Sonntag, 29. November 2015

29.11.15 Meetlyke von Topas, der ultimative Fleischersatz, Teil 1

Topas hat neben Wheaty eine weitere Produktlinie herausgebracht: meetlyke! Sehr lange von mir ersehnt.
Nun habe ich mir das Starterpaket zum Vorzugspreis von 11,95 Euro gekauft. Enthalten waren sechs verschiedene Fleischersatzprodukte.

- meetlyke, Vegane KaLeWu (Kalbsleberwurst)
- meetlyke, Vegane Bockwurst
- meetlyke, Vegane Bratwurst
- meetlyke, Veganer Fleischkäse
- meetlyke, Veganer Kassler
- meetlyke, Veganes Steaklet



Bei dem Starterpaket lag eine kleine Broschüre, die die Produkte vorstellt.
Alle Produkte enthalten kein Palmöl! Das lässt sich hören. 
Zuerst haben wir das vegane Kassler gegessen. Das durfte ich mit meiner Freundin U. auf unserer veganen Kreuzfahrt im August 2014 lange vor Einführung kosten. Wir waren damals beide höchst angetan und fieberten der Produktion entgegen.



Der Klassiker, veganer Fleischkäse auf Sauerkraut


Das Kassler hatte die gleiche Konsistenz wie damals auf dem Schiff, auch Aussehen, Farbe,  Geschmack und Geruch war gleich. Nur fand ich dieses Mal das Kassler etwas zu stark gesalzen. Das ging mir allerdings früher schon bei echtem Kassler so. Das Kassler bekommt von uns die Note 2.

Als nächstes probierten wir die Bratwurst. Die kam am nächsten Tag auf die zweite Portion Sauerkraut:



Die Bratwurst hat uns von den Schuhen gehauen. Das ist eine glatte 1. Mit Sternchen. Sie schmeckt wie eine echte grobe Bratwurst, in jeder Beziehung. Wir hätten nie für möglich gehalten, dass man das 1:1 vegan nachbauen kann.
Da stimmt wirklich alles. Perfekt. So perfekt, dass wir uns anschauten und immer sagten: "Wie kann das sein, wie machen die das?"


Der dritte Artikel, den wir getestet haben, war das Vegane Steaklet. Das ist eigentlich gedacht als Patty für Burger. Wir hatten nichts um Burger zu bauen da, so haben wir das Steaklet einfach zu meinem Djuvecreis gelegt.



Auch das fanden wir hervorragend, absolut großartig. Das schmeckte schon zu dem Reisgericht, in einem Burger würde es eine sehr gute Figur machen. Auch das bekommt vom Mann und mir eine glatte 1.

Die vegane KaLeWu von meetlyke hatten wir leider schon aufgegessen, bevor wir ein Bild machen konnten. Die ist uns durchgeflutscht.
Sie schmeckte sehr gut, Hut ab! Sie ist angenehm weich und deswegen gut streichfähig.
Da mir meine eigene Leberwurst noch besser schmeckt, bekommt diese Leberwurst von uns eine 2. Würde ich nur die Leberwürste betrachten, die man kaufen kann, dann wird aus der 2 sogar eine 1.

Für's Protokoll: wir hatten vor einiger Zeit schon mal eine Leberwurst probiert, die auch sehr gut war. Das war die 'Pfälzer Leberwurst' von Berief, Soja Fit. Die und die meetlyke sind für mich beide gleich gut. Allerdings verschieden im Geschmack. Die eine ist eine Kalbsleberwurst, die andere Pfälzer Leberwurst, also mit Kräutern. Die Soja Fit enthält allerdings Palmfett, so dass ich die von meetlyke bevorzuge.

Nun müssen wir noch die Vegane Bockwurst und den Veganen Fleischkäse probieren. Diese beiden Kandidaten zeige ich Euch dann im nächsten Blogeintrag.

Unser bisheriges Fazit: meetlyke aus dem Hause Topas hat uns nicht enttäuscht, im Gegenteil. Unsere Erwartungen an die Produkte wurden teils noch übertroffen; dabei war meine Messlatte was Topas angeht schon recht hoch. Für mich ist Wheaty aus dem Hause Topas der Fleischersatz überhaupt; sozusagen das Maß aller Dinge. Mit meetlyke legt Topas sogar noch ein Schüppchen oben drauf.

Diese proteinreichen Produkte sind vorgegart. D. h., man kann sie sogar kalt essen, kurz anbraten oder sonstwie erwärmen, schmeckt immer.  Sie sind arm an Fettgehalt, deswegen sollte man sie vor dem Braten kurz einölen.

Wenn unser Fokus auch nicht (mehr) auf Fleischersatzprodukten liegt, wenn es denn mal einer sein soll, werden wir dazu greifen.

Teil 2 unseres meetlyke-Tests
 
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Heute haben wir den 1. Advent. Ich habe zum Frühstück gleich mal unsere beiden Adventskalender in Stellung gebracht. Aufmachen dürfen wir noch nicht, aber gucken - und riechen - geht schon.


Der Kalender vom Mann mit den blauen Säckchen wurde von mir mit veganen Artikeln von Alnatura und DM gefüllt, das Körbchen vorne rechts ist meines, das kommt von Sauberkunst und enthält viele sehr duftende Kleinigkeiten für die Sauberkeit Schönheitspflege. :-)



Schönen 1. Advent liebe LeserInnen! Flutet die Weihnachtsmärkte aber trinkt nicht zu viel Glühwein! Es gibt immer einen Morgen danach. :-)
Ich habe gestern auf einem sehr schönen Weihnachtsmarkt einen Kinderpunsch getrunken. Auch wenn ich schon groß bin - der war sehr lecker.

Montag, 23. November 2015

23.11.15 Sonntag im Black Veg, Bonn

Die Zeit geht ins Land. Besonders zum Jahresende hin scheint sie wie immer zu rasen. Auch der Winter scheint sich nun doch bemerkbar zu machen. Vor 11 Tagen saß ich noch im Top auf dem Balkon meiner Freundin, bei strahlendem Sonnenschein. Und schwitzte immer noch.
Unfassbar, im November. Ob das der Klimawandel ist? Oder Zufall? Oder liegt es an den Chemtrails? Kleiner Scherz. Nein, ich trage keinen Aluhut. Da könnte ich nicht mehr mit meinen Freunden, den Aliens, kommunizieren.
Wieder kleiner Scherz. Die sprechen nicht mit mir, haben sie noch nie getan. Schade.

Von der Haarfront gibt es auch Einiges zu berichten. Ich habe Euch erzählt, dass ich meine vormals ultrakurzen Haare lang wachsen lasse. Richtig lang. So lang wie es geht und gut aussieht. Ich habe da eine Wette laufen mit meiner Freundin. Mittlerweile greife ich in der Öffentlichkeit immer häufiger zu Haarbändern um der wilden Flut von zwar feinen aber vielen Haaren Herr  Frau zu werden.



So auch gestern, im veganen Café Black Veg in Bonns Altstadt. Wir kehrten dort ein nach einem ausgedehnten Spaziergang im Wald. Mit Mann und Hund.


Auf der Tageskarte stand Thymian- Süßkartoffel und Polenta mit gebratenen Champignons und Ruccola. Es gab auch noch eine rote Linsen-Kokossuppe.
Aber nach dem Waldspaziergang wollte ich was Handfestes.

Normalerweise kann man mich mit Polenta jagen. Das ist eines von drei Lebensmitteln überhaupt, die ich nicht leiden kann. Die beiden anderen sind Artischocken und Stachelbeeren.

Jetzt gab es das aber nun mal und ich dachte, ich gebe der Polenta eine zehnte Chance. Und siehe da, es war total lecker. Nun bin ich um eine Erfahrung reicher. Polenta geht sogar in lecker. Ich habe das nie selbst zubereitet - wer kocht schon, was er nicht mag. Es scheint also so zu sein, dass Polenta sehr lecker sein kann, wenn man gut kochen kann. Black Veg kann es. Ich verneige mich. So weit ich runter komme. Bis zum Boden schaffe ich es nicht, ohne das es kracht. Aber immerhin. 



Diese hier war nämlich saftig und nicht trocken-gummiartig-krümelig wie ich es bislang in meinem Leben bekommen habe.
Dazu einen leckeren Muckefuck und zum Mitnehmen ein ordentliches Stück Bienenstich.
Da war meine kleine Welt perfekt:


Der Mann und ich warten nun auf den 1. Dezember und darauf, dass wir endlich unsere Adventskalender öffnen können.
Er hat mir einen halben Sauberkunst-Adventskalender geschenkt. Da sind Seifen drin, Cremes und alles, was schön ist, gut duftet und vegan ist.
Tapfer wie ich bin, habe ich den Kalender noch nicht geöffnet. Ich gestehe jedoch gerne, dass ich mich mindestens viermal am Tag zum ihm schleiche und daran rieche. Herrlich.



Dem Mann habe ich viele schöne vegane Kleinigkeiten von Alnatura und DM besorgt und in vorhandene Säckchen der Vorjahre gepackt. Die meisten passten nicht in die Säckchen, da musste ich mit Servietten arbeiten und das Säckchen vorne dran befestigen.
Was da genau drin ist, kann ich natürlich nicht sagen. Manchmal liest er meinen Blog.


Schöne Vorweihnachtszeit liebe LeserInnen! Verbündet Euch mit Glühwein!



Samstag, 14. November 2015

14.11.15 Quitten, Quitten und noch viel mehr Quitten und Tapas

Erwähnte ich, dass wir von unseren Nachbarn einen großen Korb mit Quitten bekamen?


18 Früchte. 18! Da stand ich da und musste mir was ausdenken. Ich hatte noch nie Quitten verarbeitet. Auch Quittengelee kenne ich erst, seit dem ich vegan lebe; wir bekamen im Hotel Nicolay zu Weihnachten 2013 ein Glas geschenkt.
Seit dem hat Quittengelee meine Lieblingskonfitüre Himbeere von ihrem Thron gestoßen. Nichts auf der Welt ist leckerer als ein Gelee aus diesen sattgelben Früchten.

Die Früchte sind sehr hart und roh nicht zu gebrauchen. Also musste ich im Netz suchen, was ich damit machen kann.
Ich habe ein Rezept für Quittengelee gefunden, das verlinke Euch aber nicht, das ist nicht ganz geglückt. 3,5 Liter Quittengelee wurden nicht fest, so dass ich nacharbeiten musste. Noch mal einkochen, Agar Agar hinzupacken. Weil ich bei der Dosierung von Agar Agar unsicher war, habe ich mein Gelee in zwei große Portionen geteilt. Nun habe ich in der einen Hälfte schnittfestes Würfelgelee. Wenn ich mal sauer auf den Mann bin, werde ich ihn zwingen, daraus Gummibärchen zu schnitzen. Geschmacklich ist es natürlich einwandfrei; man muss es nur ein bisschen auf dem Brot mit dem Streichmesser plattdrücken. Geht, geht alles.

Aber die andere Hälfte ist geglückt; das Gelee ist Gelee, welches seinen Namen verdient.

Noch nie im Leben habe ich Marmelade oder Gelee gekocht, das war das erste Mal. Dafür bin ich recht zufrieden. Ich musste mich rantasten, aber ist okay.


Aus den Resten der gekochten Früchte habe ich ein Mus im Mixer gemixt. Es schmeckt noch besser als Apfelmus. Mit Sahne und Hafercuisine obenauf war das ein tolles Dessert.

Aus weiteren Früchten habe ich Quittenchutney gekocht; dieses Rezept fand ich bei Essen und Trinken. Die haben es zu Jakobsmuscheln gemacht. Das fiel bei mir natürlich weg. Braucht kein Mensch.

Das Chutney ist links oben.  Unten die beiden Gläser enthalten das Quittenmus.



Rechts oben steht eine Quittenpaste. Sie ist Teil des Rezeptes 'Quittenpaste mit Mandelkäse' aus dem Buch 'Vegane Tapas' von Gonzalo Baró.
Das Büchlein habe ich mir gekauft; es kostet 5,90 Euro und enthält 34 Tapasrezepte; für kalte und warme Tapas. Gonzalo Baró ist Madrilene und lebt in Berlin. Er kocht seit seiner Kindheit und Foodfotograf ist er auch noch. Seine Bilder im Buch sind unglaublich.

Der Mandelkäse wird mit Agar Agar gebunden, er erinnert im Geschmack leicht an frischen Schafs- oder Ziegenkäse.
Der Käse ist schnittfest. Hier ruht er:


Und hier ruht die Quittenpaste. Sie wird ebenfalls sehr fest und lässt sich auch schneiden.
Dieses Tapasgericht ist etwas aufwendig; gehört aber zu denen, die sich vorbereiten lassen.


Wenn beides steif geworden ist, lässt es sich hübsch arrangieren:


Der Mann durfte zuerst probieren. Ich habe gefragt, wie es ist. Sagt der: "Interessant!" da sagte ich: "Interessant heißt Scheiße, das ist genauso, als frage ich: wie findest du meinen Mann? und derjenige anwortet: "Nett." Also, was jetzt, lecker oder lecker?"
Gottseidank, war lecker. Geht doch. 
Dann habe ich probiert und was ich als Erstes gedacht habe war: "Oh, interessant!".
Der Gegensatz ist einfach unglaublich, die süße, duftende Quittenpaste und dann der gewürzte Mandelkäse; das lässt sich schmecken.

Das kleine Büchlein kann ich Euch wärmstens empfehlen, wenn Ihr die spanische Küche auch so gerne mögt wie ich.


Weil diese Köstlichkeiten in dem Buch alle so lecker aussehen, habe ich beschlossen, meine Familie (Bruder, Schwägerin, Sohn, Mann und Hund) zu einem ausgedehnten Tapasabend mit Flamencomusik und Sangria einzuladen.
Da werde ich schon Tage vorher in die Küche entschwinden und vorbereiten; da habe ich richtig Lust drauf.



Ach und noch was, könnt Ihr dem Mann bitte mal Folgendes sagen: wenn ich eine Spinne mit dickem Bauch in der Küche sehe und ihn schreiend bitte, sie auf die Terrasse zu bringen, dass es mich nicht  tröstet, wenn er sagt, die Spinne wäre überhaupt nicht dick. Der ihr Bauch sei kein Bauch sondern ein Eiersack, in dem sie ihre hundert Kinder umherträgt. Na herzlichen Dank! Genau das wollte ich wissen.
(Selbstredend übrigens, dass er die Spinne verloren hat. Irgendwo hockt sie noch in der Küche und guckt mich anklagend kann. Wenn sie mich ärgern will, wird sie sagen: "Huch, ich glaube, ich kriege Wehen!"
 Der Mann sagt, er hätte sie nur deswegen nicht bergen können, weil ich ihn nackt aus dem Bad gescheucht habe und er seine Brille nicht aufsetzen konnte. Um Ausreden nie verlegen.)

Keine Ahnung, wie das ausgeht. Ich bin alarmiert. Sollte ich meinen Tapasabend er- und überleben, zeige ich Euch meine Bilder von dem Event. 
Bis dahin, macht's gut!



Donnerstag, 5. November 2015

05.11.15 Frühstück im Café Kurzlebig, Bonn

Wir gehen gerne mit Freunden frühstücken. Ich halte immer Ausschau nach Cafés/Restaurants, in denen man als Omni als auch als Veganer nicht zu kurz kommt. Die Möglichkeiten in Bonn sind dünn gesät, leider.
Aber nun haben wir das Café Kurzlebig für uns entdeckt. Leider ziemlich spät, denn das Café Kurzlebig wird es nur noch bis März 2016 geben. Schande, Schande. So ein hübsches, liebes Café.

Café Kurzlebig

Ich wählte den 'Veganen Teller' für 9,70 Euro:


... und der Mann 'Herzhaft vegan' für 11,90 Euro


Das Café Kurzlebig ist sehr freundlich, warmherzig und in gemütlichem Retrostil eingerichtet. Es liegt direkt hinter dem Alten Bonner Rathaus.

Wir waren höchst angetan von unseren Frühstücken! Wie liebevoll die alles angerichtet haben!

Danach haben wir die "Außenstelle" der Kaiserhüttn, neben dem Kaufhof-Eingang, besucht und eine vegane Bratwurst mit Senf im Brötchen für 3,00 Euro gegessen. Wir waren noch satt vom Frühstück, sonst hätten wir mehr gegessen. Kaiserhüttn ist lecker!
Leider erkennt man die Wurst nicht, sie ragt nicht heraus. Das fiel uns erst daheim auf. Sie war aber drin und lecker, ich schwör!





Vom Vortag kann ich Euch noch ein Bild von Kamps veganem Burger zeigen. Kamps hat zum Weltvegantag den veganen Burger aufgelegt, den kann man den ganzen November kaufen.
Er enthält neben Salat, Gurke, Tomate und veganer Mayonnaise einen dicken Gemüsebratling.
Die Preise in den einzelnen Filialen sind wohl unterschiedlich; wir haben 2,99 Euro bezahlt.
Ich fand ihn gut und lecker und würde mich freuen, wenn Kamps den regulär ins Sortiment aufnehmen würde.


Und ich kann noch was zeigen; ich habe endlich mal die sagenumwobene 'Golden Milk' ausprobiert, hier als Shake nach diesem Rezept. Bislang traute ich mich nie daran, ich dachte, das schmeckt bestimmt nicht. Schmeckt aber wohl!


So, das war's von hier. Schönen November liebe Freunde! Raschelt durch's Laub und lasst es Euch gutgehen.