Montag, 11. Mai 2015

11.05.15 Picknick bei Toten und Frühstück bei Lebenden

Wenn das nicht mal ein besonderer Titel ist, dann weiß ich auch nicht weiter.

Wir haben am Samstag einen Friedwald mit Freunden besucht und geguckt, ob diese Bestattungsstätte für uns in Frage kommen würde. Tut sie (wenn Ihr mich später sucht - Ihr findet mich unterm Baum). Aber das wollte ich nicht erzählen.
Sondern, dass wir dort von einem Mitglied unserer kleinen Besichtigungsrunde auf die Knoblauchrauke gestoßen wurden. Also nicht in das Blattwerk rein - wir wurden nicht geschubst. Nicht, dass Ihr denkt und so....; nein, nur darauf aufmerksam gemacht.



Blätter und Blüten der Knoblauchrauke sind essbar. Beim Zerreiben der Blätter riecht man sofort den Knoblauchduft.
Also wer keinen Bärlauch findet, könnte mit dieser Pflanze vorlieb nehmen. Macht sich bestimmt super als Pesto oder im Salat!

Nach dem Gang über den Friedwald wurden Mann und ich zum Picknick in der Nähe eingeladen; im Wald. Leider haben wir kein Bild. Dort gab es Oliven, Kräcker, Apfelstücke, Pflaumen, Feigen, Erdbeeren, Ananas, Tomaten und so. Das war super! Der Spaziergang dauerte länger als erwartet und in mir machte sich längst ein drängendes Hüngerchen bemerkbar. Merkt der Mann daran, dass ich zunehmend unleidlich werde und mein Lächeln gefriert. Das ist für alle Beteiligten nicht schön.

Über das unverhoffte Picknick haben wir uns sehr gefreut. Leider konnte ich nicht an mich halten und habe nicht nur den Leckereien sehr gut zugesprochen sondern zum Schluss noch die jeweils letzten Obstücke gegessen. Jeder weiß, das darf man nicht. Nie nie nie nienicht. Man lässt immer ein Stück auf der Platte oder in Schüssel liegen. Aus Höflichkeit den anderen gegenüber. Es war mir leider nicht möglich, an mich zu halten.
Vermutlich bekomme ich die nächste Woche ein Schreiben, dass ich nachsitzen muss beim Kniggekurs der VHS. Wir werden sehen.
Das war schon ein nettes Erlebnis, sowohl der Friedwald selbst als auch anschließend das kleine nette Picknick.

Gestern hatten wir auch so ein Glück; da waren wir zum Frühstück bei meiner Schwägerin eingeladen; wie immer hatte sie für uns abgesehen vom Omnifrühstück eine Veggieecke liebevoll arrangiert. Hier sitze ich davor und warte gierig und nur schwer beherrscht auf den Startschuss. Sogar die Brötchen (nicht auf dem Bild) waren vegan.

Unsere Veggieecke. Alles mir. Okay, alles Mann und mir. Immer muss man teilen. (Heiratet bloß nicht.)





Da hatte meine Lieblingsschwägerin mal wieder tüchtig aufgefahren für uns. Ich verleihe ihr hiermit feierlich und virtuell den Familienverdienst-Veggie-Orden aus dreifach geklöpptem Weizengrasband.

Apropos Weizengrasband; aktuell arbeite ich im Labor in meiner Küche an einem geheimen Projekt; Vermehrung von Basilikumpflanzen. Auch wenn ich nicht berufstätig bin, soll keiner denken, ich würde nicht hart arbeiten. Ich weiß mich schon zu beschäftigen.

Basilikumvermehrung. Das ist ganz einfach: einen Zweig abschneiden und ein paar Tage ins Wasser stellen. So wie die kleinen Wurzeln groß genug sind, das Pflänzchen einpflanzen.
Hier seht Ihr meinen Prototypen, ich nenne ihn Basili 1. Er steht kurz vor der Einpflanzung. Da ich das Experiment als geglückt erachte, werde ich mehrere davon züchten und einpflanzen.
Viel Glück habe ich nämlich nicht mit dem gekauften Basilikum.
Übrigens sollte der nur von unten gegossen werden bzw. ins Tellerchen Wasser bekommen; nicht von oben, die kleinen Ästchen faulen sonst.
Ihr habt das vermutlich wieder alle gewusst, ich nicht. Mir sagt ja keiner was.




Das waren die Wasserstandsmeldungen von hier. Mehr tut sich nicht; und da ich die nächsten drei Tage mannlos sein werde - aber nicht hundlos - wird sich auch da nicht viel tun. Vermutlich werde ich alle meine Freunde anrufen und die vor Langeweile zu Boden quatschen.  Da müssen die durch.
Wenn der Mann hier ist, habe ich immer was aufzuräumen, aber so. Keine Ahnung. Es ist nichts zu tun. Alles bleibt dort, wo ich es hingestellt habe. Verblüffend, Mirakel.

Ach so, noch was! Wir gehen gemeinsam auf die 500.000 (fünfhunderttausend!) Aufrufe von Blogbehimmelt zu! Danke Ihr Lieben alle!!!!!
Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Ihr seid lieb!!!
Ich schließe Euch in mein Abendgebet ein, Ehrensache!


Kommentare:

  1. ...ich habs auch nicht gewußt - das mit dem Gießen von unten. Danke, daß Du mich eingeweiht hast. Ich hab mich immer gewundert, was mit meinem Basilikum los ist. Und diese Vermehrung werde ich direkt probieren - das ist ja ne super Idee!
    Ich wünsch Dir was - weiterhin viel Spaß bei allem!
    Heike

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    1. Danke schön Heike;

      ich bin mal gespannt, wie sich die Sache mit Basilikum weiter entwickelt; ob ich künftig mit den Pflänzchen mehr Glück habe. Und Du auch!
      Liebe Grüße
      Susi

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  2. Hallo liebe Susi, du hast ja ein Riesenglück mit deiner Schwägerin - toll!
    Das mit dem "unleidlich werden", wenn sich schon seit längerem das Hüngerchen gemeldet und man es nicht beachtet hat, kenne ich auch.
    Deinen Schreibstil finde ich nach wie vor herrlich! :-)
    Liebe Grüße von Frauke

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    1. Liebe Frauke,

      ja, die Schwägerin liegt mir schon sehr am Herzen. Sie ist äußerst gastfreundlich, kocht für Ihr Leben gern und nennt sich selbst Flexitarierin, ist also unserem Veggieding gegenüber sehr aufgeschlossen. Die ist auch immer sehr kreativ und macht sich unendlich viel Mühe. Immer eine Freude, bei denen eingeladen zu sein.
      Liebe Grüße
      Susi

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