Samstag, 23. März 2013

23.03.13 Familienfeier aushäusig und veganer Döner DIY

Tagsüber wohnte ich einer Familienfeier bei, ich aß aushäusig.
Im Landgasthof Niederpleiser Mühle, Sankt Augustin (bei Bonn) gab es für mich eine leckere vegane Alternative zur Karte.
Zuerst bekam ich eine Kartoffelsuppe mit Curry, dann Ofenkartoffeln mit mehreren Gemüsesorten und als Dessert Obstsalat. Die Eiskugel die da drauf lag habe ich geschickt zum Mann transferiert.
Das fand ich sehr gut, dass sich das Restaurant flexibel auf Vegetarier und Veganer eingestellt hat.
Da können sich andere Restaurants eine Scheibe von abschneiden. Aber nicht von meiner Kartoffel. Alles meines!


Hier ein Bild von den Kartoffeln mit dem Gemüse, die anderen beiden Sachen habe ich nicht fotografiert. Da kann man doch gut mit leben, oder!

Übrigens bin ich nicht unvorbereitet in das Lokal gegangen. Da ich nicht wusste was mich essenstechnisch erwartet habe ich morgens daheim etwas vorbereitet. Das hätte ich im Fall der Fälle zücken können um mein Essen zu pimpen. Heimlich hätte ich unterm Tisch Dosen geöffnet und in einem unbeobachteten Moment mit einer schnellen Handbewegung, stoßweise nach vorne, mein Essen gepimpt:


1) ein Döschen Sojacuisine als Soßenersatz
2) geröstete / gesalzene Walnüsse gemahlen zusammen mit 2 TL Bierhefeflocken für etwaiges nacktes Gemüse/Soßen
3) gerösteter/gesalzener Sesam und Sonnenblumenkerne für Gemüse, Soßen oder Salat
4) drei Reiswaffeln m. Meersalz
5) eine halbe Tafel Schokolade

Was man mir auch immer gereicht hätte, ich hätte überlebt! Überleben ist alles. Aber war ja nicht nötig, das hat mich echt gefreut! Nur die Sesam- und Sonnenblumenkerne habe ich auf mein Gemüse verstreut.
Eines Tages wird man in jedem deutschen Restaurant was Veganes auf der Karte finden. Unser Tag wird kommen. Wir sind viele. Und wir werden jeden Tag mehr.
Und eines noch viel entfernteren Tages wird man einen Fleischesser erstaunt angucken wie ein Auto. Nicht mehr mich. Davon bin ich überzeugt. Dann muss man sich nicht mehr erklären warum man kein Tier isst sondern warum man eines isst.

Das war ein sehr schöner Feier-Tag.

Daheim habe ich uns noch "veganer Döner" im DIY-Verfahren zusammengebaut. Vermutlich habe ich  in meinem Leben nicht mehr als vielleicht fünf Döner gegessen, und auch das Jahre her. So wie ich sie in Erinnerung hatte, habe ich sie versucht nachzubauen.
Sie waren köstlich! Bestimmt werdet Ihr laut aufschreien und rufen: "Fuck! Was tut sie denn da!!", ich weiß nicht wirklich was da reinkommt. Seht es mir nach.

Ich habe sie mit gebratenem Seitan + Gyrosgewürz gemacht, mit gemischtem Salat, Tomate, Veggi-Belle Barbecue-Käse von Nagel, Joghurtsoße (Sojajoghurt, Zitrone, Dill, Salz, Pfeffer, Knoblauch), Zwiebeln, Salz und Pfeffer. Und Kresse. Dann abwechselnd alles in meine beiden Pitataschen gefüllt, die 3 Minuten im Ofen wärmten. Das war's.
Göttlich. Leider war das kein Essen für Menschen, die Wert auf Gesellschaftsfähigkeit legen. Mann und ich haben uns bematscht. Die Soße war überall, herrlich.




Mir geht es übrigens wieder besser, der leichte Hörsturz ist fast ganz weg und auch die Migräne ist nicht wiedergekommen. Ich bin froh. Danke für Eure Besserungswünsche! Überhaupt vielen Dank für Eure zahlreichen lieben Kommentare!


Kommentare:

  1. OMG, diese Döner schauen einfach super aus! Will ich sofort haben!!!!

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    1. die gingen auch schnell zu machen. Weil ich die Pita-Taschen schon hatte, die wurden nur 3 Minuten im Ofen erwärmt. Man kann die auch selbst machen.
      Jedenfalls habe ich die veganen Döner nicht zum letzten Mal gemacht, das hat gut funktioniert.
      Liebe Grüße Susi

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  2. Deine Überlebenspäckchen finde ich klasse. Muss ich mir merken. Für was hattest du die Reiswaffel im Gepäck?!

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    1. für den Notfall, falls ich überhaupt nichts zum Essen finde. Die Reiswaffeln kann ich immer essen, die mag ich gern. Sogar die ungesalzenen mag ich.
      Liebe Grüße Susi

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