Montag, 18. Mai 2015

18.05.15 Flohmarkt und Black Veg

Samstag sind Mann und ich mit den Rädern in die Bonner Rheinaue gefahren und haben dort den Flohmarkt besucht. Ich war viele Jahre nicht mehr auf einem Flohmarkt, dabei bin ich dort sehr gern.
Muss ich sofort wieder einführen, meine Flohmarktgänge.
Gelockt hat uns zudem, dass dort eine vegane Fressbude war, die BiBu. Die kannten wir schon vom Veggie-Sommerfest in Köln und vom Veggiefest in Ahrweiler. Dort aß ich letztes Jahr die leckerste vegane Currywurst ever.

Dieses Mal haben wir beide den BiBu-Burger genommen und er, der Mann, wollte noch eine Portion Fritten dazu. Da sagte ich noch, das schaffst Du doch nie! Viel zu viel! Wie kann man so gierig sein.
Aber als ich dann später seine Fritten mit aß, hätte er gerne noch eine weitere gehabt. So kanns gehen. Er hätte besser gleich zwei Portionen Fritten bestellt. Und ich sag noch, nimm noch eine. Dann haben wir unterm Strich eine mehr!




Jetzt ist er (immer noch) satt, aber spricht nicht mehr mit mir. Merkwürdig.

Ich werde nächsten Monat wieder diesen Flohmarkt besuchen, aber dann wohl alleine. Dann kann ich in Ruhe suchen und keiner sagt: "Wie, ein Pullover? Du hast doch schon einen?" oder "Was willst du mit der bunten Halskette, das ist doch Kinderspielzeug?" Zudem interessieren sich Männer für ganz bizarre Dinge wie DVDs, alte Langspielplatten, Technik, Magnete und son Kram. Ich dachte, der Mann geht hinter mir, drehte mich um und er stand ganz weit hinten und beguckte irgendwas Chromglänzendes. Warum weiß niemand.
Männer und Frauen kommen auf dem Flohmarkt einfach nicht zusammen. 

Sonntag besuchten wir mal wieder das vegane Lokal Black Veg in der Bonner Altstadt, dort gab es Bandnudeln zum Niederknien, mit Zucchini-Champignon-Curryrahm. Ich wäre am liebsten dort sitzengeblieben bis die Portion verdaut ist und ich eine weitere hätte bestellen können.
Im Black Veg schmeckt es uns immer, aber das hier war genau mein Ding.




Der Hund hofft auf eine besoßte Nudel. Wie kann man da nein sagen?


In der Bonner Altstadt sieht man umhäkelte Bäume; das ist eine Protestaktion gewesen. In der Altstadt sollte die Tagesstätte für Senioren namens SenTaBlu  mit einer anderen zusammengelegt werden. Das würde für viele ältere Mitbürger bedeuten, dass sie ihre gewohnte tägliche Anlaufstelle verlieren und die Möglichkeit, jeden Tag günstig zu essen. Die andere Stätte ist deutlich weiter entfernt.
Die Stadt Bonn wollte ein paar Tausend Euro pro Jahr sparen. Aus Protest fingen die Betroffenen das Häkeln an. Mir gefällt das. Friedlicher, bunter Protest. Ich hoffe, der freundliche Widerstand konnte etwas bewirken. (Ich glaube ja nicht, Bonn ist schräg drauf wenn es um Sparmaßnahmen geht. Sozial geht anders. Dass die ältere Generation zu ehren und zu pflegen ist, wissen die nicht).


Aus dem Black Veg haben wir uns für den Nachmittag noch zwei Tortenstücke mitgenommen, ich hatte die Schwedische Rharbarer-Apfel-Sahnetorte und der Mann eine Schokoladen-Fudge-Torte.


Abends habe ich uns nur noch einen schnellen Salat gemacht; mit Salbei-, Borretsch- und Kornblumenblütenblättern.





Kommentare:

  1. Susi ;-) Kurz und prägnant: Ich liebe Deine Mathematik. LOL!

    Also ich finde das mit dem Nein-Sagen funktioniert ganz gut, Du darfst denen nur nicht in die Augen schauen ;-) Abgesehen davon hatte ich schnell überfliegenderweise gelesen, dass der Mann auf eine besoffene Nudel hoffte - hmm... - da musste ich natürlich nochmal zurück scrollen und ordentlich lesen.

    Die Schoko-Fudge-Sache bist leicht narrisch die schaugt guat aus....

    Sei ganz lieb gegrüßt,
    Almut

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    1. Hi liebe Almut,

      die Fudgetorte war noch leckerer als sie aussah, ich musste natürlich mehrmals bei ihm probieren. Eigentlich sollte er im Gegenzug meine auch probieren, aber da kam es irgendwie nicht mehr zu. Ganz seltsam alles. :-)
      Liebe Grüße nach Ö
      Susi

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