Samstag, 31. Januar 2015

31.01.2015 Neue Ausrichtung

Bevor Ihr denkt, ich hätte mich zur Ruhe gesetzt, lege ich schnell mal ein aktuelles Statement ab. Ein Susi-Update, sozusagen.

Nein, ich habe mich nicht zur Ruhe gesetzt oder gelegt, mitnichten. Ganz im Gegenteil.

Ab 1. Januar habe mir ein Sportprogramm verordnet, einhergehend mit einer geringfügigen Nahrungsumstellung. Vegan natürlich sowieso; aber nun achte ich etwas mehr auf wertvollen Brennstoff in der Nahrung, auf mehr Obst und auch auf Eiweiß.
Müll wie Chips habe ich aus meinem Leben komplett entfernt, ebenso Kaffee. Auf Süßigkeiten stehe ich eh nicht sonderlich, hin und wieder esse ich einen Riegel Vivani Schokolade. Mittlerweile esse ich sogar öfter Müsli, mit Nussmus. Alkohol ist übrigens auch gestrichen. Total. Der Mann wird sich alleine um unsere Bar und die Weinvorräte kümmern müssen, ich bin da total raus.

Ich habe große Pläne; Ziele, sportlicher Art. Zum Erreichen dieser brauche ich ein paar Kumpels, hier seht Ihr meine besten Freunde im Januar (abgesehen vom Mann, selbstredend). Diese Kumpels werden mich nun lange begleiten und helfen, meine Ziele zu erreichen.

Smoothie mit Ananas, Apfel, Banane, Dattel, Proteinpulver, Chlorella, Chia


 Meine Sportschuhsammlung; Laufschuhe, Trailschuhe, Wanderschuhe


 Mein allerallerbester Freund, das Laufband Horizon Paragon 6. Für mich unverzichtbar im Winter. Ich liebe es. Habe ich das schon erwähnt?
(Die Weizenbierflasche im Halter ist nicht das, nach was es aussieht! Ich kann Euch alles erklären! Das ist zwar eine Bierpulle, aber da drin ist Apfelsaftschorle mit ein paar Krümeln Salz. Ihr müsst mir das einfach glauben. Aus dieser Plastikflasche kann ich nämlich beim Laufen am besten trinken ohne mich zu besudeln. Ist schwer aber geht. Reine Körperbeherrschung)


 Mein Ergometer, es quält mich sehr aber es wird trotzdem stark genutzt und ist ganz leise. Nur die arbeitende Frau hört man. Manchmal keucht sie auch. Meist, wenn sie den Mann im Flur hört, um ihn zu beeindrucken. Dann tritt sie besonders heftig in die Pedale. 


 Meine Yogamatte - eine von zweien - , existenziell sozusagen. Wird sowohl von mir als auch vom Hund gern genutzt, wenn ich nicht schnell genug war. Meist legt er sich mit auf die Matte, wenn er mich dort vorfindet. Wir arrangieren uns dann irgendwie.



 Ganz neu eingezogen ist im Januar die legendäre, sagenumwobende, heldenpflegende Blackroll und die kleine Miniroll. Die kennt Ihr sicher, mit denen kann man sich überall dort, wo Muskeln sind, rollend massieren. Das löst verklebte Faszien. Das Körpergefühl danach ist eine Wohltat. Weich, gut durchblutet, angenehm.
Die Blackroll gibt es in drei Härtegraden; ich habe die Med, die ist 20 % weicher als die Standardrolle und geeignet für Schmerzempfindliche, Anfänger und Leute mit wenig Masse/Muskelmasse und Weicheier. Auch wenn ich anfangs tüchtig ob der Schmerzen gestöhnt habe, mittlerweile macht mir das nichts mehr aus; im Gegenteil. Über kurz oder lang werde ich mir auch die härtere Standardrolle gönnen. Und die Blackrollbälle.

Die Rollen liegen bei uns ständig im Wohnzimmer; so kann ich jederzeit ein bisschen rollen. Beim Fernsehen zum Beispiel.



Drei Sportbücher, die mich diesen Januar extrem motiviert und inspiriert haben:
Kick it vegan! von Ilja Lauber, No Meat Athlete von Matt Frazier, Laufen und Joggen für die Psyche von Prof. Dr. Ulrich Bartmann


 Auch neu in meiner Freundesclique ist eine Stoppuhr; sie ist von Schütt-Sport.
Bislang bin ich immer mit der uralten Lego-Stoppuhr meines Sohnes gelaufen (wehe einer lacht!), aber die ist sehr klein und ihr Display noch viel kleiner, ihr Licht ganz schwach. Da ich leider Gottes unter Altersweitsichtigkeit leide (nochmal: wehe, einer lacht! Ich bin jetzt kräftig und kann hauen!), brauchte ich eine neue mit großem Display und vor allem auch mit hellerem Licht; weil ich ein Abendläufer bin.

Dieses Display hier von der Ultrak 450 ist riesig! Ich wollte diese Uhr auch, weil ich keine tausend Funktionen brauche und eine Pulsuhr habe ich schon.






Mein Sportprogramm laufen, radfahren und Yoga habe ich völlig diszipliniert durchgehalten. Nicht eine kleinste Planabweichung, keine Sporteinheit habe ich früher als geplant abgebrochen.
Ich hätte es mir nicht zugetraut, aber ich kann mich echt durchbeißen! 

Ein paar Eckdaten vom Januar: 38,6 Kilometer gelaufen, 10 x Yoga gemacht, 93 Kilometer geradelt. Insgesamt habe ich an 24 Tagen Sport gemacht, 7 Tage waren Ruhetage.
Ich habe 1131 Sportminuten notiert! Das sind im Schnitt ca. 36 Minuten pro Tag.
Dafür, dass das mein erster Sportmonat war, finde ich das großartig.

Wenn ich mal groß und richtig fit bin, werde ich mich für das Bootcamp anmelden. Ich denke, das wird im Sommer der Fall sein.
Sowieso werde ich jeden Monat einen Zahn zulegen und ab Frühjahr auch wieder ein Fitnessstudio besuchen, mir fehlen die Kraftmaschinen, die Geräte. Die Gruppen rund um Bauchbeinepo und Zumba und was es nicht alles gibt reizen mich nicht, aber die Eisen! Die brauche ich besonders für Rücken, Bauch, Brust und Arme. Um die Beine kann ich mich allein kümmern, das ist bei Läufern kein Thema.
Aber soweit sind wir noch nicht; das kommt erst Ende März. Ich gehe genau nach meinem Plan vor.

Jetzt wisst Ihr, womit ich mich seit Jahresbeginn beschäftigt habe und worauf ich mich ganz konzentrieren wollte und musste.
Das hat sich jetzt schon ausgezahlt; ich bin heiter, ausgeglichen, recht fit, die Haut ist erheblich fester (vorher dachte ich, ich habe mehr Haut als ich brauche, schlabberte alles an mir herunter, war nicht wirklich schön), Muskeln - besonders in den Beinen - erkennbar. Die Haltung ist eine ganz andere als noch im alten Jahr. Ich habe keinerlei Rückenschmerzen mehr und was die Migräne angeht, ich hatte den besten, fast ganz schmerzfreien Monat seit vielen Jahren.

Ich werde nun weiter daran arbeiten, längere Einheiten am Stück laufen zu können. Ich laufe nach einem Plan aus dem Buch Laufen und Joggen für die Psyche, der ist ganz sanft und sorgt dafür, dass es nicht Überlastungen kommt.

Früher haben mich immer meine Gelenke (Knie) und Shin Splints aus meinem Laufprogramm gekegelt, weil ich immer viel zu früh zu schnell und zu lange gelaufen bin. Dann musste ich meine Knochen mühsam auskurieren und danach fand ich nicht mehr den Anfang, wieder mit dem Laufen zu starten. Nun will ich es endlich richtig machen. Wenn es auch Zeit braucht.
Der Anfang ist gemacht! Auch wenn ich sonst der Typ bin, der immer an sich was zu meckern findet, nach diesem Monat finde ich mich großartig. Ich bin eine Laufsau! Jawohl. Eine ganz Harte.


Das Gericht hier hat jetzt nichts mit Sport zu tun, auch wenn die Knödel fast so groß waren wie Tennisbälle. Das war der Sauerbraten mit Knödel und Rotkohl, den wir im Black Veg in Bonn letzte Woche gegessen haben. Das war das Tagesgericht, wir waren zufällig vor Ort und dieses Gericht hat mich sehr, sehr glücklich gemacht. Deswegen zählt das Gericht auch zu meinen Januarfreunden.



Diese kleine, gegen Streusalz kämpfende Hundedame darf dann natürlich auch nicht fehlen.
Sie hat nun wirklich nichts mit Sport zu tun, sie hält jegliche Bewegung generell für extrem überbewertet, aber ich liebe sie einfach.





Sollte mir im Februar etwas Besonderes über den Weg laufen, werde ich berichten. Ansonsten werde ich Euch Ende Februar mitteilen, wie es mir so ergangen ist.

Lasst es Euch bis dahin wohlergehen und bewegt Euch, es lohnt sich tausendfach.