Donnerstag, 5. September 2013

05.09.13 Immer noch Renovierungsstress und veganes Fastfood

Es reißt nicht ab. Die Tapete schaffte mich. Seit gestern ist sie runter, was ein Akt. Fetzen für Fetzen. Trotz ständigem Einweichen mit Tapetenlöser und Besprühen. Sowas habe ich noch nie erlebt. Ging gar nicht.

Elend!

Erst abends, oder besser fast nachts, essen wir was Warmes, Größeres. Veganes Fastfood. Für mehr fehlt mir die Zeit und die Energie. Ich falle abends tot in mein Bett.

Zwei Tage Nudeln mit Tomatensoße von Alnatura und Paranuss'parmesan'. Sehr lecker übrigens, mit Paranuss, Meersalz und Hefeflocken. Sonst nehme ich meist Walnüsse dafür.


Gestern Mittag habe ich sogar in meiner größten Hungerverzweiflung an einer Bude vor einem Baumarkt Fritten geholt. Der Mann hat mich auf den Namen "Wurstteufel" aufmerksam gemacht und war belustigt, dass ich an so einer Bude was esse. Der hat doch tatsächlich meine Freundin gefragt, ob ich von ihrer Currywurst gegessen habe! Das ist gemein, oder. Er sollte mich besser kennen. Ich habe mir nicht mal früher was aus Würsten gemacht.
Ich musste da was einwerfen, sonst wären meine Freundin und ich zusammengekracht. Das Ende war nah. Ich sah schon fast meine toten Verwandten und Freunde am Ende des Tunnels im Licht.
Wurstteufel hin oder her.

Gestern Nachmittag habe ich über 300 kg getragen, meine Unterarme hatten abends bestimmt dreißig rote Streifen. Die sind jetzt weg, dafür habe ich dort links und rechts blaue Flecken. Sehr hübsch, passt zum blauen T-Shirt.
Mir ist es total unverständlich, wie manche in Renovierungen aufgehen. Bei mir gibt es nur einen einzigen Moment, den ich am Renovieren gut finde: wenn ich das fertige Ergebnis bestaune.

Keine Ahnung, was ich heute und morgen zum Essen mache, ich hoffe auf Eingebungen was schnell geht, sättigt und keine Arbeit macht. Reis ist noch da (wenn der überlebt hat und haarlos ist), daraus könnte ich eine Gemüsepfanne mit Tofu machen.

Ich werde berichten. Auch, ob einer gekommen ist mit einem Carepaket um mich zu päppeln. Kann man sich einen veganen Koch mieten? Marktlücke.

Da, das Häufchen Elend in der Ecke, das kleine dunkle Etwas, rechts unten. Es schraubt gerade mit letzter Kraft seine Apfelschorle auf. Ermattet. Am Ende. Von Gott, der Welt und den Baumärkten dieser Welt verlassen.



Kommentare:

  1. Ach je, wie furchtbar. Ich finde, renovieren gehört zu den schlimmsten Dingen überhaupt. Kommt direkt nach Magen-Darm-Grippe.

    Wenn du näher wärest, ich würde dich sofort becatern. Hilft dir jetzt aber auch nicht :-(

    Halte durch, das Ergebnis ist es sicher wert!

    Alles Liebe von Sandra

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    1. Hi Sandra, finde ich auch, furchtbar. Fast das Schlimmste wo gibt.
      Heute lasse ich mich erneut 'becatern', professionell. Heute gibt es Indisch. Mir tut der Rücken dermaßen weh, am Herd stehen fällt aus wegen ist nicht, habe es gerade geschafft, zu spülen und die Küche wieder ansehnlich hinzubekommen, mehr geht nicht.
      Die Wohnung wird sehr schön, es ist noch ein weiter Weg aber ich kann es mir gut vorstellen.
      Nur gut, dass mein Mann nicht so ein Weichei wie ich ist und gut anpacken kann, sonst wäre ich verloren.
      Liebe Grüße Susi

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