Samstag, 31. Januar 2015

31.01.2015 Neue Ausrichtung

Bevor Ihr denkt, ich hätte mich zur Ruhe gesetzt, lege ich schnell mal ein aktuelles Statement ab. Ein Susi-Update, sozusagen.

Nein, ich habe mich nicht zur Ruhe gesetzt oder gelegt, mitnichten. Ganz im Gegenteil.

Ab 1. Januar habe mir ein Sportprogramm verordnet, einhergehend mit einer geringfügigen Nahrungsumstellung. Vegan natürlich sowieso; aber nun achte ich etwas mehr auf wertvollen Brennstoff in der Nahrung, auf mehr Obst und auch auf Eiweiß.
Müll wie Chips habe ich aus meinem Leben komplett entfernt, ebenso Kaffee. Auf Süßigkeiten stehe ich eh nicht sonderlich, hin und wieder esse ich einen Riegel Vivani Schokolade. Mittlerweile esse ich sogar öfter Müsli, mit Nussmus. Alkohol ist übrigens auch gestrichen. Total. Der Mann wird sich alleine um unsere Bar und die Weinvorräte kümmern müssen, ich bin da total raus.

Ich habe große Pläne; Ziele, sportlicher Art. Zum Erreichen dieser brauche ich ein paar Kumpels, hier seht Ihr meine besten Freunde im Januar (abgesehen vom Mann, selbstredend). Diese Kumpels werden mich nun lange begleiten und helfen, meine Ziele zu erreichen.

Smoothie mit Ananas, Apfel, Banane, Dattel, Proteinpulver, Chlorella, Chia


 Meine Sportschuhsammlung; Laufschuhe, Trailschuhe, Wanderschuhe


 Mein allerallerbester Freund, das Laufband Horizon Paragon 6. Für mich unverzichtbar im Winter. Ich liebe es. Habe ich das schon erwähnt?
(Die Weizenbierflasche im Halter ist nicht das, nach was es aussieht! Ich kann Euch alles erklären! Das ist zwar eine Bierpulle, aber da drin ist Apfelsaftschorle mit ein paar Krümeln Salz. Ihr müsst mir das einfach glauben. Aus dieser Plastikflasche kann ich nämlich beim Laufen am besten trinken ohne mich zu besudeln. Ist schwer aber geht. Reine Körperbeherrschung)


 Mein Ergometer, es quält mich sehr aber es wird trotzdem stark genutzt und ist ganz leise. Nur die arbeitende Frau hört man. Manchmal keucht sie auch. Meist, wenn sie den Mann im Flur hört, um ihn zu beeindrucken. Dann tritt sie besonders heftig in die Pedale. 


 Meine Yogamatte - eine von zweien - , existenziell sozusagen. Wird sowohl von mir als auch vom Hund gern genutzt, wenn ich nicht schnell genug war. Meist legt er sich mit auf die Matte, wenn er mich dort vorfindet. Wir arrangieren uns dann irgendwie.



 Ganz neu eingezogen ist im Januar die legendäre, sagenumwobende, heldenpflegende Blackroll und die kleine Miniroll. Die kennt Ihr sicher, mit denen kann man sich überall dort, wo Muskeln sind, rollend massieren. Das löst verklebte Faszien. Das Körpergefühl danach ist eine Wohltat. Weich, gut durchblutet, angenehm.
Die Blackroll gibt es in drei Härtegraden; ich habe die Med, die ist 20 % weicher als die Standardrolle und geeignet für Schmerzempfindliche, Anfänger und Leute mit wenig Masse/Muskelmasse und Weicheier. Auch wenn ich anfangs tüchtig ob der Schmerzen gestöhnt habe, mittlerweile macht mir das nichts mehr aus; im Gegenteil. Über kurz oder lang werde ich mir auch die härtere Standardrolle gönnen. Und die Blackrollbälle.

Die Rollen liegen bei uns ständig im Wohnzimmer; so kann ich jederzeit ein bisschen rollen. Beim Fernsehen zum Beispiel.



Drei Sportbücher, die mich diesen Januar extrem motiviert und inspiriert haben:
Kick it vegan! von Ilja Lauber, No Meat Athlete von Matt Frazier, Laufen und Joggen für die Psyche von Prof. Dr. Ulrich Bartmann


 Auch neu in meiner Freundesclique ist eine Stoppuhr; sie ist von Schütt-Sport.
Bislang bin ich immer mit der uralten Lego-Stoppuhr meines Sohnes gelaufen (wehe einer lacht!), aber die ist sehr klein und ihr Display noch viel kleiner, ihr Licht ganz schwach. Da ich leider Gottes unter Altersweitsichtigkeit leide (nochmal: wehe, einer lacht! Ich bin jetzt kräftig und kann hauen!), brauchte ich eine neue mit großem Display und vor allem auch mit hellerem Licht; weil ich ein Abendläufer bin.

Dieses Display hier von der Ultrak 450 ist riesig! Ich wollte diese Uhr auch, weil ich keine tausend Funktionen brauche und eine Pulsuhr habe ich schon.






Mein Sportprogramm laufen, radfahren und Yoga habe ich völlig diszipliniert durchgehalten. Nicht eine kleinste Planabweichung, keine Sporteinheit habe ich früher als geplant abgebrochen.
Ich hätte es mir nicht zugetraut, aber ich kann mich echt durchbeißen! 

Ein paar Eckdaten vom Januar: 38,6 Kilometer gelaufen, 10 x Yoga gemacht, 93 Kilometer geradelt. Insgesamt habe ich an 24 Tagen Sport gemacht, 7 Tage waren Ruhetage.
Ich habe 1131 Sportminuten notiert! Das sind im Schnitt ca. 36 Minuten pro Tag.
Dafür, dass das mein erster Sportmonat war, finde ich das großartig.

Wenn ich mal groß und richtig fit bin, werde ich mich für das Bootcamp anmelden. Ich denke, das wird im Sommer der Fall sein.
Sowieso werde ich jeden Monat einen Zahn zulegen und ab Frühjahr auch wieder ein Fitnessstudio besuchen, mir fehlen die Kraftmaschinen, die Geräte. Die Gruppen rund um Bauchbeinepo und Zumba und was es nicht alles gibt reizen mich nicht, aber die Eisen! Die brauche ich besonders für Rücken, Bauch, Brust und Arme. Um die Beine kann ich mich allein kümmern, das ist bei Läufern kein Thema.
Aber soweit sind wir noch nicht; das kommt erst Ende März. Ich gehe genau nach meinem Plan vor.

Jetzt wisst Ihr, womit ich mich seit Jahresbeginn beschäftigt habe und worauf ich mich ganz konzentrieren wollte und musste.
Das hat sich jetzt schon ausgezahlt; ich bin heiter, ausgeglichen, recht fit, die Haut ist erheblich fester (vorher dachte ich, ich habe mehr Haut als ich brauche, schlabberte alles an mir herunter, war nicht wirklich schön), Muskeln - besonders in den Beinen - erkennbar. Die Haltung ist eine ganz andere als noch im alten Jahr. Ich habe keinerlei Rückenschmerzen mehr und was die Migräne angeht, ich hatte den besten, fast ganz schmerzfreien Monat seit vielen Jahren.

Ich werde nun weiter daran arbeiten, längere Einheiten am Stück laufen zu können. Ich laufe nach einem Plan aus dem Buch Laufen und Joggen für die Psyche, der ist ganz sanft und sorgt dafür, dass es nicht Überlastungen kommt.

Früher haben mich immer meine Gelenke (Knie) und Shin Splints aus meinem Laufprogramm gekegelt, weil ich immer viel zu früh zu schnell und zu lange gelaufen bin. Dann musste ich meine Knochen mühsam auskurieren und danach fand ich nicht mehr den Anfang, wieder mit dem Laufen zu starten. Nun will ich es endlich richtig machen. Wenn es auch Zeit braucht.
Der Anfang ist gemacht! Auch wenn ich sonst der Typ bin, der immer an sich was zu meckern findet, nach diesem Monat finde ich mich großartig. Ich bin eine Laufsau! Jawohl. Eine ganz Harte.


Das Gericht hier hat jetzt nichts mit Sport zu tun, auch wenn die Knödel fast so groß waren wie Tennisbälle. Das war der Sauerbraten mit Knödel und Rotkohl, den wir im Black Veg in Bonn letzte Woche gegessen haben. Das war das Tagesgericht, wir waren zufällig vor Ort und dieses Gericht hat mich sehr, sehr glücklich gemacht. Deswegen zählt das Gericht auch zu meinen Januarfreunden.



Diese kleine, gegen Streusalz kämpfende Hundedame darf dann natürlich auch nicht fehlen.
Sie hat nun wirklich nichts mit Sport zu tun, sie hält jegliche Bewegung generell für extrem überbewertet, aber ich liebe sie einfach.





Sollte mir im Februar etwas Besonderes über den Weg laufen, werde ich berichten. Ansonsten werde ich Euch Ende Februar mitteilen, wie es mir so ergangen ist.

Lasst es Euch bis dahin wohlergehen und bewegt Euch, es lohnt sich tausendfach.

Kommentare:

  1. Also Susi, du bist einfach toll.
    Dein neuer Freundeskreis wird dich sicher weiter aufbauen. Ich bin auf deinen Februar Bericht schon ganz gespannt. Und immer schön essen, damit du nicht ein Strich in der Landschaft wirst.
    Ich taste mich gerade vorsichtig an etwas ( ganz wenig ) Sport heran und gehe zu Mrs.Spo...
    Mal schaun wie es mir so bekommt.
    Bis dahin liebe Grüße
    otti

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    1. Hallo liebe otti, das ist super, dass Du ebenfalls sportliche Ambitionen hegst!
      Die Erstfrau vom Mann schwört auf MrsSporty, ich selber bin von meinem Studio nicht angetan. Mir fehlen halt richtige Geräte, die gibt es dort nicht.
      Übrigens habe ich nicht nur nicht abgenommen, sondern sogar etwas zugelegt! Ich baue Muskelmasse auf! Yeah! Sogar ein zugegebenermaßen kleiner Hintern ist wieder erkennbar. Entzückend!
      Liebe Grüße und viel Freude beim Sporteln
      Susi
      (heute mal mit Muskelkater)

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  2. Yeah, Susi, go, Susi, go - fantastisch! Insbesondere der Teil mit der Migränefreiheit! Ich denke, ich werde mich auch an die Kaffeefreiheit herantasten, eventuell - Chips sind ja jetzt nicht so ganz meine Problemstelle, aber dafür der sogenannte sweet tooth, um es neudeutsch auszudrücken. Hmmm....die Winterlethargie ist sowieso ein Viech, jessas....
    Und da kommst Du einfach daher und sprühst vor Vitalität - tätat i di net so gean hom, kunntat i di direkt a wengal net megn ;-))))

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    1. Hi Benjaminchen,
      ich gehe (laufe) vor und gucke, ob es ein Leben nach dem Muskelkater gibt! Für mich, für Euch!
      Es sieht gut aus!
      Mir fehlt übrigens nichts, kein Kaffee, keine Chips, kein Wein. Ist mir alles sowas von egal! Ist also nicht so, dass ich leiden würde oder verzichten. Juckt mich nicht! Meine Ziele sind größer.

      Liebe Grüße
      Susi

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  3. fehlt ja nur noch schwimmen :-D

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    1. liebe susi
      ich traue mich ja kaum zu fragen....
      aber wie schaut es denn mit dem rauchen aus? das hast du bei deiner neuen (lebens)-ausrichtung so gar nicht erwähnt - das hast du wohl leider (noch) nicht auf die no-go-liste gesetzt?
      liebe grüße,
      sandra

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    2. Moin liebe em,
      das war das, was im Januar nicht funktionierte. Alles klappte super, das nicht. Nun hoffe ich auf den Februar, weil das stört erheblich. Es sind zwar nur ein paar wenige Zigaretten am Tag, ich spüre beim Sport allerdings jede einzelne. Weil es naturgemäß immer anstrengender wird, geht das gar nicht! Es ist dann ein bisschen wie zwei Schritte nach vorn und einer zurück. Nicht gut! Ich habe mich für so ein Hypnoseding angemeldet und hoffe, damit lässt sich der Knoten im Kopf endgültig lösen.
      Aber im Februar muss ich ja auch noch was Positives zu vermelden haben.

      Schwimmen werde ich in diesem Monat und auch im nächsten; aber das ist reiner Zufall und gehört nicht zu meinem regulären Sportprogramm.

      Liebe Grüße
      Susi

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    3. oh nee.... das tut mir leid. daß ausgerechnet das rauchen nicht funktionierte. sport und rauchen schließt sich im grunde aus, von daher bin ich mir sicher, daß du, als angehende sportlerin, ganz bald ganz doll die nase voll davon hast und quasi das aufhören von ganz allein kommt. bei mir war es jedenfalls so :-)
      und falls du doch eines tages triathlonpläne hegen solltest, laß es mich wissen. ich stehe dir gerne mit rat und tat zur seite :-D
      liebe grüße,
      sandra

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    4. Triathleten sind Helden! Da werde ich wohl nie hinkommen; schwimmen liegt mir auch nicht, obwohl ich Wasser liebe. Aber da drin mache ich am liebsten toter Mann.
      Ich habe einen ehemaligen Kollegen, der bei Triathlons mitmacht, ich bewundere diesen Mann glühend. Der muss auch kaum was dafür tun, das verstehe ich immer nicht. Das ist einfach gemein. Menschen wie ich müssten ungemein viel trainieren um überhaupt die Ziellinie zu erreichen. Der schüttelt das aus dem Ärmel. Oder aus dem Beinen. Mirakel.
      Liebe Grüße
      Susi

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    5. ich bin leider auch weder begnadet noch talentiert und muß wahnsinnig viel dafür tun. aber es macht unheimlich viel spaß! und es hat mich vom rauchen weggebracht ;-)

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    6. Das macht Dich bei mir gleich mal zur doppelten Heldin! :-)

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  4. Liebe Susi, ich glaube, mein Kommentar ist verloren gegangen :(
    Also nochmal: Du rauchst? Ernsthaft?? Wer raucht denn heute noch? ;))
    Kennst Du "Endlich Nichtraucher"? Bin diesem Buch schaffst Du es!!
    Du rauchst??? Das glaub ich ja nicht!! Ist nicht böse gemeint, aber hey! Es ist so einfach, aufzuhören! Befrei Dich! Viel Glück!
    Christine

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    1. Ich habe immer Phasen, wo ich jahrelang nicht rauche und dazwischen (kürzere) Phasen, in denen ich wieder rauche. Leider.
      Allen Carr kenne ich natürlich, damit begann die längste Nichtraucherphase, 4 Jahre. Manchmal glaube ich, ich brauche das. Damit ich was habe, womit ich auf mir herumhacken kann. Ansonsten bin ich sehr zufrieden mit mir, wenn ich mich rundum betrachte, innerlich/äußerlich. Nur diese eine Sache, die klebt an mir wie ein oller Kaugummi am Schuh.
      Ca. 7 - 9 Zigaretten rauche ich pro Tag. Da sollte ich doch leicht auch noch drauf verzichten können.
      Liebe Grüße
      Susi

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  5. Liebe Susi, ich hab Dir gemailt :) ist jetzt vielleicht hinfällig, es ging in meiner Mail um das Buch..., Du schaffst es trotzdem!,
    Liebe Grüße, Christine

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  6. Super Heimfitnessstudioausstattung hast du da.
    Deswegen sind die Laufschuhe auch so sauber :)
    Kennst du laufengegenleiden.de ?
    Dort wird auch vegan gelaufen.
    Liebe Grüße,
    Martin

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    1. Das ändert sich bald, dass die so sauber aussehen. Die Trailschuhe von Inov 8 sind nigelnagelneu. Die haben noch kein 'Draußen' gesehen. Die werden sich wundern! Und meine alten Laufschuhe habe ich entsorgt, die sahen deutlich schmutziger aus. :-) Ich laufe fast nur noch mit diesen Minimalschuhen; die ganze Dämpfungskacke an den Laufschuhen stört mich.
      Zudem bemühe ich mich, auf Vorderfuß oder wenigstens Mitte zu laufen. Früher war es nur Ferse. Nicht gut.
      Liebe Grüße
      Susi

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    2. Vergessen: Laufen gegen Leiden kenne ich, ja. Aber noch laufe ich nicht bei Wettkämpfen mit. Erst Silvester 2015.

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    3. Mein Trailschuhe sind auch von Inov8 :)
      Mit der Dämpfungskacke bin ich ganz deiner Meinung.
      Seit meine Schuhe minimal sind, hab ich keine Knieprobleme mehr.
      Wenn wider Budget für Laufklamotten da ist, möchte ich mal die Vibram Fivefingers ausprobieren.

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    4. Von Inov 8 sind auch meine Wander/Trailschuhe, die grauen Stiefel auf dem Bild rechts. Weil ich mit denen super zufrieden bin - auch Minmalteile - dachte ich, dann mache ich mit der Firma nichts falsch. Die sind für meine Füße gegossen, herrlich.
      Ist das mit den Fivefingers nicht mühselig, die anzuziehen? Ich stelle mir immer eine arge Fummelei vor, die kleinen Zehen in ihre Hülle zu bugsieren.

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  7. Hallo liebe Susi,
    da bin ich eben mal so auf blaubehimmelt und was sehe ich einen neuen blogpost. Freu ! Ich habe Dich echt vermisst.
    Schön, daß es Dir gut geht.
    Und so viel Sport und dann hast Du Dir tatsächlich das Buch vom Prof. Bartmanm zugelegt. Das freut mich.
    Übrigens beginnt im April meine Ausbildung zur Lauftherapeutin. Aber doch nicht beim Prof. Bartmann, sondern bei dessen " Lehrer " Alexander Weber.
    Deutsches Lauftherapiezentrum.
    Das am Rande von mir.
    Wie ist das Buch no meat athlete ? Hab jetzt schon viel davon gehört ?

    Keine Süßigkeiten und kein Alkohol ?
    Verzicht oder kein Verlangen ?
    Das könnte ich glaube ich nicht. ;-)

    Wie auch immer, lass es Dir gut gehen und bis mal wieder,

    Liebe Grüße,
    Claudia

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    1. Liebe Claudia,

      Deine Empfehlung war goldrichtig, das Buch hat mir wieder Mut gemacht, anzufangen, mit kleinen Schritten. Zumal ich jetzt 12 Jahre älter bin als bei meinem Laufeinstieg damals. Nun entwickelt mein Körper schneller Zipperlein, den muss ich langsam auf Touren bringen. Die Gelenke und Sehnen wachsen bei mir nicht so schnell wie meine Muskeln. Bei den Muskeln kann ich zugucken!
      Ich habe nicht bewusst Süßigkeiten weggelassen, das war eine Randerscheinung; ich wollte einfach keine. Auch kaum Kuchen. Manchmal ein Doppelkeks zum Tee. Manchmal mache ich mir nachmittags ein kleines Müsli statt Kuchen.
      Alkohol wollte ich komplett weglassen wegen der Migräne. Das fehlt mir aber auch nicht, ich war eh ein Wenig und Selten-Trinker.
      Tja, läuft alles super, nur das eine muss ich noch ausmerzen.
      Liebe Grüße
      Susi

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  8. Liebe Susi - wie schön, mal wieder von dir zu "hören" :-).
    Ich bin schwer beeindruckt! Wie hast du es geschafft, dich für Sport zu begeistern?? Bitte verrate mir dein Geheimnis!
    Ich habe ungezählte Anläufe genommen: Nordic-Walking, Aerobic, Qigong, Yoga usw. Im Fitness-Studio war ich angemeldet, hab‘ drei Monate durchgehalten zweimal die Woche hinzugehen, hab‘ auf die Glückshormone gewartet, die nicht kamen . Sogar ein richtig gutes Trampolin hab‘ ich mir vor 2 Jahren wild entschlossen gekauft. Hat alles nicht funktioniert. Statt Glücks- haben mich Unglückshormone überschwemmt! Ich war schlecht gelaunt und genervt. Ich HASSE schwitzen und keuchen. Hast du schon immer gern gesportet oder hast du es neu für dich entdeckt?
    Liebe Grüße von Frauke

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    1. Als Teenager war ich mal im Leichtathletikverein, aber sonst war ich nie sehr sportlich. 2003 fing ich an, Sport zu treiben, mit Laufen. Ich denke, ich bin eine Läuferseele. Für diesen Sport kann ich mich begeistern und wenn ich Marathonis laufen sehe, kommen mir Tränen der Rührung. Das habe ich bei keinem anderen Sport.
      Leider wollte ich immer zu schnell zu viel und die Schmerzen von Kniegelenken und Knochenhautentzündungen ließen nie lange auf sich warten. Dann war ich wochenlang raus und fand den Wiedereinstieg nicht.
      Nun gehe ich es ganz anders an, ich mache langsam und mit Bedacht; mit Geduld und Spucke.
      Yoga mache ich seit ca. 10 Jahren.
      Ich finde Sport auch anstrengend aber wenn man einmal über das Anfängerstadium hinaus ist und sagen wir mal 30 Minuten am Stück laufen kann (ich rede jetzt nur von mir), dann macht es schon Freude, trotz der Anstrengung. Ich hatte Läufe, am Rhein entlang, wo ich schon 'im Flow' war und meinte, meine Füße würden den Boden gar nicht mehr berühren.
      Ich glaube, man muss schauen, welcher Sport einem liegt und sich durch die Anfangszeit durchboxen ohne die sportliche Aktivität in Frage zu stellen.
      Auch meine näheren Ziele sind klitzeklein, klein genug, um mir keine Angst zu machen. Mein erster Wettlauf auf Zeit wird ein 3 Kilometerlauf Silvester sein. Da muss ich meine alte Zeit verbessern. Das schaffe ich auch.
      Viel schlimmer als die Anstrengung die Sport mit sich bringt finde ich meine schlaffen, langsam alternden Körper und ganz besonders meine Selbstverachtung über mein bislang unsportliches Verhalten. Träge im Fernsehsessel liegen macht kein gutes Selbstwertgefühl.

      Nun habe ich wieder festere Muskeln und halte mich aufrechter, ich bin deutlich entspannter ingesamt und ziemlich zufrieden mit mir. In Summe.
      Mir macht es auch nichts aus, langsam zu laufen; ich will ja nicht andere beeindrucken sondern nur gesund bleiben und leistungsfähig. Dazu muss ich nicht rennen wie Mockenhaupt (tolle Marathonläuferin meiner Gewichtsklasse).

      Nichts geht über das gute Gefühl, sein Sportprogramm beendet zu haben, den Lauf ins Trainingsbuch eingetragen zu haben, eine warme Jacke anzuziehen und eine schöne Tasse Chai zu trinken. Und zu wissen, dass man über seine Bequemlichkeit gesiegt hat.

      Mein Vorteil ist auch, dass ich mich sehr gut motivieren kann; ich sehe Bilder vor meinem geistigen Auge wie ich später lange Distanzen laufen kann und vielleicht sogar von Wettkämpfen, wo Mann und Hund im Ziel auf mich warten und stolz sind auf mich. Ich sehe mich in sonnenscheinbeschienen Wäldern locker traben und am Strand in den Sonnenuntergang laufen. Sowas halt, ich mache mich selbst froh.

      Liebe Grüße
      Susi

      P.S. Ich liebe Trampolinspringen! Aber wenn das noch hier einziehen würde, würde mir der Mann wohl die rote Karte zeigen.

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  9. Ja, da hast du eindeutig sehr günstige Voraussetzungen - da fällt das Aufraffen nicht schwer ... bzw. frage ich mich gerade, ob das nicht ein Widerspruch ist. Wenn man an etwas Freude hat, muss man sich dann "aufraffen"? Ich liebe z. B. die täglichen Spaziergänge mit meinem Hund. Bei Wind und Wetter stiefeln wir los und ich muss mich gar nicht "aufraffen", obwohl es ja auch eine Art Pflichtprogramm ist. Es sind meine Oasen im Alltag, es macht Spaß und tut mir gut. Ähnlich verhält es sich mit den täglichen Fahrradfahrten zur Arbeit. Ich möchte es nicht missen! Obwohl das Auto vor der Tür steht, nehme ich das Fahrrad und bin genervt, wenn ich mal das Auto nehmen muss (z. B. weil ich etwas größeres zu transportieren habe oder das Fahrrad kaputt ist, Reifen platt oder so. Kommt zum Glück sehr selten vor).
    Viel Spaß weiterhin!

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    1. Hallo liebe Frauke,

      doch, anfangs muss ich mich schon aufraffen und auf meinen Plan gucken; obwohl ich weiß, dass ich mich nach dem Sport besser fühle. Wenn die Anfangszeit vorbei ist, dann ist das ein Selbstläufer. Noch kämpfe ich auch sehr mit Muskelkater, gerade die letzten Tage sind hart. Wenn ich da durch bin, dann wird es einfacher. Mein Körper muss erst wieder lernen, dass er nicht für Couch konzipiert wurde. Der weiß das noch nicht; aber bald.

      Wenn Du aber viel mit dem Hund draußen bist und auch radelst, ist das doch auch Bewegung! Das ist doch schon mal super!
      Liebe Grüße
      Susi

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