder eingeschlossen, also kein Bild. Sie waren lang, dünn, salzig, super. Fritten eben. Soße konnte man frei wählen.

Das war unser Tag. Quasi im und unter Wasser verbracht, in heißen Räumen, draußen bei Minus 3 Grad und in dampfenden Räumen. So nebelig, dass man Mühe hat, einen freien Platz zu erkennen.
Unsere Haut ist weich, rosig und duftend. Ich fühle mich einigermaßen getröstet heute, weil der Tag wirklich nett war. Es war gut zu flüchten. Daheim hätte ich rumgegrübelt und alte Fotos vom Hund betrachtet und meinen Kummer gepflegt.

Ach ja, Holunderschorle habe ich noch an der Poolbar getrunken und Sex on the beach. Wenn schon, denn schon.

Ich habe die nötige Bettschwere und mache die Schotten hier dicht. Für heute.
Schlaft gut!




Kommentare:

  1. Erbitte Adresse des zuständigen Gefängnisses und wenn möglich private Telefonnummer des Direktors oder der Direktorin der Anstalt, wegen der Terminabsprache zur Übergabe der täglichen overnight oats warat's :-)))))

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    1. Noch ist es nicht so weit, es hat mich noch keiner verpfiffen.
      Übrigens musste ich den Gesetzesbruch auf Anweisung begehen. Heißt, im Grunde bin ich unschuldig. Mein Lieblingstherapeut hat mir mal in einem meiner Klinikaufenthalte aufgetragen, ich möge bitte unbedingt jeden Tag eine Regel brechen.
      Obwohl das Jahre her ist, sind die gebrochenen Regeln noch locker an meinem Fingern abzählbar. Aber dieser Tag da in der Sauna, das war so einer.
      Übrigens, wenn Du mir Müsli in einem Kassiber eingewickelt reinschmuggelst, ist das vermutlich kontraproduktiv. Besser ich sage, ich kann hier im Knast nichts essen. Dann müssen sie mich rauslassen. Nach meinem Rechtsempfinden.
      Obwohl, wie weit es damit her ist, sieht man ja an der gebrochenen Regel. Ich glaube, es wäre nur recht, mich einzusperren. Ich weiß auch nicht; Katzen beißen sich in die Schwänze. Schon wieder.

      Liebe Grüße aus D nach Ö
      Susi

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