Sonntag, 11. Mai 2014

10.05.14 Vegan & Poisonfree Tag 10, Fazit

Meine Freundin hat am Samstag in ihren Geburtstag hineingefeiert. Ungefähr 60 Gäste waren eingeladen.
Ein bisschen was habe ich zur Ernährung dieser Menschenmasse beigetragen, auch, um die vegane Fahne hochzuhalten, in einem Meer aus Fleisch, Salaten mit Ei und Käse und Desserts mit Sahne. Und um selbst was essen zu können, natürlich.

Ich hatte ca. 4,5 Liter Chili sin carne gemacht, habe ich Euch ja schon gezeigt,


dann der Dip, davon habe ich aber kein Foto: ca. 1 Liter Sojajoghurtdip (2 Becher Sojadojoghurt, 1 Tofu Natur von Taifun, Salz, weißer Pfeffer, Zitronensaft, Petersilie),

dann habe ich mich das erste Mal an die berühmte Pestoblume gewagt, die in  Facebook Furore macht. Das Rezept ist von hier. Da könnt Ihr auch sehen, wie schön sie eigentlich sein müsste. Aber gut, für meinen ersten Aufschlag war ich zufrieden. Der Teig ist aus


600 g Mehl
300 ml Wasser
1 Hefewürfel
1/2 TL Zucker
2 TL Salz
50 g Öl

Gekneteten Teig eine halbe Stunde an warmem Ort abgedeckt in Schüssel gehen lassen. Bei 175°C Umluft 30 - 35 Minuten backen. Dazu Pesto (hier: meine Bärlauchpesto) oder auch Knoblauchalsan.

Ein paar Eindrücke von meiner Aktion (wir haben es zu zweit gemacht, wenn es arg kompliziert wird, hole ich schnell den Mann. Der kann helfen. Der hat eine ruhige Hand beim Schneiden und ist generell geschickter als ich).

Die erste Lage Teig wird mit Bärlauchpesto bestrichen. Im Hintergrund sieht man eine der beiden anderen Teigkugeln


Die 'Blütenblätter' werden eingedreht


So, fertig, kann in den Ofen. Wie Sally in dem Video bekam ich es leider nicht hin. Der Teig war riesig und weich, aufgegangen wie Hölle!


 Pestoblume frisch aus dem Ofen. Stellt Euch diesen Duft vor, himmlisch! Von diesem Brot bricht man dann einzelne Blütenblätter heraus.


Das ist mein Couscoussalat mit Orangenfilets, aber die dreifache Menge meines Rezeptes

Hier in meiner riesigen Schüssel, das passt so gerade rein. 


 Dann haben wir noch zwei Baguettestangen mitgebracht. Wir waren schwer bepackt. Zwei Reisetaschen voll und eine Kühltasche (alkoholfreies Bier).
Das Chili haben wir in Manns großen Drucktopf knallheiß befördert, den kann man gottseidank fest verschließen. 

Hier sieht man einen unserer Teller bei der Party. Wir haben unter den vielen vielen Gerichten eine Sache gefunden, die wir auch essen konnten, ein furchtbar leckerer Bohnensalat. 


 Leider mussten wir die Party schon ganz früh verlassen, ich kann derart große Gesellschaften nicht aushalten, ich leide dann wie ein Hund. Je mehr Menschen (und je fremder, wie gestern), desto unwohler fühle ich mich. Das ist eine komische Sache mit mir, das hatte ich schon immer. Es ist, als würden diese vielen Eindrücke und die vielen lauten Geräusche auf mich einprasseln und ich kann sie nicht verarbeiten. Es wird immer mehr und mehr und irgendwann ist der Punkt, wo ich raus muss, sonst werde ich verrückt.
Andere blühen auf mit vielen Menschen, ich gehe ein. Macht man nichts. Gebt mir die Menschen einzeln oder in ganz kleinen Gruppen, dann fühle ich mich wohl.
Natürlich hatte ich prompt wieder Migräne bekommen an dem Tag, das war schon vorauszusehen. Und geraucht habe ich dort auch, schon wieder!!! Das hat mich jetzt nicht überrascht, seit Wochen fürchtete ich diesen Tag. Ich dachte, wenn ich kippe, dann da.
Also alles wieder auf Anfang.





Kommentare:

  1. Ich glaube, sie hat im Video mehr einschnitte geamcht. DAs heisst es gab kleinere, schmalere Stücke. Deines sieht aber auch supergut aus!

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    1. verdammt, Mann und ich kriegen uns nicht mehr ein! Glaubste, das ist uns nicht aufgefallen! Dabei habe ich noch gesagt, wir brauchen 16 Stücke, hatten aber nur 12! Daran kann es schon gelegen haben, weil es schwierig war, die größeren, dann dickeren Stücke, entsprechend zu wenden und zu falten! 1000 Dank! Muss ich bald noch testen.
      Liebe Grüße
      Susi

      P.S. Köstlich war es trotzdem. Das Brot wusste nicht, dass es falsch gefaltet wurde. Es selbst fühlte sich gut. :-)

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  2. Danke für Deinen tollen unterhaltsamen Blog.
    Solltest du mal ein Buch schreiben wollen, ich kaufe es.
    Ansonsten. .....mach weiter so und viel Erfolg beim Projekt.
    Nur nicht den Mut verlieren.
    Ich mag übrigens auch keine "großen"
    Feiern und flüchte da auch baldmöglichst. Weniger Menschen um mich herum, mag ich lieber.
    Gruß

    Claudia

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    1. danke schön Claudia! Ich fürchte, das Buch müsste dann heißen: Von einem, dem nicht alles gelingt, der aber nie aufgibt. :-)
      Das würde mich ganz gut beschreiben. 'Pleiten Pech und Pannen' ist sicher schon vergeben.
      Aber es kommt kein Buch. Ich bleibe bei dem Blog und bin froh, wenn er unterhält und Euch gefällt.

      Dann bist Du womöglich auch eine von Hochsensiblen, wenn Du Dich mit vielen Menschen nicht sonderlich wohl fühlst; dann kannst Du sicher gut nachvollziehen, was in mir vorgeht.
      Liebe Grüße
      Susi

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  3. Gut möglich liebe Susi.
    Ich würde mich aber im positiven Sinne eher als einfuehlsam und sensibel beschreiben.
    Bin auch in einem sozialen Beruf tätig,
    der auch dafür bekannt ist, dass viele Menschen selbst sehr vulnerabel sind.

    Aber nun was anderes:ich mag auch Deine Produkttests und hatte kürzlich, die von dir empfohlenen leckeren wheaty Grillsachen. Haben uns gut geschmeckt.
    Nun suche ich noch nach den weltbesten :-) Wiener Würstchen.
    Ich finde die Seite bei dir aber nicht mehr.

    Danke

    Claudia

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    1. ich glaube, bislang hatte ich nur die kleinen Winzi Weenies, die fand ich auch sehr gut:

      http://blaubehimmelt.blogspot.de/2014/02/100214-roter-gemuseintopf-mit-winzi.html
      Liebe Grüße
      Susi

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  4. Vielen Dank und liebe Grüße

    Claudia

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  5. Aber hallo! Die Blume sieht doch großartig aus - ich verstehe nur nicht, warum die nicht zu mir gefunden hat, hab' ich schon wieder die Adressangabe vergessen???
    Nun zu etwas anderem: mit der deppaten Raucherei ist jetzt Schluß, hörst Du?!?!!!!!
    glg
    dienochnichtverwaistwerdenwollendeweildocherstkürzlichadoptierte

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    1. meinst Du Manns Amaryllis? Sie sieht wunderschön aus, so lange sie blüht. Aber wenn sie verwelkt ist, stehen hier ewig lange, gelbwerdende, hängende hässliche Blätter. Der Mann sagt, das Grüne müsse wieder zurück in die Zwiebel. Ich darf nichts abschneiden.
      Hässlich, hässlich, hässlich. Immer verständigen wir uns darauf, dass das das letzte Jahr war mit seinen Amarylliszwiebeln. Und jedes Jahr neu steht das Zwiebelding wieder neu da. Der bringt die in den Keller, in Sicherheit und holt sie in einem unbeobachteten Moment im Frühjahr wieder hoch. Dann geht das Spielchen schon wieder los. Nur einmal noch, ja ja.

      Das mit dem Rauchen kriege ich schon noch hin, irgendwie. Nie einen verloren geben!
      Liebe Grüße
      das unschuldige amarylliswegwerfende Susilein

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  6. ;-) Klassiker, danke für die ausführliche Info ;-) Ich meinte jedoch die Pesto-Blume - ROFL schon wieder ;-)
    glg

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