Montag, 25. Mai 2015

25.05.15 Experiment Basilikumvermehrung Teil II

Am 11.05.15 berichtete ich aus meinem Versuchslabor von der bevorstehenden Vermehrung meiner Basilikumpflanze. Die Wissenschaft hält den Atem an. Mindestens.



Kurz nach der Veröffentlichung habe ich den kleinen Zweig eingepflanzt. Und eine Folie drübergespannt.
Mittlerweile ist er ordentlich gewachsen. Bald pflanze ich ihn um in einen größeren Topf und bringe ihn nach draußen. Drum herum sind aus Samen gezogenen Basilikumpflänzchen. Die waren mein Plan B; falls die Vermehrung meines Pflänzchens nicht hinhaut. Aber: läuft!

Nur von unten gießen!

Unser heutiges Gericht:

Spaghetti con spinaci, Rezept liegt hier. Wäre das Wetter schöner, hätten wir gegrillt, bei
15 °C haben wir allerdings keinen Bock. Wir lullen uns in eine Decke ein. Genau das werden wir machen. 


Gestern:

Ofengemüse, Ofenkartoffeln, Tzatziki, Hummus


Vorgestern:

Veggie-Eier in Senfsoße im Kartoffelpüreenest; Rezept hier.



Und abends Rohkost mit Hummus


Morgen bin ich zum Geburtstag bei meiner Freundin eingeladen; sie macht extra für mich eine "Schwarze Rettichsuppe".  Für mich hat nie noch jemand eine Rettichsuppe gekocht, geschweige denn eine schwarze! Man darf gespannt sein. Ich werde berichten, bleibt dran und bleibt mir gewogen!


Freitag, 22. Mai 2015

21.05.15 Kuchen und Suppe ohne besondere vegane Spezialzutaten

Heute zeige ich Euch zwei Rezepte, für die man nicht explizit 'besondere' vegane Zutaten braucht. Das eine ist ein Streuselkuchen von Tines veganer Backstube, das andere ist eine Suppe.

Da hatte ich gestern Bock auf eine simple Kartoffelsuppe und musste entdecken, dass die nicht auf meiner Rezepteseite steht! Das bedeutete, ich musste sie erstmal erfinden.

Kartoffelsuppe


Rezept
Für 4 Personen, reichlich

ca. 850 g Kartoffeln
1 Stange Lauch
1 Möhre
1 dicke Zwiebel
1 l Gemüsebrühe
Salz (Rauchsalz passt auch prima)
Pfeffer
1 TL Majoran (getrocknet)
3 Blättchen Liebstöckel (hier frisch)
2 EL neutrales Öl (Raps-, Sonnenblumenöl)
Petersilie

Zwiebel, Möhre, Porree und die Kartoffeln in kleine Würfel schneiden.
Das Gemüse bis auf die Kartoffeln einige Minuten in Öl anbraten, dabei wenden. Mit Gemüsebrühe auffüllen und die Kartoffelstücke und den Liebstöckel hinzufügen.
Aufkochen lassen und 20 Minuten bei geschlossenem Topf und geringer Hitze kochen.

Den Topf von der Platte ziehen und mit dem Kartoffelstampfer etwas bearbeiten. Anschließend die Suppe kurz (!) mit dem Pürierstab pürieren, so, dass noch Stücke zu sehen sind. Wirklich nur kurz, 10 Sekunden reichen völlig.

Suppe mit Salz, Pfeffer und Majoran und frischen Kräutern wie Petersilie würzen. Wer keinen Liebstöckel im Haus resp. Garten hat - macht nichts, Maggi geht auch (ist sogar vegan nur nicht so toll, Maggi gehört zu Nestlé. Es gibt von Erntesegen die Kräuterflüssigwürze, bio. Das wäre eine mögliche gute Alternative).

Somit ist die Suppe auch schon fertig und sehr lecker!

Wer will, kann nun noch etwas Hafer-, Reis-, Dinkel- oder Sojacuisine unterrühren (Bild).
Ferner lässt sich die Suppe pimpen mit veganen Würstchen wie Bauernknacker, Wienerle oder Winzi Weenies. Oder auch mit Croutons oder kleingeschnittenem, gebratenem Räuchertofu.

Der Apfel-Kirschkuchen. Das ist der Apfel-Kirschkuchen von Tines veganer Backstube; den habe ich schon mehrmals gebacken. Der ist großartig. Saftig, lecker und gelingt immer.
Auch dieses Rezept kommt ohne vegane Spezialprodukte aus (rein pflanzliche Margarine vorausgesetzt wie Alsan, Deli Reform, Sojola, Rewe Bio Margarine, Rama bio etc.).



Fehlen nur noch die Streusel


Streusel sind angekommen, ab in den Ofen
 
Nach ca. 50 Minuten war er fertig





Mittwoch, 20. Mai 2015

20.05.15 Alles durcheinander

Letzte Nacht blieb ich lange auf und habe mit dem Mann um 0.00 Uhr einen Hugo getrunken.
Davor haben wir Kartoffelsalat mit dem Virginiasteak von Wheaty gegessen.


Und danach noch Erdbeeren mit Sahne. Die Blüten sind Holunderblüten.










Mein Frühstück mit Krone



Heute gab es noch mal den Hugo; das war diese Flasche, hatte ich seinerzeit bei der Veganbox bestellt:


Ferner habe ich den Mann zu Sushi eingeladen; im Bonner Makiman. Wir haben uns vorher eingehend vergewissert, dass die uns nur was Veganes auftischen; war kein Ding.










Danach bewegten wir uns zum CassiusGarten und kauften zwei Stücke Kuchen für daheim und zwei Eis (zwölf Sorten veganes Eis + veganer Waffel. Die Qual der Wahl).

Orangenkuchen und Nusskuchen.


Vorhin aßen wir noch mal Kartoffelsalat, dieses Mal mit den Bauernknackern von Wheaty.
Denkt Euch obiges Bild nur mit Würstchen und Senf, dann kommt es hin.
Einen Teller mit Tomate-Flohzarella hatte ich auch noch. Da bin ich momentan sehr scharf drauf, mache ich öfter.


Das war ein schöner Tag, das Wetter war uns hold, wir blieben trocken. Zumindest äußerlich.


Ich muss jetzt ganz tapfer sein, denn der nächste Geburtstag ist der Fünfzigste. Irgendwie müssen wir uns noch arrangieren lernen, mein Alter und ich. Noch glaube ich, dass ich das nicht überlebe.

Montag, 18. Mai 2015

18.05.15 Flohmarkt und Black Veg

Samstag sind Mann und ich mit den Rädern in die Bonner Rheinaue gefahren und haben dort den Flohmarkt besucht. Ich war viele Jahre nicht mehr auf einem Flohmarkt, dabei bin ich dort sehr gern.
Muss ich sofort wieder einführen, meine Flohmarktgänge.
Gelockt hat uns zudem, dass dort eine vegane Fressbude war, die BiBu. Die kannten wir schon vom Veggie-Sommerfest in Köln und vom Veggiefest in Ahrweiler. Dort aß ich letztes Jahr die leckerste vegane Currywurst ever.

Dieses Mal haben wir beide den BiBu-Burger genommen und er, der Mann, wollte noch eine Portion Fritten dazu. Da sagte ich noch, das schaffst Du doch nie! Viel zu viel! Wie kann man so gierig sein.
Aber als ich dann später seine Fritten mit aß, hätte er gerne noch eine weitere gehabt. So kanns gehen. Er hätte besser gleich zwei Portionen Fritten bestellt. Und ich sag noch, nimm noch eine. Dann haben wir unterm Strich eine mehr!




Jetzt ist er (immer noch) satt, aber spricht nicht mehr mit mir. Merkwürdig.

Ich werde nächsten Monat wieder diesen Flohmarkt besuchen, aber dann wohl alleine. Dann kann ich in Ruhe suchen und keiner sagt: "Wie, ein Pullover? Du hast doch schon einen?" oder "Was willst du mit der bunten Halskette, das ist doch Kinderspielzeug?" Zudem interessieren sich Männer für ganz bizarre Dinge wie DVDs, alte Langspielplatten, Technik, Magnete und son Kram. Ich dachte, der Mann geht hinter mir, drehte mich um und er stand ganz weit hinten und beguckte irgendwas Chromglänzendes. Warum weiß niemand.
Männer und Frauen kommen auf dem Flohmarkt einfach nicht zusammen. 

Sonntag besuchten wir mal wieder das vegane Lokal Black Veg in der Bonner Altstadt, dort gab es Bandnudeln zum Niederknien, mit Zucchini-Champignon-Curryrahm. Ich wäre am liebsten dort sitzengeblieben bis die Portion verdaut ist und ich eine weitere hätte bestellen können.
Im Black Veg schmeckt es uns immer, aber das hier war genau mein Ding.




Der Hund hofft auf eine besoßte Nudel. Wie kann man da nein sagen?


In der Bonner Altstadt sieht man umhäkelte Bäume; das ist eine Protestaktion gewesen. In der Altstadt sollte die Tagesstätte für Senioren namens SenTaBlu  mit einer anderen zusammengelegt werden. Das würde für viele ältere Mitbürger bedeuten, dass sie ihre gewohnte tägliche Anlaufstelle verlieren und die Möglichkeit, jeden Tag günstig zu essen. Die andere Stätte ist deutlich weiter entfernt.
Die Stadt Bonn wollte ein paar Tausend Euro pro Jahr sparen. Aus Protest fingen die Betroffenen das Häkeln an. Mir gefällt das. Friedlicher, bunter Protest. Ich hoffe, der freundliche Widerstand konnte etwas bewirken. (Ich glaube ja nicht, Bonn ist schräg drauf wenn es um Sparmaßnahmen geht. Sozial geht anders. Dass die ältere Generation zu ehren und zu pflegen ist, wissen die nicht).


Aus dem Black Veg haben wir uns für den Nachmittag noch zwei Tortenstücke mitgenommen, ich hatte die Schwedische Rharbarer-Apfel-Sahnetorte und der Mann eine Schokoladen-Fudge-Torte.


Abends habe ich uns nur noch einen schnellen Salat gemacht; mit Salbei-, Borretsch- und Kornblumenblütenblättern.




Montag, 11. Mai 2015

11.05.15 Picknick bei Toten und Frühstück bei Lebenden

Wenn das nicht mal ein besonderer Titel ist, dann weiß ich auch nicht weiter.

Wir haben am Samstag einen Friedwald mit Freunden besucht und geguckt, ob diese Bestattungsstätte für uns in Frage kommen würde. Tut sie (wenn Ihr mich später sucht - Ihr findet mich unterm Baum). Aber das wollte ich nicht erzählen.
Sondern, dass wir dort von einem Mitglied unserer kleinen Besichtigungsrunde auf die Knoblauchrauke gestoßen wurden. Also nicht in das Blattwerk rein - wir wurden nicht geschubst. Nicht, dass Ihr denkt und so....; nein, nur darauf aufmerksam gemacht.



Blätter und Blüten der Knoblauchrauke sind essbar. Beim Zerreiben der Blätter riecht man sofort den Knoblauchduft.
Also wer keinen Bärlauch findet, könnte mit dieser Pflanze vorlieb nehmen. Macht sich bestimmt super als Pesto oder im Salat!

Nach dem Gang über den Friedwald wurden Mann und ich zum Picknick in der Nähe eingeladen; im Wald. Leider haben wir kein Bild. Dort gab es Oliven, Kräcker, Apfelstücke, Pflaumen, Feigen, Erdbeeren, Ananas, Tomaten und so. Das war super! Der Spaziergang dauerte länger als erwartet und in mir machte sich längst ein drängendes Hüngerchen bemerkbar. Merkt der Mann daran, dass ich zunehmend unleidlich werde und mein Lächeln gefriert. Das ist für alle Beteiligten nicht schön.

Über das unverhoffte Picknick haben wir uns sehr gefreut. Leider konnte ich nicht an mich halten und habe nicht nur den Leckereien sehr gut zugesprochen sondern zum Schluss noch die jeweils letzten Obstücke gegessen. Jeder weiß, das darf man nicht. Nie nie nie nienicht. Man lässt immer ein Stück auf der Platte oder in Schüssel liegen. Aus Höflichkeit den anderen gegenüber. Es war mir leider nicht möglich, an mich zu halten.
Vermutlich bekomme ich die nächste Woche ein Schreiben, dass ich nachsitzen muss beim Kniggekurs der VHS. Wir werden sehen.
Das war schon ein nettes Erlebnis, sowohl der Friedwald selbst als auch anschließend das kleine nette Picknick.

Gestern hatten wir auch so ein Glück; da waren wir zum Frühstück bei meiner Schwägerin eingeladen; wie immer hatte sie für uns abgesehen vom Omnifrühstück eine Veggieecke liebevoll arrangiert. Hier sitze ich davor und warte gierig und nur schwer beherrscht auf den Startschuss. Sogar die Brötchen (nicht auf dem Bild) waren vegan.

Unsere Veggieecke. Alles mir. Okay, alles Mann und mir. Immer muss man teilen. (Heiratet bloß nicht.)





Da hatte meine Lieblingsschwägerin mal wieder tüchtig aufgefahren für uns. Ich verleihe ihr hiermit feierlich und virtuell den Familienverdienst-Veggie-Orden aus dreifach geklöpptem Weizengrasband.

Apropos Weizengrasband; aktuell arbeite ich im Labor in meiner Küche an einem geheimen Projekt; Vermehrung von Basilikumpflanzen. Auch wenn ich nicht berufstätig bin, soll keiner denken, ich würde nicht hart arbeiten. Ich weiß mich schon zu beschäftigen.

Basilikumvermehrung. Das ist ganz einfach: einen Zweig abschneiden und ein paar Tage ins Wasser stellen. So wie die kleinen Wurzeln groß genug sind, das Pflänzchen einpflanzen.
Hier seht Ihr meinen Prototypen, ich nenne ihn Basili 1. Er steht kurz vor der Einpflanzung. Da ich das Experiment als geglückt erachte, werde ich mehrere davon züchten und einpflanzen.
Viel Glück habe ich nämlich nicht mit dem gekauften Basilikum.
Übrigens sollte der nur von unten gegossen werden bzw. ins Tellerchen Wasser bekommen; nicht von oben, die kleinen Ästchen faulen sonst.
Ihr habt das vermutlich wieder alle gewusst, ich nicht. Mir sagt ja keiner was.




Das waren die Wasserstandsmeldungen von hier. Mehr tut sich nicht; und da ich die nächsten drei Tage mannlos sein werde - aber nicht hundlos - wird sich auch da nicht viel tun. Vermutlich werde ich alle meine Freunde anrufen und die vor Langeweile zu Boden quatschen.  Da müssen die durch.
Wenn der Mann hier ist, habe ich immer was aufzuräumen, aber so. Keine Ahnung. Es ist nichts zu tun. Alles bleibt dort, wo ich es hingestellt habe. Verblüffend, Mirakel.

Ach so, noch was! Wir gehen gemeinsam auf die 500.000 (fünfhunderttausend!) Aufrufe von Blogbehimmelt zu! Danke Ihr Lieben alle!!!!!
Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Ihr seid lieb!!!
Ich schließe Euch in mein Abendgebet ein, Ehrensache!

Samstag, 9. Mai 2015

09.05.15 Der Mai ist gekommen

Vermutlich denkt Ihr, ich hätte mich längst steif gemacht und zucke nicht mehr, aber dem ist nicht so. Jo, es gibt mich noch. Es gibt nur nichts Interessantes zu berichten.

Mittlerweile ist der Frühling voll im Gange und das hat große Auswirkungen auf unsere Gerichte.
Endlich wieder Spargel, Erdbeeren, Bärlauch satt. Und Kräuter, wie blöd.

Unser allererster Spargel vom Markt hatte sehr unterschiedlich dicke Stangen:


Die Stange rechts im Bild ist eine normal dicke; sie sieht neben dem Kawenzmann ganz dünn aus.
Das dicke Teil habe ich (Sakrileg, werft die rothaarige Hexe ins Feuer) der Länge nach viergeteilt. Schreibt mir bloß keine bösen Kommentare von wegen, macht man nicht. Keiner hat mich gesehen, also ist es nicht passiert. Ich tue es auch nie wieder. Großes Veganerehrenwort. Obwohl, es sei denn, ich erwische noch mal so eine unglaublich dicke Spargelstange.

Gegessen haben wir den Spargel mit der MacCheese-Soße vom Blog homesteadenotes. Die habe ich abweichend vom Rezept weniger stark mit Pfeffer und Salz gewürzt, dafür hatte sie eine deutlich stärkere Zitronennote. Etwas Bierhefeflocken habe ich auch noch reingekippt, mache ich immer.
Perfekt. Göttlichst!


Ofensüßkartoffeln mit Champignons und Dip


Das allererste Selfie von Mann und mir. Da essen wir unser erstes Draußeneis des Jahres. Das mit den Selfies müssen wir noch üben. Wir brauchen so eine Stange, ganz klar. Dann würde man auch unser Eis sehen können.


 Und hier ist was ganz Tolles, das sind Penne mit Linsenbolognese. Auch das ist eine Premiere, habe ich bislang - warum weiß der Geier - noch nicht gekocht.

Das Rezept der Linsenbolognese ist vom Blog Vegan & Lecker. An das Rezept habe ich mich gehalten bis auf zwei zusätzliche EL Tomatenmark. Und natürlich waren meine Kräuter frisch. Ich werde ja nicht müde zu betonen, dass zwischen getrockneten Kräutern und frischen Welten liegen. Bei den Blüten handelt es sich um Salbeiblüten, essbar.





Der Frühling schreit zudem nach meinem Heringsstipp mit ohne Heringe. Meine 'Heringe' sind aus Aubergine; das Rezept habe ich hier abgelegt.


Stellt Euch vor, in Bonn macht schon wieder was Veganes auf! Und zwar der Grünspecht in der Bonner Altstadt; ein veganer Imbiss.

Das war es schon von mir; Ihr seht, hier geht alles seinen ruhigen gewohnten Gang.


Ich leg' mich dann mal wieder. Mit Anlauf in die Kirschblüten, in den Flieder oder in eine grüne Aue. Man liest sich! Genießt den Frühling, wer weiß, was danach kommt. :-)