Mittwoch, 25. September 2013

25.09.13 Karamellisierter Apfel mit Brombeeren

Vorräte verbrauchen, Tag 3 von 14

Ich wurde ausgesetzt. Zurückgelassen. Der Mann ist hinfort. Auf einem Herrenabend. Der kommt erst morgen wieder, wenn überhaupt. Man weiß ja nie....
Eine andere, ebenfalls zurückgelassene Frau aus diesem Kreis ist nach Nizza geflüchtet. Die macht es richtig.
Bei meinem Flugzeug ist zufällig vorhin ein Tragflügel abgebrochen, sonst wäre ich auch dahin geflogen. Oder nach Cannes. Oder Saint-Tropez, Mailand vielleicht auch. Das wäre mein Preis gewesen, Mist. Bei meinem anderen Flieger ist gerade der Tank leer. Kommt halt immer alles zusammen. Wenn man einmal weg will! Ihr kennt das.

Keine Frage, ich musste mich anders trösten.

Karamellisierter Apfel mit Brombeeren




Für eine ausgesetzte, von Gott und den Menschen verlassene Person zur Tröstung:

1 Bioapfel mit Schale
1 TL Vollrohrzucker
ein Spritzer Zitronensaft
eine Prise Zimt

125 g Brombeeren
1 EL Agavensirup

5 TL Zucker
etwas Wasser

ggf. vegane Sahne, Puderzucker, grüne Blättchen

Apfel waschen und mit Schale reiben. Das Geriebene in ein Sieb legen und abtropfen lassen.
Mit Zucker, Zimt und Zitrone vermischen, dann den Apfel auf einem Teller halbkugelig formen.

Von den Brombeeren einige Früchte beiseite legen, die anderen kurz anpürieren, mit Agavensirup süßen.
Neben den Apfel geben, die einzelnen Brombeeren dazulegen.

Fünf Teelöffel Zucker in einen kleinen Topf geben und auf höchster Hitze rührend karamellisieren lassen. Erst tut sich nichts, dann geht es sehr schnell. Der Zucker schmilzt und wird schnell brauner (und gleichzeitig bitterer, also Achtung. Auch, weil der Zucker enorm heiß wird und schwerste Verbrennungen verursachen kann).
Wenn das Karamell die gewünschte Farbe erreicht hat mit etwas Wasser ablöschen. Verühren, noch mal aufkochen lassen, dann sollte er eine sirupartige Konsistenz haben.
Über den Apfel gießen.

Sahne, Blättchen und Puderzucker auf dem Teller verteilen.

Zucker über Zucker. Das kann ja nicht gesund sein, aber wer will das schon so genau wissen. Ich nicht.
Das Obst war übrigens frisch und neu, nur die anderen Zutaten kamen aus dem schier unerschöpflichen Vorrat.

Wenn ich in Stimmung bin mache ich mir heute Abend noch Sushi. Gurke und Avocado ist da. Das wäre doch sehr stilvoll und edel. Alles andere ist im Vorrat (Vorratswochen bei Blaubehimmelt!).

Was isst man eigentlich auf einem Herrenabend, Pizza? Budweiser? Chips? Noch mehr Bier? Keine Ahnung. Bestimmt kein Sushi. Wäre er mal lieber hiergeblieben unser junger Freund. Jetzt entgeht ihm was.


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